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Einen Tag lang das Mekka der Traktorfahrer

Kuhbier Einen Tag lang das Mekka der Traktorfahrer

Mit einem Glas Sekt und auf dem Sofa wartete der ein oder andere Kuhbierer auf die gut 100 Fahrzeuge, die sich am Samstag beim 9. Traktoren- und Oldtimertreffen in dem Ort auf eine Ausfahrt nach Groß Langerwisch und zurück begaben. Das ganze Dorf war auf den Beinen und begrüßte die Gäste, die zum Teil von weither kamen.

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Eine endlose Fahrzeugkolonne fuhr am Samstagvormittag durch das Dorf.

Quelle: Atzenroth

Kuhbier. Die Kuh auf dem Schild am Straßenrand sagte „Kuhten Tag“. Anderswo prosteten einem gemalte Rindviecher zu. Der Name des eigenen Orts inspiriert viele Kuhbierer zu solchen oder ähnlichen Begrüßungsformen, auch Kuhbier-T-Shirts gehörten zum gängigen Straßenbild. Noch bevor es eigentlich losging, hat ein Papa schon den Minitrecker seines Sohns auf die Straße gestellt, der so quasi zum ersten Ackerfahrzeug wurde, das beim 9.Kuhbierer Traktoren und Oldtimertreffen auf der Dorfstraße fuhr.

Es gibt da so ein paar Traditionen, die sich in den vergangenen Jahren bei diesem Fest eingebürgert haben. Schon lange vor 10 Uhr standen und saßen die Einwohner von Kuhbier am Straßenrand der mehrere hundert Meter langen Dorfstraße. Manche hatte es sich auf Sofas, Sesseln oder Klappstühlen gemütlich gemacht. Mitunter standen davor auch Tische, auf denen schon die gefüllten Sektgläser auf das Anstoßen warteten. Die Organisatoren um Axel Gruschka, Reinhard Geisler und Dirk Zellmer haben ihren Kuhbierern offenbar ein ganz besonderes Dorffest geschenkt, un die Bürger wissen das zu würdigen.

Die Kuhbierer machten es sich im Sessel mit Sekt und Bier  gemütlich

Die Kuhbierer machten es sich im Sessel mit Sekt und Bier gemütlich.

Quelle: Atzenroth

Insgesamt machten sich letztlich etwa 100 Fahrzeuge auf die Ausfahrt, die erst durch ganz Kuhbier und dann in Richtung Groß Langerwisch führte. „Das ist eine prima Route“, sagt dazu Kuhbiers Ortswehrführer Enrico Raabe. Die Feuerwehr sperrte die Straße von Groß Langerwisch Richtung Schönhagen, solange der Tross nach Groß Langerwisch hineinfuhr. Von da aus ging es wieder zurück und noch einmal über die komplette Kuhbierer Dorfstraße. Mit im Treck dabei waren nicht nur Dorfbewohner. Gesichtet wurden auch Trecker und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterschiedlichen Alters und ganz verschiedener Größenordnung aus umliegenden Orten wie Preddöhl, Wolfshagen oder auch Sarnow. Auch von weiter her hatten Treckerfahrer den Weg nach Kuhbier gefunden – bereits am Abend zuvor waren eine ganze Reihe Fahrzeuge mit OPR-Kennzeichen angereist und nahmen dabei mitunter den Weg mitten durch Pritzwalk.

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Ganze Familie saßen entweder auf Anhängern oder warteten am Straßenrand auf die endlose Fahrzeugkolonne, die am Samstagvormittag durch Kuhbier rollte. Die Sonne kam heraus als sich die Zuschauer einen Sekt am Straßenrand genehmigten und die 100 Gefährte bewunderten, die einmal nach Groß Langerwisch und zurück fuhren.

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Viele Fahrer hatten im Umzug ihre Liebste oder auf Anhängern gleich die ganze Familie dabei. Es war zwar selten, aber ab und zu saß auch mal eine junge Frau am Steuer. Manches Gefährt wirkte wie ein Kremser mit Zugmaschine. Auch Zweiräder befanden sich in dem Umzug. Und mancher sah so aus, als würde er sich mit Fahrzeug und Campinganhänger wie zu DDR-Zeiten in den Urlaub begeben wollen. Vor allem aber hatten die Menschen am Straßenrand viel Freude an dem bunten Bild, das ihnen bei bestem Wetter gleich zweimal geboten wurde.

„Kuhten Tag“

„Kuhten Tag“: Ein netter Gruß auf Kuhbierer Art.

Quelle: Atzenroth

Und dabei war all dies auch nur der Auftakt zu einem Tag und einem Ereignis, das abends am Bierwagen Dieter Hauck zum Beispiel als „einwandfrei“ bezeichnet. Und der Pritzwalker Steffen Rösinger meint: „Das ist hier eine dufte Truppe, die das organisiert. Da kommt man jedes Jahr gerne wieder.“ Technikausstellung und -demonstration und viele Aktionen auch für Kinder prägten den Tag, auch wenn das Wetter leider nicht ganz bis zum Abend hielt. Aber das störte am Abend dann wirklich niemanden mehr. Während sich auf dem Acker Kinder noch von einem Trecker auf einer Art Riesenschlitten ziehen ließen, standen die schönen Gefährte allesamt aufgereiht auf dem Festgelände. Daneben ging dann die eigentliche Party erst richtig los.

Auch Treckerfreunde aus Preddöhl fanden den Weg nach Kuhbier

Auch Treckerfreunde aus Preddöhl fanden den Weg nach Kuhbier

Quelle: Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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