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Prignitz Einsatzstarke Prignitzer Wehren
Lokales Prignitz Einsatzstarke Prignitzer Wehren
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02:16 14.03.2016
Zum Großeinsatz entwickelte sich Anfang Juni der Brand in der Pritzwalker Wallstraße. Quelle: Claudia Bihler
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Perleberg

Deutlich häufiger als in den Vorjahren mussten 2015 die Prignitzer Wehren zu Brandeinsätzen ausrücken. Mit 366 Alarmierungen wurde der höchste Wert seit 2008 erreicht. Kreisbrandmeister Holger Rohde wollte in seinem Bericht im Kreistag am Donnerstag aber nicht von einer dramatischen Entwicklung sprechen. Im Vergleich zu den Vorjahren lasse sich keine Tendenz oder ein Schwerpunkt ableiten. 2013 habe mit 345 Einsätzen eine ebenfalls hohe Zahl vorgelegen, 2014 sank diese dann auf 311 ab. Die Hilfsfrist von zehn Minuten, die für Stadt und Land erreicht wurde, bezeichnete der Kreisbrandmeister als hervorragend.

Für problematischer hält er den Anstieg bei der Technischen Hilfeleistung. Von 2014 auf 2015 erhöhte sich die Zahl der Alarmierungen von 503 auf 679. Einschränkend meinte er, durch besondere Ereignisse könne die Zahl immer mal wieder explodieren. Als Beispiel führte er das Jahr 2010 an, als wegen Eisregens die Wehren nur am Jahresende 250 Einsätze hatten.

Ärgerliche Alarmierungen

Aber immerhin entfielen im Vorjahr von den 679 Einsätzen 247 auf Naturereignisse. Ärgerlich sei es, wenn Kameraden ausrücken, weil angeblich ein Baum auf der Fahrbahn liegt, es sich tatsächlich aber um einen Ast handelt, den eigentlich auch jeder Kraftfahrer hätte wegräumen können. Gerade im Raum Lenzen sei dies wiederholt vorgekommen.

Deutlich angestiegen – von 60 auf 78 – ist auch die Zahl der Türnotöffnungen. Wenn sich eine Mutter aussperrt und ihr Kleinkind bleibe allein in der Wohnung zurück, könne durchaus von einer Notsituation gesprochen werden. Anders verhalte es sich, wenn Alarm ausgelöst wird, weil man den Nachbarn seit drei Tage nicht gesehen hat. Bei der Alarmierung sei allerdings schwer einzuschätzen, ob Menschenleben womöglich gar nicht in Gefahr sind. Die Kameraden würden aber in jedem Fall ausrücken. Nach dem Einsatz müsse mitunter die Frage beantwortet werden, wer ist jetzt für die Sicherung der aufgebrochenen Wohnung verantwortlich. Ein anderes Problem ist nach wie vor die Beseitigung von Ölspuren auf Straßen, eigentlich eine Aufgabe für den Straßenbaulastträger. Aber wer möchte schon, dass die Polizei stundenlang eine Straße sperre, fragte Holger Rohde.

Land sollte Geld freigeben

Bei der Einsatzbereitschaft können sich die Prignitzer Wehren sehen lassen. Mit 3150 Aktiven verzeichneten sie gegenüber 2014 (3143) einen leichten Anstieg. Sie haben damit kaum weniger Aktive als so einwohnerstarke Landkreise wie Elbe-Elster oder Potsdam-Mittelmarkt. „Das hat etwas mit regionaler Verbundenheit zu tun“, erklärte Holger Rohde.

Kritische Worte fand er gegenüber der Landespolitik. Die Landesfeuerwehrschule können Schulungen nicht mehr im ausreichendem Maße anbieten, da ausgeschiedenes Fachpersonal nicht ersetzt wurde. Noch immer fließe kein Geld für die Anschaffung für Fahrzeuge aus dem Programm für die Stützpunktfeuerwehren. Angekündigt war es für 2014, er hoffe jetzt auf 2016. Als einen Lacher bezeichnete er das vom Land beabsichtige Ehrenzeichen für 80 Jahre treue Dienste. Früher seien es 60 Jahre gewesen.

Von Michael Beeskow

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