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Einst waren die Rieseneier reine Werbedeko

Kuhbier Einst waren die Rieseneier reine Werbedeko

Seit Jahren schon wundern sich Autofahrer und andere Radtouristen über das riesige goldene Ei, das in Kuhbier vor der Kirche hängt. Josefine Edle von Krepl hat es einst von einem Freund geschenkt bekommen, der in der Werbebranche tätig ist. Ein buntes Ei ist hinzugekommen.

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Das bunte Ei von Kuhbier blüht im Verborgenen.

Quelle: Atzenroth

Kuhbier. Das riesige goldene Ei am Baum vor der Kirche ist der Hingucker in Kuhbier. Dabei ist es nicht das einzige seiner Art. Ein weiteres buntes Ei verschwindet mittlerweile etwas in den Bäumen – es ist schlicht zugewachsen, wie Josefine Edle von Krepl erklärt. Die Gründerin des Modemuseums im Schloss Meyenburg wohnt im alten Pfarrhaus von Kuhbier, und ihr ist es auch zu verdanken, dass Kuhbier diese Touristenattraktion 2010 und 2011 bekommen hat. In der Anfangszeit hatte das unerwartete Auswirkungen. Denn damals führte die stark befahrene B 189 noch mitten durch den Ort und so mancher Autofahrer musste erstmal angesichts des unerwarteten Anblicks auf die Bremse treten. „Ich habe damals dafür gesorgt, dass hier Tempo 30 eingehalten wurde“, meinte Josefine Edle von Krepl schmunzelnd. Der große Verkehrsstrom verläuft zwar mittlerweile über die nahe gelegene Umgehungsstraße. Doch finden noch immer Radtouristen und andere Urlauber den Weg hierhin und lassen sich gerne mit Ei fotografieren.

Befürworter und Gegner

Von Anfang an polarisierten die riesigen Eier auch. Nicht jeder Einheimische mochte sie. Allerdings müssen die Bewohner mittlerweile anerkennen, dass sie quasi ein Alleinstellungsmerkmal für das Dorf sind. Es handelt sich dabei keineswegs um abstrakte Kunst, sondern um einstige Deko für Großwerbung. Ein Freund, der in der Werbebranche tätig ist, hatte dereinst im Frühjahr 2010 Josefine Edle von Krepl gefragt, ob sie ein solches Osterei haben wolle. Nachdem sie spontan ja gesagt hatte, merkte sie erst, auf was sie sich damit eingelassen hatte, als der Freund mit einem Transporter vorbeikam. Mit allerlei technischen Hilfsmitteln musste das Ei aus dem Fahrzeug herausgeholt und dann am Ort seiner Bestimmung angebracht werden – seither hängt das bunt gemusterte Riesenei am Baum und wird langsam überwuchert.

Ein Jahr später kam dann das goldene Ei hinzu, das auch heute noch gut sichtbar von der Straße an einem anderen Baum hängt. Um es an seinem Bestimmungsort anzubringen, musste sogar ein Gerüst aufgebaut werden.

Von Bernd Atzenroth

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