Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Einwände gegen Windpark Kletzke
Lokales Prignitz Einwände gegen Windpark Kletzke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 17.04.2016
Die Kletzker wollen keine neuen Windräder. Quelle: Geisler
Anzeige
Kletzke

Noch bis Montag, 18. April, können die Bürger ihre Einwände zum Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 1 „Windpark Kletzke“ in der Gemeindeverwaltung Plattenburg abgeben. Einen dicken Packen Stellungnahmen von Einwohnern aus Kletzke und Neu Schrepkow übergab am Dienstag eine kleine Delegation der Bürgerinitiative „Gegen mehr Wind in Kletzke“ während der Bürgersprechstunde. „Das waren 234 Einwendungen“, bestätigte Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer.

Die Gemeindevertretung Plattenburg hatte Mitte Januar den Vorentwurf für den B-Plan Nr. 1 „Windpark Kletzke“ und dessen Auslegung beschlossen. Der Planentwurf sieht vor, dass von der Investorfirma Denker und Wulf aus Schleswig-Holstein fünf Windkraftanlagen mit einer Höhe von 200 Metern errichtet werden sollen. Laut Anja Kramer handelt es sich um vier neue Standorte und zwei Bestandsanlagen, die durch eine neue im Repoweringverfahren ersetzt werden sollen.

Frage des Respekts gegenüber den Bürgern

Die Bürgerinitiative ist selbst überrascht über die gewaltige Resonanz in der Bevölkerung von Kletzke und Neu-Schrepkow, so Sprecherin Susan Eppenstein-Kiack. Im Sommer 2015 konnten etwas über 200 Unterschriften gesammelt werden, jetzt haben sich noch einmal 20 Prozent mehr Bürger gegen die Planungen ausgesprochen. Das zeige deutlich, dass die Einwohner keine Windräder in ihren Vorgärten haben möchten. „Bei der Formulierung ihrer Einwendungen wurden sie aktiv durch die Mitglieder der Bürgerinitiative unterstützt“, hieß es.

Der geplante Windpark wird von der Bürgerinitiative heftig kritisiert. „Die Bürger erhalten später eine Antwort auf ihre Stellungnahme“, erklärt Susan Eppenstein-Kiack. „Dann wird sich zeigen, wie viel Respekt dem Bürgerwillen entgegengebracht wird.“

Diskussion in einer Sitzung der Gemeindevertreter

Die Sorgen der Bürger bezeichnet Susan Eppenstein-Kiack als „vielfältig“, aber zwei Themen finde man in fast allen Stellungnahmen: Das gesundheitsgefährdende Risiko durch Infraschall und die weitere Zerstörung der Natur und Landschaft vor der Haustür. „Viele Menschen beschäftigt auch, dass sie selbst unwichtiger sind als der Weißstorch.“

Die erste Einwendungsfrist, die bis 11. März laufen sollte, musste wegen eines formellen Fehlers wiederholt werden, erinnerte Susan Eppenstein-Kiack. Die zweite Auslegung endet nun am 18. April. „Es geht aber nichts verloren, alle bereits eingegangenen Stellungnahmen werden berücksichtigt und mussten nicht noch einmal abgegeben werden“, erklärt Bürgermeisterin Anja Kramer.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll es eine Gemeindevertretersitzung geben, in der die Einwendungen mit den Bürgern nochmals diskutiert werden. Erst dann wird entschieden, wie mit dem ausgelegten Vorentwurf weiter verfahren oder ob und in welche Richtung es Verhandlungen über die Pläne des Investors geben wird.

Von Beate Vogel

Prignitz Prignitz: Polizeibericht vom 14. April - Postlin: Die Fahne des Anstoßes

Eine Reichskriegsflagge entdeckten Zeugen am Mittwochabend im Vorgarten eines Hauses in der Postliner Petrus-Kregenow-Straße an einem Fahnenmast und informierten die Polizei. Die Fahne wurde sichergestellt und eine Anzeige aufgenommen. Die Abteilung Staatsschutz der Kriminalpolizei wurde über den Vorfall informiert.

14.04.2016
Ostprignitz-Ruppin Pia Rys wird zur Schornsteinfegerin ausgebildet - Job mit Aussicht über Herzsprung

Am liebsten arbeitet Pia Rys in Dörfern wie Herzsprung. Denn bei ihrer Arbeit kann die 18-jährige Auszubildende des Schornsteinfeger-Handwerks ab und an mal ihren Blick über die Landschaft schweifen lassen. Sie ist die erste weibliche Schornsteinfeger-Auszubildende im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

17.04.2016
Prignitz Helmut und Ursula Große sind seit 60 Jahren ein Ehepaar - Im Putlitzer Café lieben gelernt

Sechs Jahrzehnte verheiratet zu sein – das ist nicht vielen vorbehalten. Dieses Jubiläum begehen jetzt Ursula und Helmut Große aus Putlitz. Und wer fragt, wie die beiden das geschafft haben, muss sie eigentlich nur erleben. Beide sprühen auch im hohen Alter vor Lebensfreude und unternehmen immer noch viel gemeinsam.

16.04.2016
Anzeige