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Einwände gegen Windpark Kletzke

Bürgerinitiative engagiert sich Einwände gegen Windpark Kletzke

Die Bürgerinitiative „Gegen mehr Wind in Kletzke“ hat jetzt in der Gemeindeverwaltung Plattenburg 234 Einwendungen gegen den Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 1 „Windpark Kletzke“ abgegeben. In dem Plangebiet sollen fünf 200 Meter hohe Anlagen entstehen. Noch bis Montag werden Stellungnahmen entgegen genommen.

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Die Kletzker wollen keine neuen Windräder.

Quelle: Geisler

Kletzke. Noch bis Montag, 18. April, können die Bürger ihre Einwände zum Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 1 „Windpark Kletzke“ in der Gemeindeverwaltung Plattenburg abgeben. Einen dicken Packen Stellungnahmen von Einwohnern aus Kletzke und Neu Schrepkow übergab am Dienstag eine kleine Delegation der Bürgerinitiative „Gegen mehr Wind in Kletzke“ während der Bürgersprechstunde. „Das waren 234 Einwendungen“, bestätigte Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer.

Die Gemeindevertretung Plattenburg hatte Mitte Januar den Vorentwurf für den B-Plan Nr. 1 „Windpark Kletzke“ und dessen Auslegung beschlossen. Der Planentwurf sieht vor, dass von der Investorfirma Denker und Wulf aus Schleswig-Holstein fünf Windkraftanlagen mit einer Höhe von 200 Metern errichtet werden sollen. Laut Anja Kramer handelt es sich um vier neue Standorte und zwei Bestandsanlagen, die durch eine neue im Repoweringverfahren ersetzt werden sollen.

Frage des Respekts gegenüber den Bürgern

Die Bürgerinitiative ist selbst überrascht über die gewaltige Resonanz in der Bevölkerung von Kletzke und Neu-Schrepkow, so Sprecherin Susan Eppenstein-Kiack. Im Sommer 2015 konnten etwas über 200 Unterschriften gesammelt werden, jetzt haben sich noch einmal 20 Prozent mehr Bürger gegen die Planungen ausgesprochen. Das zeige deutlich, dass die Einwohner keine Windräder in ihren Vorgärten haben möchten. „Bei der Formulierung ihrer Einwendungen wurden sie aktiv durch die Mitglieder der Bürgerinitiative unterstützt“, hieß es.

Der geplante Windpark wird von der Bürgerinitiative heftig kritisiert. „Die Bürger erhalten später eine Antwort auf ihre Stellungnahme“, erklärt Susan Eppenstein-Kiack. „Dann wird sich zeigen, wie viel Respekt dem Bürgerwillen entgegengebracht wird.“

Diskussion in einer Sitzung der Gemeindevertreter

Die Sorgen der Bürger bezeichnet Susan Eppenstein-Kiack als „vielfältig“, aber zwei Themen finde man in fast allen Stellungnahmen: Das gesundheitsgefährdende Risiko durch Infraschall und die weitere Zerstörung der Natur und Landschaft vor der Haustür. „Viele Menschen beschäftigt auch, dass sie selbst unwichtiger sind als der Weißstorch.“

Die erste Einwendungsfrist, die bis 11. März laufen sollte, musste wegen eines formellen Fehlers wiederholt werden, erinnerte Susan Eppenstein-Kiack. Die zweite Auslegung endet nun am 18. April. „Es geht aber nichts verloren, alle bereits eingegangenen Stellungnahmen werden berücksichtigt und mussten nicht noch einmal abgegeben werden“, erklärt Bürgermeisterin Anja Kramer.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll es eine Gemeindevertretersitzung geben, in der die Einwendungen mit den Bürgern nochmals diskutiert werden. Erst dann wird entschieden, wie mit dem ausgelegten Vorentwurf weiter verfahren oder ob und in welche Richtung es Verhandlungen über die Pläne des Investors geben wird.

Von Beate Vogel

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