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Eisbader starten erfrischt ins neue Jahr

Cumlosen Eisbader starten erfrischt ins neue Jahr

Die „Cumlosener Brackratten“ haben das neue Jahr auf ihre ganz eigene Art begrüßt. Die Eisbader stießen im Wasser mit einem Glas Sekt aufs neue Jahr an. Das Wasser war ihnen allerdings mit 4,5 Grad etwas zu warm.

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Ein Prosit auf 2018: Mit einem Glas Sekt stoßen die Eisbader in Cumlosen auf das neue Jahr an.

Quelle: Kerstin Beck

Cumlosen. Was bedeutet der 1. Januar für die meisten Brandenburger? Wohl dieses: Ausschlafen nach der so kurzen Silvesternacht. Für die Aktiven der „Cumlosener Brackratten“ heißt es dagegen: Aufstehen fast so wie immer und Fertigmachen zum Badengehen – auch wenn man, wie manche stolz erzählen, „so bis um drei“ feuchtfröhlich in das neue Jahr hineingefeiert hat. Schließlich ist für die Cumlosener das Neujahrsbaden im örtlichen kleinen Badesee und damit das Begrüßen des neuen Jahres im kühlen Nass Pflicht.

Sekt wird ausgeschenkt

Und da gibt es einige Rituale, die alljährlich eingehalten werden müssen. So treffen sich die Neujahrsbader kurz vor 11 Uhr im kleinen Vereinszimmer am See, um dort sich mit Hütchen und allerlei Lustigem zu verkleiden. Ein weiterer Brauch schließt sich an. Angekommen am Gewässerrand, werden von Jörg Molz, dem Vereinsvorsitzenden, erst einmal Wasser- und Lufttemperatur gemessen. 4,5 Grad sind es für das Wasser und 7 Grad für die Luft – beides war schon einmal bedeutend kälter. Hinter Jörg Molz hat sich die Mannschaft der verwegenen Bader gruppiert: Hier wird Ritual Nummer drei ausgeführt und der Sekt ausgeschenkt.

Schlachtruf „Eis frei!“

Dann gibt es eine kurze offizielle Ansprache: „Ich begrüße euch alle hier zum neuen Jahr, das Wasser ist heute allerdings viel zu warm. Ich denke, dass wir jetzt ins Wasser gehen – und zwar mit unserem Schlachtruf „Eis frei!“, auch wenn keines zu sehen ist!“, sagt Jörg Molz. Brav geht es dann in die – seit dem Anbaden im November etwas gestiegenen – Fluten, und fröhlich wird nun im Wasser geplanscht und das Glas auf die noch weiter anhaltende „gute“ Badesaison“ ausgetrunken. „Warm, nass, kalt, angenehm, schön, aber an den Füßen sehr frisch“, lauten wenige Minuten später die Kommentare der Eisbader über die Wasserqualität.

Aber damit ist das Neujahrsbaden noch nicht vorbei. „Wir feiern jetzt noch ein bisschen und lassen das Ereignis ganz gemütlich in unserer mobilen Sauna und in unserem Vereinszimmer ausklingen!“, erzählt „Brackratte“ Rainer Wohlert. „Was das Baden betrifft, ist es eigentlich ganz einfach: Man muss sich einfach dazu überwinden, und ab heute gehe ich es auch ganz ruhig und ohne Stress an!“ Der Wentdorfer verbringt nämlich den heutigen Tag als ersten im wohlverdienten Ruhestand.

Von Kerstin Beck

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