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Eisenbahnfreunde feierten Sommerfest

Wittenberge Eisenbahnfreunde feierten Sommerfest

Hunderte Eisenbahnfreunde besuchten am Wochenende das Sommerfest im Historischen Lokschuppen in Wittenberge. Die Gäste erwartete eine große Fahrzeugausstellung, Führerstandsmitfahrten und Rundgänge durch die Anlage. Ein Schienenbus fuhr nach Perleberg beziehungsweise über die Wittenberger Hafenbahnstrecke.

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Mit der „Blutblase” ging es auf Tour von Wittenberge nach Perleberg und zurück. Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Hunderte Eisenbahnfans zog es am Wochenende zum Sommerfest im Historischen Lokschuppen Wittenberge. Die Gäste erwartete eine große Fahrzeugausstellung, Führerstandsmitfahrten und Rundgänge durch die Anlage. Ein Höhepunkt waren Sonderfahrten mit dem Leichtverbrennungstriebwagen (LVT). Am Sonnabend ging es damit auf Pendelfahrt zwischen Wittenberge und Perleberg. Am Sonntag wurden Rundfahrten über die Hafenbahn Wittenberge angeboten.

Wegen ihrer roten Lackierung wurden die Triebwagen im Volksmund Blutblase genannt. „In ländlichen Gebieten wurde sie auch Ferkeltaxi genannt, weil manch ein Bauer darin seine Ferkel transportiert haben soll”, wusste Gernot Gattermann zu berichten. Bis zum Jahr 2004 waren die Triebwagen im Einsatz. Dann wurden sie außer Betrieb gestellt und hauptsächlich nach Rumänien und Kuba verkauft.

Wittenberge ein Knotenpunkt zweier wichtiger Hauptstrecken

Dirk Endisch vom Verein Dampflokfreunde Salzwedel führte die Gäste durch das Gelände und erklärte viele Details rund um den damaligen Betrieb. „Das Bahnwerk Wittenberge hatte seinerzeit die höchste Zugförderungsleistung in Deutschland. Das lag daran, dass Wittenberge einen Knotenpunkt zweier wichtiger Hauptstrecken bildete. Das war zum einen die Nord-Süd-Verbindung von Magdeburg nach Schwerin und zum anderen die Ost-West-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin. Die Strecke Hamburg – Berlin war die wirtschaftlichste Bahn, die es im ehemaligen Kaiserreich gab”, sagte er. In dem in den 1890er Jahren gebauten Rundschuppen befindet sich die Ausstellung der Lokomotiven.

Die Führerstandsmitfahrt auf einer Dampflok der Baureihe 50 war für Kinder wie Erwachsene  ein besonderes Erlebnis

Die Führerstandsmitfahrt auf einer Dampflok der Baureihe 50 war für Kinder wie Erwachsene ein besonderes Erlebnis.

Quelle: Jens Wegner

Die Führerstandsmitfahrt auf einer Dampflok der Baureihe 50 war für viele Besucher ein besonderes Erlebnis. So auch für den vierjährigen Emil Berger aus Berlin, denn er durfte die Lok beheizen und einmal kräftig tuten. Mit seiner Großmutter Ursula Berger macht er derzeit Urlaub in Arendsee. „Das Sommerfest ist eine gute Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen wollten”, sagte sie.

Lokführer Gernot Gattermann berichtete den Gästen Wissenswertes über die Lok. Gebaut wurden Loks dieser Reihe von 1939 bis 1944. Ende der 1950er Jahre wurde diese rekonstruiert. 1988 endete die Ära der Dampfloks bei der Deutschen Reichsbahn auf der Normalspur.

Von Jens Wegner

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