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Elbestadt will jüngeres Publikum locken

Wittenberge Elbestadt will jüngeres Publikum locken

Als Kulturstandort mit Strahlkraft über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus will sich Wittenberge profilieren. Erstmals seit Jahren geht die Verwaltung daran, den Investitions­stau im Kultur- und Festspielhaus zu lösen. Inhaltlich soll mit einem vorsichtig modernisierten Programm jüngeres Publikum angesprochen werden. Es gibt ein Wohnzimmerkonzert und einen Poetry Slam.

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Die Stadt Wittenberge investiert ins Kultur- und Festspielhaus. Unter anderem soll ein Hochleistungsbeamer angeschafft werden, der erstmals zur Präsentation für den Brandenburg-Tag eingesetzt wurde.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Industriestadt, Tourismusstadt, diese Begriffe verbindet man mit Wittenberge, doch Kulturstadt? Zwar besitzt Wittenberge mit dem Kultur- und Festspielhaus einen Musentempel, der im Jahr rund 40 000 Besucher anzieht, doch als ausgewiesenen Kulturstandort haben die Wittenberger ihre Heimatstadt bisher nicht wahrgenommen. Beim Blick von außen stach den Betrachtern dieses Merkmal hingegen sofort ins Auge. „Bei der Begründung für die Wahl Wittenberges zur Kommune des Jahres wurde ausdrücklich die Bedeutung des Kulturstandortes hervorgehoben“, sagte Bürgermeister Oliver Hermann beim gestrigen Pressefrühstück. Traditionell im Dezember hält die Stadtverwaltung mit Medienvertretern Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr und blickt auf die Höhepunkte des kommenden Jahres.

„Kultur ist allerdings ein echter Schwerpunkt der Stadtpolitik, auch im Haushalt“, sagt Bürgermeister Oliver Hermann. So seien im laufenden und im kommenden Jahr Investitionen von rund 130 000 Euro getätigt worden oder noch geplant. „Allerdings ist vieles davon für die Besucher kaum zu sehen, da es sich um Technik hinter den Kulissen handelt“, ergänzt Uwe Neumann, Werkleiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebs (KSTW). So sei vorgesehen, einen neuen Inspizientenplatz einzurichten. Dieser Technikraum dienst sozusagen als Kommandozentrale für alle technischen Einrichtungen, wie Ton und Licht. Zudem soll das Kultur- und Festspielhaus mit einem Hochleistungsbeamer ausgerüstet werden. Damit sind größere und aufwendigere Projektionen möglich. Einen Vorgeschmack dessen war bei der Präsentation des Wittenberger Programms für den Brandenburg-Tag zu sehen.

Doch die Stadt wird nicht nur in Technik investieren, sondern auch das Programm behutsam modernisieren, um das Publikum jüngeren und mittleren Alters anzusprechen“, wie Bürgermeister Oliver Hermann formuliert.

Zu diesem Zweck gibt es im kommenden Jahr erstmals ein Wohnzimmerkonzert mit Prignitzer Bands. Kokas und Polaroid aus Wittenberge sind dabei und haben angekündigt, zahlreiche Gäste auf die Bühne des Kultur- und Festspielhauses zu holen. Zu erlebe ist dieses Konzert am 23. Februar 2018 ab 20 Uhr.

Ebenfalls eine jüngere Zielgruppe wollen die Programmverantwortlichen mit dem ersten Poetry-Slam. In einem modernen Dichterwettstreit treten Noah Klaus aus Berlin und Svea Gross aus Hamburg, Florian Wintels, Maik Martschinkowsky und Teresa Reichl gegeneinander an. Zu erleben am 17. März kommenden Jahres im großen Saal. Doch auch bewährte Veranstaltungen finden sich im neuen Spielplan wieder. Klassik bei Kerzenschein darf ebenso wenig fehlen wie die große Oldieparty, die im kommenden Jahr allerdings nicht von der Prignitzfabrik gestaltet wird, sondern von „Casino Royale“ aus Hamburg.

Von Andreas König

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