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Prignitz Elf neue Naturführer für die Prignitz
Lokales Prignitz Elf neue Naturführer für die Prignitz
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00:29 29.03.2018
Der Monegasse und baldige Prignitzer Florent Martinez (4. v. l.) freut sich über sein Zertifikat, welches ihm von Landrat Torsten Uhe (5. v. l.) und Dirk Illgenstein (r.), Präsidenten des Landesamtes für Umwelt, überreicht wurde. Quelle: Kerstin Beck
Rühstädt

Als der Stress vorbei war, hatte es sich für alle Beteiligten gelohnt. Denn: „Es gibt eine gute Nachricht: Alle haben die Prüfung bestanden, sie können sich jetzt über ihre Zertifikate freuen, die wir ihnen gleich überreichen!“ verkündete Landrat Torsten Uhe wenig später in der Feierstunde in der Rühstädter Gaststätte „Rosenhof“. Und zum Überreichen gekommen war dazu auch Dirk Illgenstein, der Präsident des Landesamtes für Umwelt, das das Projekt finanziert hatte.

Elbe bei Cumlosen Quelle: Peter Geisler

Geprüft worden waren insgesamt elf Interessierte aus der Prignitz und Ostprignitz, dem Westhavelland, aus der Altmark und aus Niedersachsen, die den halbjährlichen Lehrgang zum „Natur- und Landschaftsführer brandenburgische Elbtalaue und untere Havelniederung 2017/18“ mitgemacht hatten. „Und der sich teilweise aus Leuten zusammengesetzt hat, die in den Lehrgang, der im Jahr davor stattgefunden hatte, schon nicht mehr reingekommen waren“, erzählte Jan Schormann, der für nachhaltige Regionalentwicklung zuständige Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung.

Von Monaco in die Prignitz

Warum der Kurs so attraktiv ist, war von einem zukünftigen Prignitzer, Florent Martinez, zu erfahren. Der 35-jährige mit dem ungewöhnlichen Namen und dem akzentfreien Deutsch ist Monegasse. „Ich werde nach Wootz ziehen, denn ich heirate im Juni meine Verlobte, die dort lebt. Und da möchte ich als Landschaftsführer den Touristen die Lenzer Wische näher bringen!“ Aber der Monarchie kehrt der junge Gästeführer nicht ganz den Rücken, denn er ist dort bereits als Tourismus-Manager tätig.

Elbe bei Lenzen. Quelle: Kerstin Beck

Natürlich ist hier in Deutschland manches anders als etwa in Monaco, und deshalb wurden in dem Wochen­end-Kursus-Stunden erst einmal rechtliche und Marketing-Grundlagen sowie Informationen zu Rhetorik und Führungsdidaktik vermittelt.

Ausbildung in drei Naturlandschaften

Dazu wurde die Elbtalaue in ihren kulturgeschichtlichen Aspekten sowie ihrer derzeitigen Nutzung vorgestellt. „Und dann gab es noch einen Bereich, der Mein Thema hieß“, so Schormann, „denn jeder hat ja ein bestimmtes Gebiet, über das er gern spricht und gern an Gäste vermitteln möchte!“

Bei ihrer Fahrt durch das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe machen Touristen bei Wittenberge einen Zwischenstopp, um das bis zu einen Kilometer breite Elbvorgelände kennenzulernen. Quelle: ZB

Die Ausbildung fand in Zusammenarbeit mit den drei im Elbe-Havel-Winkel gelegenen Nationalen Naturlandschaften – Naturpark Westhavelland, Biosphärenreservat Mittelelbe und Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe – Brandenburg statt. Sie basiert auf den deutschlandweit einheitlichen Zertifizierungskriterien des Bundesweiten Arbeitskreise der Umweltbildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (Banu).

Zum Abschluss gab es einen Präsentkorb

Gemanagt wurde dieser Kurs natürlich auch, und zwar von Susanne Figueiredo. Die Altmärkerin hatte bereits den davor stattgefundenen Lehrgang erfolgreich absolviert und war davon derart begeistert gewesen, dass sie sich nun als Koordinatorin sowie als Projektpartnerin eingebracht hatte: Im Altmärkischen bei Seehausen gelegenen Vielbaum betreibt die blonde Gästeführerin gemeinsam mit ihrem Mann Eduardo einen Naturerlebnishof.

Und zum Abschluss gab es für die Leiterin des Lehrgangs, die das Thema „Wie begeistert man Besucher“ nachahmenswert umgesetzt hatte, nicht etwa Blumen, sondern einen Korb mit von den Teilnehmern gesponserten regionalen Spezialitäten. Der dritte Kursus ist bereits in Planung, erste Anmeldungen dazu gibt es bereits bei der Biosphärenreservatsverwaltung. Und welche Bedeutung den Kultur- und Naturführern zukommt, formulierte Landrat Torsten Uhe in treffenden Worten: „Sie alle sind Botschafter der Prignitz und des Havellandes!“

Von Kerstin Beck

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