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Empörung über höhere Abwassergebühren

Maulbeerwalde Empörung über höhere Abwassergebühren

Zu wenig Abwasser kam in der Vergangenheit beim kommunalen Abwasserbetrieb Heiligengrabe zurück – darum will die Gemeinde nun die Abwassermenge anhand der bezogenen Trinkwassermenge berechnen. Das sowie eine geplante Gebührenerhöhung gefielen einigen Maulbeerwaldern auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung überhaupt nicht.

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Annegret Große (r.) erläuterte den Sachverhalt.

Quelle: Christian Bark

Maulbeerwalde. Ihr Unmut war vielen Maulbeerwaldern auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung anzumerken: dass der kommunale Wasser- und Abwasserbetrieb Heiligengrabe ab dem kommenden Jahr die Gebühren erhöhen will, ist für einige Dorfbewohner schwer nachzuvollziehen. Die für den Bereich in der Gemeinde tätige Sachbearbeiterin, Annegret Große, versuchte, das Vorhaben zu begründen. „Sämtliche Kosten sind gestiegen, darum müssen die Gebühren angepasst werden“, erklärte sie. Künftig müsse für den Kubikmeter Abwasser statt der bisherigen 6,79 Euro 6,96 Euro gezahlt werden.

Doch die größte Empörung zeigte sich unter den Maulbeerwaldern beim Thema „Trinkwassermenge ist gleich Abwassermenge“. Künftig solle das Abwasser der Haushalte danach berechnet werden, wie viel Trinkwasser jeder verbraucht. „Das rührt daher, dass in der Vergangenheit größere Mengen an Abwasser nicht zurück geführt worden sind“, erklärte Heiligengrabes Kämmerin, Stefanie Klahn, im MAZ-Gespräch. Das Wasser sei vermutlich illegal auf Feldern oder anderswo abgeflossen.

Ein Zwischenzähler für Draußen könnte Gartenbewässerer vor zu hohen Abwassergebühren bewahren

Ein Zwischenzähler für Draußen könnte Gartenbewässerer vor zu hohen Abwassergebühren bewahren.

Quelle: dpa-Zentralbild

Um dem nun Herr zu werden, habe die Gemeinde seit Anfang des Jahres über die neue Handhabe nachgedacht. Grund für die Annahme gab ein Rechenbeispiel von Annegret Große, wonach von jährlich 6000 Kubikmetern Wasser nur 5000 Kubikmeter Abwasser zurückgeführt wurden. Das neue Berechnungsverfahren laufe dann nicht mehr über die Messung durch den Abwasserentsorger, sondern über die verbrauchte Trinkwassermenge. Da viele Maulbeerwalder aber ihren Garten und Hof mit Wasser aus der Trinkwasserleitung bewässern würden, gäbe es Große zufolge die Möglichkeit, für die Leitung nach Draußen einen Zwischenzähler einzubauen. „Dann würde nur das Frischwasser aber nicht das Abwasser berechnet“, erklärte sie. Denn die Flüssigkeit versickere dann im Boden.

Entscheidung soll Ende des Jahres fallen

Für die Anschaffung eines Zwischenzählers müssten die Anwohner jedoch selber aufkommen, wie Große sagte. Die Kosten würden sich mit bis zu 80 Euro aber im Rahmen halten.

Der Ortsbeirat entschied sich einstimmig für die geplante Handhabe, auch gegen den lautstarken Protest einiger Maulbeerwalder. „Das scheint mir mit die vernünftigste Lösung“, verteidigte Ortsbeirätin Sylvia Zienecke ihr Votum. Endgültig über die Sache befinden müssen am 6. September die Gemeindevertreter in ihrer nächsten Sitzung, wie Stefanie Klahn informierte. Über die Neukalkulation der Gebühren werde dann im Dezember entschieden, so dass die Erhöhung zum Januar in Kraft treten könnte.

Von Christian Bark

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