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Englisch lernen mit Action, Kunst und Fantasy

Sprachcamp auf Schloss Gadow Englisch lernen mit Action, Kunst und Fantasy

Sie verständigen sich ein oder zwei Wochen lang in Englisch und ihre Betreuer sind ausschließlich Amerikaner: Die Teilnehmer an den Berlitz-Sprachcamps auf Schloss Gadow in der Prignitz lernen ganz anders als in der Schule. Und ihre Betreuer überraschen mit vielen ungewöhnlichen Talenten.

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Strohballen brannten mehrfach wie Zunder

Jede Menge Spaß hatten die jungen Teilnehmerinnen des Action-Projektes „Dirt“ – und das alles in englischer Sprache.

Quelle: Bernd Atzenroth

Gadow. Golems Karte sieht aus, als hätte er darauf Mittelerde gezeichnet. Der Mann ist für Fantasy-Aktionen zu haben, hat selbst viele Fantasiefiguren gebastelt. Das mögen die Kinder – auch wenn sie sich dabei mit ihm nur in Englisch unterhalten. Golem, der eigentlich Chaim heißt, gehört zu dem Team von US-amerikanischen Betreuern, die 22 Kindern im Schloss Gadow bei Lenzen die englische Sprache näherbringen sollen – und das möglichst nicht so wie in der Schule. Es ist ja ein Ferienkurs.

Das Camp hat einen festen Zeitplan und feste Regeln

Das Camp hat einen festen Zeitplan und feste Regeln. Die Amerikanerin Alexis Knowlton hat alles aufgeschrieben. Bei ihr laufen die Fäden zusammen.

Quelle: Bernd Atzenroth

Vor dem idyllisch gelegenen Schloss läuft eine ganz andere Aktion, die Betreuerin Tess aus North Carolina „Dirt“ nennt – also Schlamm oder Dreck. Die Kursteilnehmer beschäftigen sich genau damit. Am Ende werden sie einen „Dirt Pudding“ zubereiten. Der sieht zwar aus wie Schlamm, schmeckt aber prima.

Bei gutem Wetter können die Kinder auch mit dem Kanu auf der Löcknitz paddeln oder an der Kletterwand hinterm Schloss in die Höhe steigen. Abwechslung gibt es mehr als genug. In einem Aufenthaltsraum ist ein Kiosk eingerichtet worden, Jugendliche können mit dem Kicker spielen. Auch eine Schloss-Disco ist geplant.

Noch bis zum 14. August können Kinder und Jugendliche an einem ein- oder zweiwöchigen Camp der renommierten Berlitz-Sprachschule teilnehmen. Seit dem vergangenen Jahr gehört das Schloss Gadow in der Prignitz zu den Plätzen, an denen solche Sprachcamps veranstaltet werden. Das Schloss ist ein so lauschiger Ort, dass Jessica Wallbrecher, Berlitz-Ansprechpartnerin für Ostdeutschland, hier selbst Urlaub macht. Sein Trumpf: Dort kann man reiten, auf der Löcknitz vor dem Haus ins Kanu steigen oder sich auf dem Gutsgelände im Bogenschießen üben. Vor allem die Möglichkeit zum Reiten ließ das Angebot sofort zum Erfolg werden.

Wie eine Zieharmonika

Wie eine Zieharmonika: Die Kanus liegen am Ufer für Ausflüge auf der Löcknitz bereit.

Quelle: Bernd Atzenroth

Bei Alexis Knowlton laufen während des Camps in Gadow die Fäden zusammen. Sie bringt die Erfahrungen mit, die sie in mehr als 50 derartigen Camps gesammelt hat. Alexis Knowlton stammt aus dem US-Bundesstaat Utah und fühlt sich gerade im ländlichen Gadow mit seinem Reiterhof an ihre Heimat erinnert, auch wenn die quirlige Künstlerin bereits seit 2008 in Berlin lebt. Dort hat sie auch begonnen, Sprachunterricht zu geben.

Ein großer Vorteil besteht darin, dass alles auf einem Gelände stattfinden kann. Kletterwand, Seilrutsche, Grillplatz und das Labyrinth der benachbarten Waldschule sorgen für Vielfalt. Und Gadow ist ein guter Ausgangspunkt für Radtouren in die Umgebung. Es gebe hier „unendliche Möglichkeiten“, sagt Jessica Wallbrecher.

Idyllisch gelegen in der Nähe der Elbe und der Burg Lenzen

Idyllisch gelegen in der Nähe der Elbe und der Burg Lenzen: das Schloss in dem Prignitzdorf Gadow.

Quelle: Bernd Atzenroth

In jedem Camp gibt es Kisten mit Basismaterial und Utensilien für die Aktionen. Aber Action ist nicht alles, sondern vor allem dem Nachmittag vorbehalten. Am Vormittag lernen die Kinder tatsächlich in zwei Runden mit einer Pause dazwischen Englisch. Während des Sprachcamps sollen sie sich ausschließlich in der Fremdsprache unterhalten. Maximal zwölf Kinder lernen in einer Gruppe.

Auf der Fantasy-Karte hat jeder sein eigenes Land

Auf der Fantasy-Karte hat jeder sein eigenes Land.

Quelle: Bernd Atzenroth

Seit 15 Jahren veranstaltet die Berlitz-Schule solche Camps, bei denen Muttersprachler als Lehrer eingesetzt werden. Zum Konzept gehört, dass die Betreuer ihre eigenen Talente und Fähigkeiten einbringen. So erleben die Kinder auch die Künstlerin Alexis, den Fantasy-Experten Chaim oder die reitbegeisterte Tess.

Es gibt aber auch feste Regeln und Zeitpläne im Camp, die auf Englisch festgehalten sind und die alle befolgen müssen. Mädchen haben in Jungenzimmern nichts zu suchen und umgekehrt auch. Die Räume müssen sauber gehalten werden. Die jungen Leute sollen immer nett zueinander sein und auf Pünktlichkeit achten. Und sie dürfen das Gelände nicht ohne Aufsicht verlassen.

Trotzdem: Bei allem Lernen ist das Camp für alle ein großer Spaß. Auch am Abend gibt es noch Spiele und Aktionen. Fünf Gruppen wetteifern dann miteinander. „Team Spiderpig“ zum Beispiel, das wie die anderen Gruppen sein eigenes T-Shirt gebastelt hat und damit gegen „Cappuccino Power“ oder die „Flying red dogs“ antritt.

Alle Kinder führen übrigens ihr eigenes Camp-Tagebuch. Zum Abschluss wird dann noch eine Camp-Zeitung entstehen, die die Kinder als Erinnerung mitnehmen können. Alle Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, in dem das Level vermerkt ist, das sie bei diesem Kurs erreicht haben. Der wichtigste Erfolg ist aber: Die Kursteilnehmer können in der fremden Sprache denken und fühlen – mitunter sogar träumen.

Die Berlitz-Sprachschule

Gründer der Berlitz-Sprachschule ist Maximilian Delphinius Berlitz gewesen. 1852 im Schwarzwald geboren, gründete der deutsche Auswanderer 1878 im amerikanischen Providence seine erste Sprachschule.

Durch Zufall entwickelte er die Berlitz-Methode: Die Fremdsprache wird anhand von Gegenständen und Gesten vermittelt. Noch heute wird ab der ersten Unterrichtsstunde ausschließlich in der Fremdsprache gesprochen. Die erste Berlitz-Schule in Deutschland wurde 1888 in Berlin eröffnet.

Heute ist das Unternehmen unter dem Namen Berlitz bekannt und zählt mit über 550 Sprachschulen in mehr als 70 Ländern weltweit zu den internationalen Marktführern im Bereich Sprache und Weiterbildung. Englisch ist nach wie vor am stärksten nachgefragt, gefolgt von Deutsch Französisch, Spanisch und Italienisch.

Für Schüler bietet Berlitz seit 1999 zu allen Ferienterminen Sprachcamps an.Alleine im Jahr 2014 haben nach Berlitz-Angaben mehr als 9000 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 17 Jahren in den einwöchigen Ferien-Camps ihre Englisch-, Französisch- und Spanischkenntnisse verbessert. Seit 1999 besuchten rund 100 000 Teilnehmer die Berlitz-Sprachcamps. Sie werden über ganz Deutschland verteilt angeboten und zudem auch in Irland, Luxemburg und der Schweiz.

Von Bernd Atzenroth

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