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Entlaufene Schafe erschossen, nicht eingefangen

Gefahr für Zugstrecke und Autos Entlaufene Schafe erschossen, nicht eingefangen

Das Plattenburger Ordnungsamt griff jetzt zu einer drastischen Lösung, um Gefahr für Leib und Leben abzuwehren: Es beauftragte einen Jäger damit, in Bendelin mehrere Tiere einer zwölfköpfigen Kamerunschafherde zu erschießen. Die Schafe waren vor einigen Tagen abgehauen. Und die Kosten? Die trägt die Halterin.

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Quelle: privat

Bendelin. Dramatische Szenen haben sich am Donnerstag in Bendelin (Gemeinde Plattenburg) abgespielt. Ein ortsansässiger Jäger hat mehrere Tiere einer zwölfköpfigen Kamerunschafherde erschossen.

„Das geschah zur Gefahrenabwehr“, sagte der Plattenburger Ordnungsamtsleiter Detlef ­Brenning. Seinen Abgaben zufolge gehören die Tiere einer Halterin aus dem Bendeliner Nachbardorf Netzow. Sie seien vor mehreren Wochen ausgebüchst. „Sie ließen sich trotz aller möglichen Versuche nicht mehr einfangen.“ Auch mit dem Einsatz von Betäubungsfutter sei es der Besitzerin nicht gelungen, die Tiere unter Kontrolle zu bringen. „Weil wir bereits Anrufe von Kraftfahrern hatten, die berichtet haben, dass ihnen die Tiere fast vors Auto gelaufen sind und wegen der nahen ICE-Strecke musste ich aus Gründen der Gefahrenabwehr die Abschusserlaubnis erteilen“, sagte der Ordnungsamtsleiter.

Bei Tieren, die nicht mehr unter menschlicher Obhut stehen, steige die Gefahr, dass sie verwildern und dann unkontrolliert durch die Gegend streifen. Das Veterinäramt des Landkreises erfuhr durch die MAZ von dem Fall, verwies aber auf die Zuständigkeit des örtlichen Ordnungsamtes. Die Kosten für Genehmigung und Abschuss selbst müsse die Halterin tragen.

MAZ-Informationen zufolge schoss ein örtlicher Jäger mindestens vier Tiere auf einem Feld am östlichen Ortsrand, wenige Meter von der Wohnbebauung entfernt. Nach dem ersten Schuss seien die Tiere noch stehengeblieben und hätten erst nach weiteren Schüssen die Flucht ergriffen.

Von Andreas König

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