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Erdgasknoten Pritzwalk wird erneuert

Leitungen stammen teilweise noch aus DDR-Zeit Erdgasknoten Pritzwalk wird erneuert

Ein relativ unscheinbares Grundstück an einem Acker bei Pritzwalk: Von hier werden die Erdgasströme in Richtung Rostock und Schwerin gelenkt. Der Betreiber Ontras, ehemals Verbundnetz Gas AG lässt die teilweise aus den 1970er Jahren stammenden Leitungen und technischen Anlagen sanieren.

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Matthias Neher (r.) und Ronald Stübener bei der Sanierung des Erdgasknotenpunktes Pritzwalk.

Quelle: König

Pritzwalk. Ein Düsenflugzeug in 30 Meter Entfernung ist nicht viel lauter als das: Ein metallisches, zischendes Rauschen erfüllt die Luft. Die Geräuschquelle ist nicht sichtbar, denn es ist Gas, Erdgas. Am Rande eines Ackers im Süden von Pritzwalk werden die Ströme für den Norden aufgeteilt. Eine Art Autobahndreieck für Erdgas. Es gehört der Firma Ontras Gastransporte aus Leipzig, vielen besser noch unter dem früheren Namen Verbundnetz Gas AG bekannt.

Im Sprachgebrauch des Unternehmens heißt die grün eingezäunte Station einfach Netzknotenpunkt Pritz­walk. Doch dessen Bedeutung ist nicht zu unterschätzen. Dort wird das Gas in Richtung Perleberg und weiter nach Schwerin einerseits und nach Rostock andererseits gelenkt. Die Trasse nennt sich FGL 76 und wird derzeit zwischen Ketzin im Havelland und Pritzwalk saniert. „Wir überprüfen den Leitungszustand mit verschiedenen Methoden“, sagt Ontras-Pressesprecher Ralf Borschinsky. Zum Einsatz kommt unter anderem eine Messsonde namens Molch. Deren Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf den Leitungszustand zu. Während in Pritzwalk „nur“ einige Fundamente, ein Schieber und ein Isolierstück zu wechseln sind, waren die Arbeiten in Dannenwalde bei Kyritz aufwendiger. Dort hatte das Unternehmen eine gesonderte Erdgasversorgung bereitgestellt. Am Donnerstag nun waren die Arbeiten dort weitgehend erledigt, so dass die Leitung wieder mit Erdgas befüllt werden konnte. „Das Gas wird mit einem Druck von 63 bar eingeleitet, da dauert es eine Weile, bis der Druckausgleich erfolgt“, erklärt Reparaturmanager Matthias Neher. Er trägt, wie die Mitarbeiter der Rohrleitungs- und Anlagenbau Königs Wusterhausen Helm und einen Gehörschutz, denn das Gas erzeugt beim Einströmen jenen infernalischen Lärm, der an ein tieffliegendes Düsenflugzeug erinnert, nur in der Wahrnehmung unangenehmer.

Einen „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ lässt sich die Firma Ontras diese Sanierung kosten. Bis November werden die Spezialisten an insgesamt elf Baustellen zu tun haben, um die Leitungen und die dazugehörige Technik zu sanieren. „Dabei hängt der Sanierungsbedarf nicht unbedingt vom Alter der Leitungen ab“, sagt Pressesprecher Ralf Borschinsky. Einige der ältesten Leitungen stammen aus den 1940er Jahren und verrichten ihren Dienst noch immer, andere, stärker beanspruchte, müssen früher erneuert werden.

Von Andreas König

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