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Prignitz Erinnerung ans schlimme Ende
Lokales Prignitz Erinnerung ans schlimme Ende
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02:17 14.11.2015
Die landwirtschaftliche Vereinsbank Pritzwalk wurde 1945 zur sowjetischen Kommandantur umfunktioniert. Quelle: Foto: Privat
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Pritzwalk

In Schutt und Trümmern lag Pritzwalk vor 70 Jahren. An das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wollen die Gesellschaft für Heimatgeschichte Pritzwalk und Umgebung, das Stadt- und Brauereimuseum und die Stadt Pritzwalk erinnern. Sie laden für Sonntag, 15. November, zu einem Kolloquium mit Gedenkveranstaltung ins Stadt- und Brauereimuseum am Meyenburger Tor 3a ein. Im Konzertsaal der Kreismusikschule wird Museumsleiterin Katja Rosenbaum die Veranstaltung um 9.30 Uhr eröffnen. Bürgermeister Wolfgang Brockmann hält anschließend eine Gedenkrede, die an das Kriegsende in Dömnitzstadt erinnert.

Über die politisch-militärische Lage zu Beginn des Jahres 1945 im nördlichen Brandenburg wird ab 10 Uhr Martin Albrecht aus Berlin erinnern. An die dramatischen Ereignisse in Pritzwalk und Umgebung im Frühjahr 1945 erinnern Wolfgang Simon und Elisabeth Isenberg von der Gesellschaft für Heimatgeschichte in ihrem Vortrag ab 10.45 Uhr. Im Mittelpunkt dürfte erneut die Explosionskatastrophe stehen, die am 15. April 1945 das Bahnhofsviertel und große Teile der Innenstadt verwüstete und Hunderte Menschen das Leben kostete.

Professor Gisbert zu Putlitz schildert gegen 11.45 Uhr seine Erlebnisse als „Dorfkind in Groß Pankow“. Er beschwört Erinnerungen an die 1930er und 40er Jahre sowie das Kriegsende herauf. Um 12.30 Uhr können Teilnehmer und Besucher ein Mittagessen in der Alten Mälzerei einnehmen. Um 13.45 Uhr fährt ein Shuttle-Bus vom Museum zum Friedhof. Dort beginnt um 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Sonntag ist bekanntlich der Volkstrauertag, an dem bundesweit der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird. In Pritzwalk werden Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Darstellendes Spiel“ des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums unter Leitung von Peter Sturm an Leid, Elend, Flucht und Vertreibung erinnern. Die Andacht zum Volkstrauertag hält Pfarrerin Ina Piatkowski, Fred Pogalski von der Stadtverwaltung spricht Worte zum Totengedenken. Zum Abschluss der Veranstaltung werden Bürgermeister Wolfgang Brockmann und Stadtverordnetenvorsitzender Klaus Peter Garlin Kränze niederlegen.

Von Andreas König

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