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Erkundungstour durch die Prignitz

Nebelin Erkundungstour durch die Prignitz

Zu einer Gebietsbereisung zum Thema „Regionale Kleinode – Dorfleben und Kultur in der Prignitz“ lud am Montag die LAG Storchenland Prignitz zahlreiche Vertreter aus der Prignitz ein. Auf dem Plan standen fünf Standorte, die in den vergangenen Jahren mit Fördergeld unterstützt wurden. Darunter das „Zentrum für Peripherie“ in Nebelin.

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Die halbrunde Skulptur vor der weiten Landschaft ist eines der Projekte von Ute Reeh und zeigt die Vielseitigkeit der Kunst.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Nebelin. Eine Gebietsbereisung zum Thema „Regionale Kleinode – Dorfleben und Kultur in der Prignitz“ veranstaltete am Montag die LAG Storchenland Prignitz. Daran teilgenommen haben zahlreiche Vertreter der Region. Fünf Standorte standen auf dem Plan. Darunter das Bahnhofs-Quartier in Bad Wilsnack, das Kunsthaus Kirschbluethe in Laaslich, das Zentrum für Peripherie in Nebelin, die Moorscheune in Boberow und der Reitplatz, das Dorfmuseum, Pfarr- und Schulhaus in Blüthen.

In der Leader-Region Storchenland Prignitz wurde sich das Ziel gesetzt, gemeinsam eine ausgewogene wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung zu gestalten, die Arbeitsperspektiven bietet, neue Einkommensquellen erschließt und die Lebensqualität auf dem Land erhöht. Dafür stehen finanzielle Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie des Landes Brandenburg bereit, um innovative und nachhaltige Entwicklungsstrategien für ländliche Gebiete zu unterstützen.

Verein stellte sich in Nebelin vor

In Nebelin stellte sich der Verein „Zentrum für Peripherie“ vor. Die Düsseldorfer Künstlerin Ute Reeh kam vor einigen Jahren in die Region und widmet sich der künstlerischen Praxis und Strategie zur Erforschung der Randgebiete. „Ich möchte die Kunst mit regionalen Veränderungsprozessen verknüpfen und dass über abstrakte Prozesse nachgedacht wird“, sagte Ute Reeh. Ihr ist es wichtig, unterschiedliche Prozesse sowie Art und Weisen auszuprobieren und zu schauen, ob es in der Realität nach den Vorstellungen funktioniert. Mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten und Ideen zu verwirklichen ist ihr Ziel. So gibt es bereits einige Projekte, die von der Künstlerin begleitet werden. „Junge Leute sollen durch ein gemeinsames Interesse in die Prignitz kommen oder die Möglichkeit haben, zu bleiben“, so die Künstlerin weiter.

Natur, Verkehr, Landwirtschaft und Energieerzeugung

Einen weiteren interessanten Vortrag hielten die beiden Studenten Paul Klever und Steffen Klotz. Im Februar dieses Jahres stellten sie ihre Masterarbeit zum Thema „Rurale Realität“ im Fach „Urban Design“ an der Technischen Universität in Berlin fertig. Darin beschäftigen sich die beiden Studenten intensiv mit dem Landkreis Prignitz. „Wir wollen aufzeigen, was es heißt, wenn gesagt wird, ’wir lieben unsere schöne Landschaft’, so wie es von der Bevölkerung oft betont wird“, sagte Paul Klever. Die beiden sind erst durch die Anfertigung ihrer Arbeit auf die Region aufmerksam geworden. Mit den vier bestimmenden Kräften Natur, Verkehr, Landwirtschaft und Energieerzeugung stellten sie Beziehungen und Ungleichheiten sowie Vor- und Nachteile deutlich dar.

Bereits seit 1995 werden Projekte der ländlichen Entwicklung aus der Prignitz über „Leader“ gefördert. Mit der Gebietsbereisung sollte das Augenmerk auf die kulturelle Vielfalt in der Region gelegt, der Rahmen für einen Austausch über verschiedene Ansätze geschaffen sowie den Projektträgern die Möglichkeit geboten werden, ihre umgesetzten Projekte interessierten Menschen vorzustellen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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