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Erneut Kritikpunkte an Landesplanung

Pritzwalk Erneut Kritikpunkte an Landesplanung

Auch mit dem neuen Entwurf für einen Landesentwicklungsplan ist er nicht zufrieden: Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel findet, dass Pritzwalk und Wittstock jeweils eigene Mittelzentren sein können. Im Plan sind sie aber nach vor über Kreisgrenzen hinweg als Mittelzentrum in Funktionsteilung vorgesehen.

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Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Immer noch kritisch sieht Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel den überarbeiteten Entwurf für den Landesentwicklungsplan der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. „So, wie der Plan jetzt neu aufgestellt ist, sind wir erneut nicht zufrieden“, betont er im Gespräch mit der MAZ. In vielen Punkten entspreche man nicht dessen Zielen. So möchte Ronald Thiel, dass Pritzwalk und Wittstock künftige eigene Mittelzentren sein können, so wie es in anderen Fällen im Plan auch vorgesehen ist.

Bislang bilden beide Städte ein Mittelzentrum in Funktionsteilung. Doch das hat zwei Besonderheiten, die die Zusammenarbeit aus Thiels Sicht erschweren: „Wir sind das einzige Mittelzentrum, das durch eine Kreisgrenze getrennt ist. Zudem sind wir am weitesten voneinander entfernt“, so der Bürgermeister. Beiderseits der Kreisgrenze gebe es unterschiedliche Träger und völlig verschiedene Systeme. Warum anderswo neue eigenständige Mittelzentren hinzugekommen sind, aber Pritzwalk und Wittstock weiterhin gemeinsam agieren sollen, verstehe er nicht. Neben der Zusammenarbeit geht es bei diesem Thema auch um finanzielle Förderung: um insgesamt 800 000 Euro, die sich die beiden Städte untereinander teilen müssten. „Meiner Meinung nach steht die volle Summe beiden Städten zugleich zu. Wir haben uns im vergangenen Jahr stärker entwickelt, als angenommen“, sagt Ronald Thiel. Pritzwalk habe sich in viele Richtungen entwickelt und nach der Meinung des Bürgermeisters das Zeug dazu, ein eigenständiges Mittelzentrum zu sein. Zudem sei er mit Punkten, was die Gewerbe- und Wohnflächen anbelangt, unzufrieden sowie über den Ausbau der Bundesstraße 189. „Wir müssen vorhandene Potenziale nutzen“, so Thiel. Das gehe nur mit voller finanzieller Unterstützung.

Der neue Plan soll das Wachstum in der Region Berlin/Brandenburg, die sich in verschiedenen Teilen höchst unterschiedlich entwickelt, bis zum Jahr 2030 kontrollieren und regeln. Das versucht man mit strategischen Leitlinien für Wohnen, Gewerbeansiedlungen, Nahversorgung und Verkehr auf über 130 Seiten. Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, dass jede Kommune nur für sich agiert, man will ein großes Ganzes schaffen.

Dabei wurden bereits viele Anregungen beim Beteiligungsverfahren für den ersten Planentwurf im vergangenen Jahr in den zweiten Entwurf eingearbeitet, der ab dieser Woche in der Kreisverwaltung Prignitz ausliegt. In den nächsten Ausschüssen der Stadt Pritzwalk will man nun eine erneute Stellungnahme zum zweiten Entwurf ausarbeiten. „Das geschieht kommunal als Familie“, so der Bürgermeister. In der kommenden Woche findet dazu auch eine Sitzung des Kooperationsausschussbeirats statt. Bis zum 7. Mai sind Stellungnahmen möglich. Diesen Schritt plant auch die Stadt Perleberg nach einer detaillierten Prüfung, wie auf eine Anfrage zu erfahren war.

Zudem hat jeder Bürger die Möglichkeit, den Entwurf bis zum 5. April in der Kreisverwaltung Prignitz, Bergstraße 1, im ersten Obergeschoss, Zimmer 244, einzusehen. Wie Pressesprecher Frank Stubenrauch berichtet, gibt es außerdem im Internet auf der Website des Landkreises unter der Kategorie „Auslegungen“ weitere Informationen dazu.

Von Marcus J. Pfeiffer

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