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Erneuter Nachtzug-Test in der Prignitz

Fahrgäste müssen sich geänderte Fahrzeiten einstellen Erneuter Nachtzug-Test in der Prignitz

Das erste Mal lief prima. Klar, für die Testfahrt des Nachtzuges von Berlin in die Prignitz wurde auch kräftig die Werbetrommel gerührt. Aber erst die nächsten beiden Fahrten werden Klarheit bringen, ob es bald einen regulären Nachtzug geben wird. Aber es bleibt spannend, denn die Abfahrtzeiten wurden erneut geändert.

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Der Nachtzug startet im Berliner Ostbahnhof.

Quelle: dpa

Neustadt. Nach dem Nachtzug ist vor dem Nachtzug, könnte das Motto für die Initiatoren einer späten Bahnverbindung von Berlin über Neustadt nach Wittenberge derzeit lauten. Nachdem die erste Testfahrt am vergangenen Wochenende von über 160 Berlin-Besuchern genutzt worden war, folgt bereits am kommenden Wochenende die nächste Testfahrt. Trotz des ersten Erfolges steht für die Mitbegründerin der Nachtzuginitiative Barbara Linke aus Barsikow fest: „Die Kuh ist noch nicht vom Eis.“

Am Sonntag, dem 21. Juni, soll bei einer weiteren Testfahrt erneut die Auslastung ermittelt werden. Davon und von einer dritten Fahrt hängt es ab, ob die Verbindung von der Hauptstadt ins nordwestliche Brandenburg einen festen Platz im Fahrplan findet.

Barbara Linke dankt schon jetzt allen, die zum bisherigen Erfolg der Aktion beigetragen haben. „Ich freue mich, dass Kyritz und das Amt Neustadt sich so aktiv beteiligen.“ Der Gumtower Bürgermeister Stephan Freimark gehörte am vergangenen Wochenende selbst zu den Fahrgästen. „Und der Breddiner Bürgermeister hatte sogar alle Einwohner per Postwurfsendung über die kurzfristig veränderte Fahrzeit informiert.“

Auch für die nächste Fahrt am Sonntag – da steht in Berlin die „Fete de la Musique“ auf dem Veranstaltungsplan – hat sich die Abfahrtszeit des Zuges verändert. Er fährt schon um 23.07 Uhr ab Ostbahnhof und nicht, wie ursprünglich angekündigt, um 23.15 Uhr. Am vergangenen Sonntag hatte eine ähnliche Änderung dazu geführt, dass zumindest einige Fahrgäste mitten in der Nacht auf dem Bahnsteig stehen blieben. Dabei hatte, wie Barbara Linke berichtet, die Eisenbahngesellschaft Odeg noch kurzfristig mit eigens gedruckten Plakaten auf die Änderung hinzuweisen versucht.

Auch diesmal sollten sich Fahrgäste nicht blind auf die Angaben der Online-Fahrpläne verlassen. Der Zug hält Sonntagnacht auf seinem Weg nach Wittenberge noch in Berlin Alexanderplatz, Berlin Friedrichstraße, Berlin Hauptbahnhof, Berlin Zoologischer Garten, Berlin-Spandau, Falkensee, Nauen, Paulinenaue, Friesack (Mark), Neustadt (Dosse), Breddin, Glöwen und Bad Wilsnack.

Die letzte Testfahrt ist für Sonnabend, den 29. August, angesetzt. Nach der „Langen Nacht der Museen“ kommt man um 23.15 Uhr ab Berlin Lichtenberg über Berlin Gesundbrunnen, Berlin Jungfernheide, Berlin-Spandau, Falkensee, Nauen, Paulinenaue, Friesack (Mark), Neustadt (Dosse), Breddin, Glöwen und Bad Wilsnack nach Wittenberge.

Für alle Fahrten der Testzüge lässt sich übrigens auch das Brandenburg-Ticket des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) nutzen. Es gilt jeweils bis um 2 Uhr morgens. Am vergangenen Wochenende hatte die Odeg die Gültigkeit ausnahmsweise sogar noch etwas länger anerkannt.

Gestern hat übrigens auch der Deutsche Bahnkunden-Verband deutliche Kritik an den Fahrplanregelungen und den damit verbundenen Informationen bei der ersten Testfahrt geäußert. Der Verband fordert, „dass die nächsten beiden ,Testzüge’ auf den üblichen Unterwegsbahnhöfen halten und die Fahrgastinformationen den üblichen Standards entsprechen“. Zudem schlägt er vor, den RE-2-Zug Nummer 79487 aus Cottbus künftig nicht um 23.13 Uhr in Berlin-Lichtenberg enden zu lassen, sondern über Ostbahnhof nach Wittenberge zu führen.

Von Alexander Beckmann

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Berlin über Neustadt nach Wittenberge - und das auch noch nachts. Die zweite Testfahrt des Nachtzuges war ein großer Erfolg. Noch eine Hürde steht der Region bevor, dann fällt die Entscheidung: Gibt es tatsächlich Bedarf für eine späte Verbindung? Einige Politiker sagen klar: Ja!

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