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Erntedankaktion der „Länderinnen“

Perleberg Erntedankaktion der „Länderinnen“

Brotdosen mit regionalen Produkten verteilten die „Länderinnen“ in dieser Woche an acht Prignitzer Grundschulen. Die Prignitzer Gruppe von Landfrauen möchte für die Landwirtschaft werben und junge Menschen dafür begeistern. In den Schulen wollten sie zeigen, warum trotz Supermarkt und Tiefkühltruhe eine gute Ernte immer noch wichtig ist.

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Apfelsaft, Kekse, Würstchen,Tomaten und Brot: Der Inhalt der Brotdosen bestand gänzlich aus regionalen Produkten

Quelle: Michael Böwe/Sparkasse Prignitz

Perleberg. Besuch von den „Länderinnen“ bekam am Donnerstag die Perleberger Geschwister-Scholl-Grundschule. Die Frauengruppe hatte für die etwa 50 Einschüler an der Einrichtung als Erntedankaktion Brotdosen mitgebracht. Fünf regionale Produkte befanden sich in den Brotdosen. Sinn und Zweck des Ganzen war es, Kinder für die regionale Landwirtschaft zu begeistern. „Ernte ist auch ein Geschenk, dazu gehört viel Arbeit“, erklärte bei dem Termin Bärbel Bethmann.

Lauter leckere Sachen in den Boxen

Es war die erste Aktion dieser Art. Im Dialog erarbeiteten die Frauen mit den Kindern, was es heißt, zu ernten, und wer an der Ernte beteiligt ist. Das stellten die Kinder in einer Collage dar, auf der Boden, Regen, Sonne, Bauer, Kuh und Schwein zu sehen waren. Die Länderinnen hatten Ausmalbilder mitgebracht. Ihnen ging es auch darum zu zeigen, wer bei der Ernte mithilft und was dabei auch schiefgehen kann. In den Boxen befanden sich Apfelsaft, Tomaten, Kekse, Brot, Würste und Honig – alles in der Region produziert. Dann zeigten die Landfrauen die Kindern, was geerntet wird. Nicht alles erkannten die Kleinen sofort, sondern mitunter erst, wenn es aufgeschnitten wurde – etwa bei Rote Bete.

An der ganzen Aktion nahmen acht Schulen mit insgesamt etwa 210 Schülerinnen und Schülern teil. Neben der Schollschule waren dies die Perleberger Rolandschule, die Elbtalgrundschule Bad Wilsnack, die Grundschule Demerthin, die Grundschule Thomas Müntzer in Kleinow, die Grundschule Juri Gagarin in Groß Pankow sowie die Freie Schule Baek, in der am Freitag die letzte Veranstaltung stattfindet.

Ein reales Bild von der Landwirtschaft vermitteln

Die Länderinnen sind eine Art Landfrauen 2.0. Es handelt sich um eine Gruppe von Frauen aus der Prignitz, die in und mit der Landwirtschaft arbeiten. Dazu gehören Ines Cord-Kruse, Bettina Hagemann, Anke Krüger, Ina Oestreicher, Bärbel Röhncke, Heidrun Seyer, Christina Stettin, Bärbel Bethmann und Elvira Teickner. Sie sehen sich als Öffentlichkeitsarbeiter für die Landwirtschaft, suchen den Austausch und die Vernetzung mit anderen Gruppen. „Uns ist es wichtig, sich für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu engagieren und ein reales Bild hiervon zu vermitteln“, erklären die Frauen in einem Statement. Dabei geht es auch um das Leben als Landfrau und in einer Landwirtsfamilie. Die Länderinnen wollen „die Herausforderungen der Landwirtschaft und des ländlichen Raums unter sozialen und familiären Aspekten darstellen“ und so junge Leute für den ländlichen Raum und die grünen Berufe begeistern.

Sparkasse finanziert die Boxen

Dieser Anspruch ist der Hintergrund für die Schulaktion. Anschaulich und kreativ legten sie in der Schollschule dar, dass Landwirtschaft viel mehr ist als nur Mäharbeiten und Traktorfahrten. „Den Kindern soll bewusst gemacht werden, warum trotz Supermarkt und Tiefkühltruhe auch heute eine gute Ernte immer noch wichtig ist und dass Lebensmittel einen Wert besitzen. Die Identifikation der Kinder mit ihrer Region soll gefördert werden, indem ihnen gezeigt wird, dass viele gute Produkte direkt in der Heimat hergestellt werden.“ Das war der Punkt, der die Sparkasse Prignitz dazu bewog, das Projekt zu unterstützen und die Brotdosen zu finanzieren. „Wir sind eine regionale Institution und unterstützen regionale Produkte“, sagte dazu in der Schollschule Gabriele Schreyl, Leiterin des Unternehmensbereichs Privatkunden bei der Sparkasse Prignitz.

Von Bernd Atzenroth

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