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Eröffnung der Lotte-Lehmann-Akademie

Perleberg Eröffnung der Lotte-Lehmann-Akademie

Gesangsunterricht, Körperarbeit und Bühnenausstrahlung stehen in den nächsten drei Wochen auf dem Programm bei der Lotte-Lehmann-Akademie. Am Samstag wurden die jungen Sänger in Perleberg begrüßt. Sie werden sich in sechs Konzerten vorstellen und in dieser Zeit reichlich Erfahrung sammeln.

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Eingetroffen in Perleberg: Teilnehmer und Dozenten beim Gruppenfoto an der Lotte-Lehmann-Büste.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Die Rolandstadt ist seit dem Wochenende sehr international. Aus ganz verschiedenen Ländern sind die Teilnehmer und Dozenten der Lotte-Lehmann-Akademie eingetroffen. Vertreten sind etwa Japan, Chile, USA, Mexiko, Zypern und Großbritannien.

Unter ihnen ist auch der aus Bergen stammende Norweger Thomas Roesbol. Der junge Sänger hat gerade das Masterstudium an der Stuttgarter Musikhochschule abgeschlossen. „Ich bin zum ersten Mal hier“, sagte der 28-Jährige. „Ich habe gehört die Akademie ist sehr intensiv, deshalb bin ich gekommen.“

Thomas Roesbol und Martha Schuitmaker

Thomas Roesbol und Martha Schuitmaker.

Quelle: Beeskow

Aufmerksam auf die Sommerakademie in Perleberg wurde er durch Angelo Raciti, dem Künstlerischen Leiter. An der Stuttgarter Opernschule ist Raciti auch als Italienischcoach tätig. Ein weiterer Dozent aus Stuttgart, der ebenfalls bei Sommerakademie unterrichtet, ist übrigens Dirk Schmeding. Was Thomas Roesbol in den nächsten Wochen genau erwartet, weiß der junge Sänger noch nicht. „Ich erwartet viel. Ich werde sehen, in welche Richtung es geht.“ Wichtig ist ihm der Gesangsunterricht und „sehr wichtig“ wird das Vorsingen sein. Thomas Roesbol hat Bühnenerfahrung an der Stuttgarter Oper gesammelt und auch an kleinen Bühnen in Norwegen. „Ich muss mir jetzt eine Spezialisierung erarbeiten“, sagt er. Und er möchte sich über die Akademie ein Netzwerk aufbauen. Viele Teilnehmer und Dozenten wohnen in Berlin und genau dorthin zieht es ihn auch.

Auf der Suche nach dem passenden Repertoire

Berlin ist auch das nächste Ziel von Anne Martha Schuitemaker aus den Niederlanden. Gerade hat die 23-Jährige den Bachelor in Gesang in Utrecht abgelegt. Nun will sie zum Masterstudium an die Kunsthochschule in Berlin. Eine Freundin, die vor zwei Jahren an der Sommerakademie teilgenommen hat, empfahl ihr Perleberg. „Ich brauche Bühnenerfahren“, sagte sie. Bei sechs Konzerten der Sommerakademie wird sie Gelegenheit erhalten, sich diese zu erwerben. Und sie verrät noch eine andere Aufgabe, vor der sie steht: „Ich weiß noch nicht, welches Repertoire für mich geeignet ist.“

Nach einem Rundgang durch Perleberg sind die beiden jungen Sänger von der Stadt angetan: „Hier herrscht eine schöne Atmosphäre.“ Wenn man etwas lernen will, braucht man Ruhe. „Man muss den Kopf freibekommen“, sagen sie übereinstimmend.

Beim Vorsingen fallen kleine Dinge auf

16 junge Sänger nehmen in diesem Jahr an der Sommerakademie teil. Nach dem ersten Kennenlernen am Samstag frohlockte Angelo Racit: „Das kann ein Kurs mit einer Qualität werden, die wir so noch nicht hatten.“ Alle Teilnehmen seien sehr fokussiert. „Mein erster Eindruck ist, dass alle Teilnehmer bereit sind, sich dem Stress von drei intensiven Wochen auszusetzen.“

Noch am Samstagnachmittag stellten sich die jungen Musiker beim Vorsingen den Dozenten vor. „Dieses Vorsingen ist live, wie Oper ja immer live ist“, erklärt Angelo Raciti. Man gewinne einen anderen Eindruck als von den Bewerbungs-CDs, die die Sänger einreichen mussten. „Beim Vorsingen fallen auch kleine Dinge auf, die für eine Bewerbung an einer Oper tödlich sind“, verrät Angelo Raciti.

Am Rundgang durch das Gebäude der Akademie am Großen Markt, wo ein Großteil des Unterrichts stattfindet, nahm auch Henry Scheigel teil, der in diesem Jahr die Leitung des Perleberger Kulturamtes übernahm. „Das ist meine erste Akademie“, sagte er. Und er sei beeindruckt von der Internationalität und dem hochkarätigen Dozententeam. „Das ist ein Leuchttrum für Perleberg.“ Wie er ankündigte, werden alle Konzerte – das erste ist am Samstag, 13. August, um 18 Uhr in Groß Gottschow – auch von einem Vertreter der Stadt begleitet werden. Für alle Musikfreunde besteht die Möglichkeit, die öffentlichen Workshops als Zuhörer zu besuchen und hautnah zu erleben, wie Dozenten und Sänger eine Partie erarbeiten.

Von Michael Beeskow

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