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Prignitz Erörterungstermin für Hähnchenmastanlage
Lokales Prignitz Erörterungstermin für Hähnchenmastanlage
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00:17 19.09.2016
Protestplakat gegen die Anlage in Könkendorf. Quelle: Claudia Bihler
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Pritzwalk/Könkendorf

Jetzt geht es in die entscheidende Runde darüber, ob demnächst in Könkendorf (Stadt Pritzwalk) eine riesige Hähnchenmastanlage neu errichtet werden kann oder nicht: Am kommenden Dienstag, 20. September, findet um 10 Uhr im Restaurant „Zur Alten Mälzerei“ in Pritzwalk der Erörterungstermin für die Anlage statt, die für 324 000 Tiere ausgelegt werden soll. Das teilte Ingo Klugert von der Bürgerinitiative (BI) „Prignitzer gegen Industriemast“ mit, die gegen die Errichtung einer solchen Anlage kämpft

Bereits im Vorhinein war es allen Bürgern möglich, die bei den Behörden ausgelegten Antragsunterlagen für die Megaställe einzusehen und Einwendungen gegen den Bau zu formulieren. Diese Einwendungen werden nun im Erörterungstermin im Detail besprochen. „Den Bürgern wird dort die Möglichkeit gegeben, ihre Einwände nochmals vorzutragen“, sagte dazu Klugert im Gespräch mit der MAZ. Diese betreffen zum Beispiel den enormen LKW-Verkehr durch die Dörfer und die Stadt Pritzwalk, Geruchs- und Keimbelastung, Grundwasserverschlechterung, Kosten durch Straßensanierungen und anderes mehr, wie Klugert schon in seiner Mitteilung verlauten ließ. Aber dies seien „nur ein paar“ der eingebrachten Einwendungen. Die Veranstaltung steht allen Bürgern offen. Klugert möchte insbesondere die Pritzwalker ermuntern, sich noch einmal mit dem Thema ausein­anderzusetzen. Seinen Angaben zufolge ist mit einem zusätzlichen Lkw-Aufkommen von etwa 1000 Fahrzeugen pro Jahr zu rechnen, das sich auch durch die Stadt Pritz­walk bewegen könnte. „Vielen ist die Dimension der geplanten Anlage offenbar noch nicht klar“, vermutet der Hähnchenmast-Gegner Ingo Klugert.

Anwesend werden bei dem Erörterungstermin außer den Vertretern der Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Umwelt in Potsdam, die Antragsteller und deren Gutachter und Anwälte sowie die Vertreter der einzelnen am Antragsverfahren beteiligten Fachbehörden sein. Auch der Naturschutzbund (Nabu) wird vertreten sein, den die BI als Unterstützer an ihrer Seite weiß.

Das Verfahren sei relativ weit gediehen, meinte Klugert. Schon 2010 hätten die Betreiber des Projekts angefangen, Unterlagen beim Landesumweltamt einzureichen. Jetzt seien diese soweit vollständig, dass sie zur Genehmigung vorgelegt werden könnten. Öffentlich ausgelegt waren die Pläne auch schon, und es bestand bereits die Möglichkeit dagegen Einwendungen einzureichen. Um diese wird es bei dem jetzigen Termin auch gehen.

„Nach dem Erörterungstermin gibt es eventuell noch Dinge, die die Antragsteller nachzureichen haben“, sagte Klugert weiter. Wenn dies geschehen sei, stehe die endgültige Entscheidung des LUA über die Genehmigung des Projekts an. Wenn diese erteilt werde, könne es sehr schnell gehen mit der Errichtung einer solchen Anlage, die eventuell schon 2018 fertig sein könnte – was Klugert und seine Mitstreiter aber noch zu verhindern trachten.

Von Bernd Atzenroth

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