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Prignitz Erste Hilfe für die Seele
Lokales Prignitz Erste Hilfe für die Seele
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00:18 25.06.2017
Immer einsatzbereit und gut aufgestellt sind die Prignitzer Notfallseelsorger, die nun den Kontakt zu den Nachbarn suchten. Quelle: Foto: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Sie sind da, wenn andere kaum noch klar denken können vor Schock, wenn Menschen mit Extremsituationen einfach nicht zurecht kommen: Die Notfallseelsorger. Sie werden von Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst geholt, wenn beim Brand, Unfall oder anderen Situationen Beteiligte erste Hilfe für die Seele brauchen. In Perleberg trafen sich jetzt die Notfallseelsorger aus der Prignitz und aus Ostprignitz-Ruppin. Sie wollen eng zusammenarbeiten. Notfallseelsorger sind rund um die Uhr einsatzbereit. Und das, obwohl es Ehrenamtler sind. Organisiert ist die Notfallseelsorge auf Landkreisebene. Unterstützung bekommt sie vom Evangelischen Kirchenkreis Prignitz. Dieser ist im vorigen Jahr durch eine Fusion vergrößert worden, wobei man die Kirchenkreise Prignitz und Kyritz-Wusterhausen zusammengelegt hat. „Durch die Fusion gab es dann plötzlich zwei Notfallteams in einem Kirchenkreis“, so Olaf Glomke. Umso wichtiger ist es den Kontakt zu den Kollegen zu suchen und aufrechtzuerhalten. „Wir kennen uns, nehmen auch gemeinsam an Landestreffen teil. Doch wir wollen uns austauschen, gegenseitig informieren und über eine eventuelle Zusammenarbeit sprechen“, führt der Prignitzer Leiter der Notfallseelsorger fort.

Ein Kennenlernen der Notfallseelsorger

Zwei Kirchenkreise und zwei Teams der Notfallseelsorge bedeutet zwei unterschiedliche Alarmierungssysteme und Arbeitsweisen. So stellten sich beide Kirchenkreise am Mittwochabend erstmalig untereinander vor. Zu Gast waren drei Vertreter der Notfallseelsorge aus Ostprignitz-Ruppin, die sich mit ihren Kollegen aus der Prignitz trafen. Die Helfer sprachen über ihre Arbeit, die personelle Situation und aktuelle Einsatzstatistiken. „Wir wollen überlegen, was wir zusammen machen können“ sagte Olaf Glomke. Eine Zusammenlegung wäre allerdings nicht denkbar. Dafür wäre das Einsatzgebiet schlichtweg zu groß und eine Alarmierung über zwei Landkreise technisch undenkbar. Gemeinsame Fortbildungen, Veranstaltungen und eine gemeinsame Teamarbeit wären möglich und sollen ins Auge gefasst werden, hieß es weiter. Unter den Gästen war auch Stephan Baier, der Landespfarrer und Chef der Notfallseelsorger im Land Brandenburg.

Rund um die Uhr einsatzbereit

In der Prignitz gibt es die Notfallseelsorger seit 2006. Seitdem waren sie in der Lage, durchgängig einen Dienst zu leisten. Etwa 18 Einsätze im Jahr hatten sie zu bewältigen. „Seit diesem Jahr sind wir elf aktive Notfallseelsorger. So viele waren wir noch nie“, sagte Teamleiter Olaf Glomke. Bei Suizid, Unfällen, Übermitteln von Todesnachrichten und der Betreuung von Betroffenen , Beteiligten und Einsatzkräften kommen die Notfallseelsorger zum Einsatz. „Wir sind keine Hobby-Psychologen. Professionelle Arbeit ist uns sehr wichtig. Doch ist eine Stabilisierung der Betroffenen erfolgreich, ist für uns der Einsatz beendet. Wir sind keine Dauerbegleiter“, so Olaf Glomke. Jeder Notfallseelsorger durchläuft zu Beginn eine Grundausbildung. In der Prignitz herrscht dahingehend momentan eine gute personelle Aufstellung. In anderen Kreisen ist ein Aufrechterhalten des Dienstes oft schwierig. Doch die Notfallseelsorge ist durchaus wichtig für Menschen in seelischer Not.

Von Marcus J. Pfeiffer

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