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Erste Veranstaltung im Perleberger Judenhof

Diskussion mit Bürgerrechtler Konrad Weiß Erste Veranstaltung im Perleberger Judenhof

Im Perleberger Judenhof ist ein modernes Mehrzweckgebäude für ein Informations- und Besucherzentrum entstanden. Am Donnerstag, 2. Juli, kann es erstmals besichtigt werden. Danach gibt es eine Diskussion mit dem Bürgerrechtler Konrad Weiß.

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Das neue Mehrzweckgebäude im Perleberger Judenhof .

Quelle: Kulturverein Perleberg

Perleberg. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, der Kulturverein hat die Schlüssel übernommen und am morgigen Donnerstag können sich Besucher erstmals das neue Informations- und Besucherzentrum Judenhof in Perleberg ansehen. Wie Rainer Meißle vom Kulturverein mitteilt, werden er und weitere Vereinsmitglieder ab 17 Uhr zugegen sein, das neue Gebäude offen halten und für Gespräche bereitstehen. „Es gab ja in der Vergangenheit immer mal Fragen“, erklärte er. Und darauf gibt der Verein auch Antworten.

Von der Wirkung des modern gestalteten Gebäudes zeigt er sich sehr angetan. „Wir wussten natürlich, wie es aussehen wird. Aber wie es in dem Hof wirkt, ist schon erstaunlich.“ Große Glasfronten ermöglichen einen Durchblick durch das Gebäude vom Hof in den Hagen. Das Zusammenspiel von Draußen und Drinnen sei schon eindrucksvoll. „Das ist wirklich ein schöner Ort geworden.“

Es geht auch um Antisemitismus in der DDR

Nach Abschluss der Arbeiten legt der Kulturverein gleich mit Veranstaltungen los. So wird am Donnerstag um 19 Uhr Konrad Weiß als Gast erwartet. Der DDR-Bürgerrechtler und Dokumentarfilmer berichtet über die Schwierigkeiten bei der Entstehung seines Film „Dawids Tagebuch“, der auch zu sehen sein wird. Dargestellt und dokumentiert sind die Erlebnisse eines Zwölfjährigen in einem polnischen Dorf. Als der Junge in das Vernichtungslager Treblinka deportiert wurde, blieben seine Tagebuchaufzeichnungen zurück. In dem Gespräch von Rainer Meißle mit Konrad Weiß wird es auch um Antisemitismus in der DDR gehen, über den es von offizieller Seite nur hieß: „So etwas gibt es bei uns nicht.“ Natürlich sollen auch die Besucher in die Diskussion einbezogen werden.

Konrad Weiß wird auch seinen Film über den jüdischen Arzt Janusz Korczak „Ich bin klein aber wichtig“ im Gepäck haben. Rainer Meißle: „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.“

Noch drei weitere Veranstaltungen sind in diesem Jahr noch im Judenhof geplant. Nach der Fertigstellung des modernen Zweckgebäudes, kann nun die Innenausgestaltung beginnen. Die offizielle Eröffnung des Informations- und Besucherzentrums soll im Frühjahr 2017 erfolgen, mit der Eröffnung der Dauerausstellung.

Die Umsetzung des Projektes Judenhof erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Gottfried-Arnoldt-Gymnasiums. So fließen die Ergebnisse der Nachforschungen von Schülern zur Pogromnacht am 9. November 1938 in Perleberg ein, aber auch weitere Projekte sind angelaufen oder sind geplant.

Von Michael Beeskow

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