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Prignitz Es hapert am Mobilfunk
Lokales Prignitz Es hapert am Mobilfunk
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00:18 27.11.2016
Quelle: imago stock&people
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Buchholz

Wenn Autofahrer über die A 24 oder die A 19 brausen kann es sein, dass sie einen akustischen Gruß aus Buchholz bei Pritzwalk im Ohr haben. Der große Sendemast, der etwas entfernt vom Ortsrand in Richtung Seefeld steht, strahlt schon immer Radioprogramme über Ultrakurzwelle (UKW) ab. Seit Sommer dieses Jahres ist nun auch Digitalradio dazugekommen. Das bestätigte Manfred Hermann von der Unternehmenskommunikation der Firma Media Broadcast mit Sitz in Köln. Diese Firma gilt als größter deutscher Dienstleister für Bild- und Tonübertragung. Über den Sender wird der sogenannte DAB+ Bundesmux ausgesendet“, informierte der Sprecher weiter. Gegenwärtig seien das 13 Hörfunkprogramme. Eine Standortabfrage im Internet ergibt sogar ein noch größeres Spektrum. Demnach schickt der Turm bei Buchholz sogar 23 Radioprogramme in digitaler Qualität durch den Äther.

163,7 Meter Höhe sorgen für gute Sendequalität

Das Spektrum reicht von den ostdeutschen ARD-Sendern wie RBB und MDR über das Deutschlandradio bis hin zu Spartenprogrammen wie Schlagerparadies oder Schwarzwaldradio. 23 Sender können in einem Gebiet im Umkreis bis etwa Wendisch Priborn in Mecklenburg-Vorpommern im Norden und südlich etwa bis Glöwen empfangen werden. 13 davon sogar innerhalb von Gebäuden. Geeignete Geräte müssen natürlich vorhanden sein.

Doch der 163,7 Meter hohe Turm hat noch andere Aufgaben. Während Media Broadcast für die Übertragung zuständig ist, gehört der Riese der Deutschen Funkturm, die ihrerseits eine hundertprozentige Telekom-Tochter ist. „Vom Standort Buchholz aus werden noch weitere Dienste betrieben“, sagt Georg von Wagner, Sprecher der Telekom-Hauptstadtrepräsentanz in Berlin. Dazu gehören der Mobilfunkstandard und Datenübertragungsstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), dessen Vorläufer GSM (Global System for Mobile Communications) und die bisher schnellste mobile Datenübertragungstechnik LTE (Long Term Evolution). Letztere Technik wird auf zwei Frequenzen ausgestrahlt, LTE 800 und LTE  2600. Hinzu kommt das eingangs erwähnte alte UKW-Band.

Telekom richtet sich nach Hauptwegen der Menschen

Doch, so fragen sich viele Einwohner von Buchholz und den umliegenden Gemeinden, wie kommt es, dass ein Riesensendemast vor der Haustür steht, der Mobilfunkempfang jedoch miserabel bis unmöglich ist? Vor allem in Groß Woltersdorf gibt es darüber immer wieder Klagen. „Wir orientieren uns an den Wegen, auf denen viele Menschen unterwegs sind“, sagt Georg von Wagner. Das seien viel befahrene Bundes- oder Landesstraßen und natürlich die Autobahnen. Dort wolle die Telekom sicherstellen, dass per Mobilfunk navigiert und telefoniert werden kann. Kleinere Ortschaften seien oftmals von Investitionen ausgeschlossen, weil zu wenige Leute mit zu großen Aufwand erreicht würden.

Allerdings ist die Telekom noch vergleichsweise stark, was die Netzabdeckung in der Gemeinde Groß Pankow angeht. Schlechter schneidet Mitbewerber Vodafone ab. „Unsere Masten stehen grundsätzlich auch Mitbewerbern zur Verfügung, wenn sie diese – gegen Gebühr – nutzen wollen“, sagt Georg von Wagner. Daran, dass sich an der Abdeckung etwas ändert, glaubt er perspektivisch nicht.

Von Andreas König

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