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Etwa 1500 Stellungnahmen zum Windplan

Pritzwalk Etwa 1500 Stellungnahmen zum Windplan

Mit rund 1500 Stellungnahmen zum Regionalplan Windeignung rechnet die regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel. Bis Montag konnten Bürger und Institutionen ihre Sicht der Dinge kundtun. Die Regionalversammlung will bis Ende August einen Zeit- und Arbeitsplan erstellen, wie mit den Einwänden umzugehen ist.

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Mit Einwendungstischen sammelten die Windkraftgegner in Bölzke ablehnende Stellungnahmen zum Regionalplan.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk/Neuruppin. Kistenweise stapeln sich derzeit die Stellungnahmen zum Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel in Neuruppin. Zwei Monate lang hatten alle, die mehr oder weniger von den Plänen betroffen sind, Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge kund zu tun. „Gegenwärtig haben wir noch keinen Überblick, wie viele Stellungnahmen es genau sind“, sagt Ansgar Kuschel, Leiter der Planungsstelle. Die Stellungnahmen seien in vielfältiger Form eingegangen, von der ausgefeilten Stellungnahme bis hin zu handschriftlich niedergelegten Bemerkungen. „Aus den Erfahrungen der Vergangenheit würde ich sagen, dass wir wohl bei über 1500 Stellungnahmen landen werden“, sagte Ansgar Kuschel.

Der übergroße Teil der Stellungnahmen – „positive wie negative“ beziehe sich auf das Thema Windenergie, informierte der Leiter der Planungsstelle weiter. „Höchstens ein Prozent der Stellungnahmen widmet sich den Themen Freiraumschutz und historisch bedeutsame Kulturlandschaften, die ebenfalls Gegenstand des Regionalplans sind“, erklärte Ansgar Kuschel weiter.

Regionalversammlung wird Ende August einberufen

Nachdem alle Einwände registriert sind, sollen sie inhaltlich erfasst und aufgearbeitet werden. „Wahrscheinlich bedienen wir uns dazu eines externen Dienstleisters“, blickte der Leiter der Planungsstelle voraus. Für Ende August werde die Regionalversammlung als höchstes Gremium der Regionalen Planungsgemeinschaft einberufen, um einen Arbeits- und Zeitplan für das weitere Vorgehen zu erarbeiten. Dieses Gremium entscheidet laut Ansgar Kuschel auch darüber, ob die Einwände eine Änderung des jetzt vorliegenden Dokumentes rechtfertigen.

Protest formierte sich in der Prignitz

Im Regionalplan Windeignung werden die Gebiete ausgewiesen, in denen Windkraftanlagen ohne hohe bürokratische Hürden aufgestellt werden dürfen. In der Prignitz formierte sich vor allem in den betroffenen Regionen Widerstand. Dazu zählte zum Beispiel die Region um Pritzwalk mit den Ortsteilen Bölzke und Kemnitz, die Gemeinde Groß Pankow mit Reckenthin oder auch die Gemeinden Plattenburg und Gumtow. Vor allem die Festlegung im Regionalplan, den Mindestabstand zwischen Wohnbebauung und Windkraftanlagen von 1000 Meter auf 750 Meter zu reduzieren, stieß auf Ablehnung.

Der Regionalplan in seiner noch gültigen Form stammt aus dem Jahr 2003. Versuche, einen neuen Plan zu erarbeiten und zu verabschieden, scheiterten bislang. Die Windkraftgegner rechnen es sich als eines ihrer Verdienste an, das ursprünglich vorgesehene Aufstellen von Windkraftanlagen im Wald bis auf weiteres verhindert zu haben.

Von Andreas König

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