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Prignitz Explosion in Wohnhaus gibt weiter Rätsel auf
Lokales Prignitz Explosion in Wohnhaus gibt weiter Rätsel auf
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21:23 22.08.2016
Die Wucht der Explosion in der Osterburger Straße hat Dachziegel abgedeckt und durch die Luft geschleudert. Quelle: Feuerwehr Wittenberge
Wittenberge

Eine Explosion in einem Wohnhaus hat viele Mieter in Wittenberge aufgeschreckt. Am frühen Sonntagmorgen kam es in einer Wohnung in der Osterburger Straße der Elbestadt aus unbekannter Ursache zu der Detonation, wie Toralf Reinhard, Sprecher der Polizeidirektion Neuruppin mitteilte. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden, weil sich die Wohnungsinhaber in Urlaub befanden.

Vorsichtshalber holten Rettungskräfte 31 Menschen aus zwei direkt angrenzenden Wohnhäusern. Ein Statiker hat die Standfestigkeit der Hauseingänge untersucht. Bis auf die Wohnung, in der es zu der Explosion kam, wurden alle anderen Wohnungen wieder freigegeben. Die zunächst vermutete Einsturzgefahr hat sich laut Polizei nicht bestätigt. Die Höhe des Schadens wird laut Polizei auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

Noch kein Anhaltspunkt, warum es zur Explosion kam

Kriminaltechniker haben am Montag den Unfallort zwar untersucht, jedoch noch keinen Anhaltspunkt für die Ursache der Explosion gefunden. „Zunächst wurde vermutet, dass es sich um eine Gasexplosion gehandelt habe“ teilte Polizeisprecher Toralf Reinhard am Montagmorgen mit. „Allerdings gibt es weder in der Küche, wo offenbar das Zentrum der Explosion war, noch in der übrigen Wohnung einen Gasanschluss“, erklärte Toralf Reinhardt weiter. In der Küche befand sich ein )Induktionsherd, der nach Polizeierkenntnissen eingeschaltet gewesen war. Wie lange und unter welchen Umständen, sei noch nicht bekannt. Wohl aber verfügt der Keller des Hauses über einen Gasanschluss.

Bewohner konnten am Montag wieder in ihre Wohnungen zurück

Am Dienstag sollen die Sprengstoff- und Brandursache-Experten des Landeskriminalamtes die Unglücksstelle untersuchen. Bis dahin bleiben die Explosionswohnung selbst, der Keller und das zerstörte Dachgeschoss beschlagnahmt, sagte der Sprecher.

Brandschützer bei der Arbeit. Quelle: Feuerwehr Wittenberge

Die Bewohner des Hauses, die größtenteils bei Verwandten und Bekannten untergekommen waren, konnten am Montag ab 15 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück. Das gilt nicht für die vierköpfige Familie die in de zerstörten Wohnung zur Miete wohnt.

Mitarbeiter des Betriebshofes der Stadt beseitigten die Explosionstrümmer in den freigegebenen Bereichen, informiert Pressesprecherin Christiane Schomaker. Das Haus gehört nach MAZ-Informationen einem privaten Eigentümer, der nicht in Wittenberge lebt.

Eine Wand im Haus ist regelrecht weggeknickt

Neben dem Schaden am Gebäude wurden auch zwei Autos in Mitleidenschaft gezogen, die vor dem Reihenhausblock in der Osterburger Straße geparkt hatten, informiert die Polizei weiter. Wegen des Splitterfeldes ist es gegenwärtig noch nicht möglich, den Innenhof des Hauses zu betreten.

„Wir wurden zunächst wegen eines Großbrandes alarmiert“, sagte Norman Rauth. der für die Öffentlichkeitsarbeit der Wittenberger Feuerwehr verantwortlich ist. Schnell habe sich jedoch das Ausmaß des Schadens gezeigt. Eine nicht tragende Wand im Inneren der Wohnung sei regelrecht weggeknickt, Trümmer der Dachziegel und Splitter von Fensterscheiben lagen weit verstreut in der Umgebung der Explosionsstelle. Die Feuerwehrleute konnten kurz nach Beginn des Löschangriffs „Feuer aus“ melden.

Die Trümmer lagen weit verstreut herum. Quelle: Feuerwehr Wittenberge

Der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann zeigte sich erleichtert, dass keine Menschen verletzt wurden.

Vor fast genau sieben Jahren, am 31. August 2009, ereignete sich in der Kyritzer Straße in Wittenberge eine schwere Gasexplosion, bei der eine Frau starb und ein Mann schwer verletzt wurde. Die genaue Ursache dieser Explosionskatastrophe ist nie gefunden wurden. Die Polizei hatte schließlich die Formulierung gewählt, dass es zu dem Unglück wegen einer Gasexplosion gekommen sei.

Von Andreas König

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