Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Faires Spiel bei der Straßenfußball-EM
Lokales Prignitz Faires Spiel bei der Straßenfußball-EM
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 15.10.2014
Bei der Konferenz zur Straßenfußball-EM 2015: Uwe Koch, Andreas Gerlach, Susanne Krause-Hinrichs und René Tretschok. Quelle: Andreas König
Wittenberge

"Beim Profifußball stehen die Gewinner im Mittelpunkt. Wir kümmern uns auch um die Verlierer", sagt Uwe Koch. Er ist Leiter des Projekts Straßenfußball für Toleranz und mit der Prignitz wohlvertraut. Das Projekt, das 2002 in Brandenburg begonnen wurde, hat sich zur Europameisterschaft gemausert. Im August nächsten Jahres soll das Turnier mit Mannschaften aus 18 Nationen in Prora (Mecklenburg-Vorpommern) ausgetragen werden. Vorbereitet wird das Ereignis mit einer internationalen Konferenz, zu der sich Vertreter der teilnehmenden Nationen auf dem Gelände der Alten Ölmühle in Wittenberge trafen.

"Es gibt wohl keinen besseren Weg, Jugendliche für Respekt, Toleranz und Fair Play zu begeistern als den Sport und da vor allem den Fußball", sagt Andreas Gerlach, Präsident des Landessportbundes Brandenburg. Anders als beim "richtigen" Fußball genießen die Tugenden des Fairplay im Straßenfußball fast höheren Stellenwert als die Jagd nach Toren und Punkten. Diese Idee macht nun auch international Schule und soll im kommenden Jahr in die erste europäische Straßenfußball-Europameisterschaft münden oder wie es die Veranstalter nennen, die erste "European Soccer Championship 2015." Mit dem einstigen Fußballprofi René Tretschok haben die Veranstalter nicht nur einen prominenten Partner ins Boot geholt, sondern auch den Vizepräsidenten der Deutschen Soccerliga. "Aus meiner Erfahrung weiß ich, wie sehr Fußball verbindet, in guten und vor allem auch in schwierigen Zeiten", sagte der Ex-Champions-League-Spieler aus Potsdam.

Die Initiative will Kinder und Jugendliche vor allem in Ostdeutschland gegen rechtsextreme und rassistische Ideologie wappnen. Unterstützt werden die Veranstalter dabei unter anderem von der Flick-Stiftung, die im Jahr etwa eine Million Euro für diese Zwecke aufwendet, wie Geschäftsführerin Susanne Krause-Hinrichs sagte.

Beim Turnier mitmachen können Kinder ab sechs Jahren, wobei die internationalen Teilnehmer "Ü18" sein müssen. Die Vorrundenturniere in Brandenburg finden dann jedoch nicht in der Prignitz statt, sondern in Neuruppin und Prenzlau, Cottbus, Finsterwalde und Forst. "Allerdings haben interessierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, an den Turnieren teilzunehmen", versicherte Uwe Koch.

Zwei Neuerungen beschäftigen die Konferenzteilnehmer: Zum einen sollen verstärkt Flüchtlinge und Migranten in die Fairplay-Aktivitäten miteingebunden werden, zum anderen werden auch die Eltern stärker eingebunden. "Auch da ist in Sachen Fairplay noch viel zu tun", erklärte Uwe Koch. Unsportliches Verhalten der Eltern sei ein ernst zu nehmendes Problem. Bei der EM könnte davon Sieg und Niederlage abhängen.

Von Andreas König

Prignitz Zauberer Johannes Giertz will Überschriften der MAZ vorhersagen - Schlagzeilen und ein Hauch Magie

Johannes Giertz aus Kemnitz (Prignitz) ist 20 Jahre alt, studiert Deutsch und Chemie auf Lehramt - und ist Zauberer. Vor allem die Magie gepaart mit Comedy hat es dem jungen Mann angetan. Für seine neueste Attraktion will er nun jedoch eine Woche im Voraus die Schlagzeilen der MAZ vorhersagen.

14.10.2014
Prignitz Großer Fund für Archäologen an künftiger Deichbaustelle - Geheimnisvolle Spuren im Breeser Dünensand

Unter der Grasnarbe und verschiedenen Erdschichten wird es richtig interessant. Grabungsleiterin Renata Faron-Bartels und ihre Mitarbeiter untersuchen derzeit die künftige Deichbaustelle bei Breese. Das Feld wird in Suchschnitte eingeteilt. "Wir wissen relativ genau, wo wir wonach zu suchen haben", erklärt die Archäologin.

14.10.2014
Prignitz In Pritzwalk werden Bahnübergänge umgebaut - Gelb-Rot-Ampel statt Blinklicht

Am Bahnübergang Wittstocker Chaussee in Pritzwalk stehen bald Sanierungsarbeiten an. Bürgermeister Wolfgang Brockmann hatte den Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung mitgeteilt, dass eine Erneuerung in Form einer Lichtzeichenanlage mit Halbschranken angekündigt worden sei.

14.10.2014