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Falkenhagen: Besuch bei Nordgetreide

Cerealien-Hersteller würde Gigaliner einsetzen Falkenhagen: Besuch bei Nordgetreide

Die Firma Nordgetreide im Gewerbegebiet Falkenhagen hatte Besuch von den CDU-Politikern Sebastian Steineke und Jan Redmann. Der Werkleiter Aziz Bregieth führte sie durch die Firma. Ein Thema bei der Visite war der Einsatz von Gigalinern für den Cerealien-Transport.

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Aziz Bregieth (l.) lässt Sebastian Steineke (2.v.l.), Ronald Thiel (M.) und Jan Redmann Cornflakes Marke Nordgetreide probieren.

Quelle: Foto: Bernd Atzenroth

Falkenhagen. Wer in diese Firmenhallen will, muss erst einmal durch einen richtigen Hochsicherheitstrakt: Ganz klar, bei der Firma Nordgetreide im Gewerbegebiet Prignitz bei Falkenhagen (Stadt Pritzwalk) herrschen aus naheliegenden Gründen strengste Hygienevorschriften. Wer die Schleusen erst einmal passiert hat, kann eine topmoderne Produktionsanlage besichtigen. Dafür nahmen sich der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke, sein Landtagskollege Jan Redmann (beide CDU) und Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel am Freitag Zeit. Der Werkleiter Aziz Bregieth führte sie herum, erklärte alles und ließ die Gruppe verschiedene Sorten an Cerealien probieren, die von hier vor allem an Lidl geliefert werden. Jedes Jahr nehme das Unternehmen „fünf bis sechs Projekte“ in Angriff, erklärte Bregieth – ständige Modernisierung der Werkshallen ist im harten Wettbewerb eine schlichte Notwendigkeit.

Steineke, Redmann und Thiel waren aber nicht nur zur reinen Besichtigung da. Denn obwohl es dem Unternehmen gut geht, hat es auch ein paar Anliegen vorzubringen. Es ist die Firma im Gewerbegebiet Prignitz, die das größte Interesse daran hat, Gigaliner für den Weitertransport ihrer Ware einzusetzen. Der Grund dafür ist einfach: Die Produkte sind zwar leicht, nehmen aber viel Platz ein. Infolgedessen könnte der Einsatz von Gigalinern für das Unternehmen sinnvoll sein – trotz eines vorhandenen eigenen Bahnanschlusses. Zwar ist die Gigaliner-Testphase für ein Jahr genehmigt, aber natürlich stellt man die Frage, was danach kommt – schließlich ist der Einsatz solch großer Fahrzeuge auch mit Investitionen verbunden.

Ronald Thiel wollte bei dieser Gelegenheit massiv für den Standort Falkenhagen werben. Er möchte dabei auch das Land in die Pflicht nehmen: „Ich erwarte, dass das Land auch Strukturförderung für seinen Nordwesten betreibt“, forderte er. Die Bedeutung des Themas Gigaliner liegt darin, dass die nahe am Gewerbegebiet gelegene Autobahnausfahrt von der A 24 die einzige in Nordbrandenburg ist, die auch Gigaliner-tauglich ist. Also ist durchaus denkbar, das Gewerbegebiet zum Logistikzentrum auszubauen. Die riesigen freien Flächen haben dafür aus Thiels Sicht große Vorteile: „Das Gebiet ist voll erschlossen, und Sie können sofort Baurecht bekommen“, sagte er im Gespräch bei der Firma Nordgetreide. Wenn Investoren Fragen hätten, könnten diese auch schnell beantwortet werden. Zudem gebe es hier keine Beeinträchtigungen für die Bürger.

Am Standort Falkenhagen arbeiten in den verschiedenen Firmen insgesamt etwa 1300 Beschäftigte, 120 davon bei Nordgetreide. Der Betrieb bildet auch aus und hat derzeit sieben Azubis. Dennoch ist für Bregieth ein Thema wichtig, das auch alle anderen Arbeitgeber in der Region beschäftigt: der Fachkräftemangel.

Steineke und Redmann waren beeindruckt vom dem, was sie gesehen hatten, und nahmen einige Anregungen für ihre Arbeit mit.

Von Bernd Atzenroth

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