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Prignitz Keine Sommerpause für Windparkgegner
Lokales Prignitz Keine Sommerpause für Windparkgegner
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18:23 02.06.2014
Fariba Nilchian aus dem Pritzwalker Ortsteil Bölzke kämpft gegen den Bau von Windrädern im Waldgebiet Hohe Heide. Quelle: dpa
Bölzke

Fariba Nilchian aus dem Pritzwalker Ortsteil Bölzke, die seit Jahren in der "Initiative gegen Windräder in Wäldern" gegen den Bau von Windrädern im Waldgebiet Hohe Heide kämpft, möchte das Thema an die Abgeordneten herantragen. Damit will sie dem Beispiel von Charis Riemer aus dem Nachbarkreis folgen, die in der jüngsten Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel heftige Kritik an der Entwurfsplanung geübt hatte. Grund war unter anderem, dass zwei Umweltberichte fehlten. Ob die Mitglieder des OPR-Kreistages das Thema auf die Tagesordnung nehmen, ist indessen noch offen.

"Der größte Aufreger ist ja, dass der Entwurf die totale Augenwischerei ist", sagte Fariba Nilchian, die trotz der Sommerpause der Regionalen Planungsgemeinschaft in Sachen Widerstand weiter aktiv ist. Denn die im Plan ausgewiesenen, für Windräder geeigneten Flächen weisen laut Nilchian nicht den tatsächlichen Zustand, sondern ein fiktives Gebilde aus. Die Windeignungsgebiete berücksichtigen nämlich nicht die bereits bestehenden Windparks - und das kritisierten auch schon andere Gegner der zunehmenden Bebauung mit Windriesen. Denn somit werden all die im künftigen Entwurf vorgesehenen Abstandsregelungen zum nächsten Windpark oder zur Wohnbebauung quasi ad absurdum geführt. "Ich denke, die Planer und die Vertreter der Planungsgemeinschaft sind sich dessen bewusst, dass genau das ihr angreifbarster Punkt ist."

Bedenklich ist aus Fariba Nilchians Sicht auch die geplante Abstandsregelung zur Wohnbebauung: "Nach einem Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer soll ja der zehnfache Abstand der Höhe eingehalten werden." Da kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Windräder bei 200 Metern Höhe in der Region noch gebaut werden könnten. "Die Dinger sind nun einmal doppelt so hoch wie vor zehn Jahren", so die Bölzkerin. Da helfe es wenig, den Abstand von empfohlenen 500 Metern im alten - aktuell noch geltenden Regionalplan - auf später 1000 Meter zur Wohnbebauung aufzustocken. Sie hofft, dass die überproportionale Förderung der Windenergie in wenigen Jahren ein Ende haben wird.

Bis dahin dürfte der Kampf ein harter bleiben: Dass 200 Meter hohe Windräder in der Hohen Heide - einem der letzten zusammenhängenen Waldgebiete der Region - gebaut werden sollen, war ein großer Schock für Fariba Nilchian. "Genauso entsetzt war ich aber, dass in der Wittstocker Heide, in unberührter Natur, mehrere große Windparks entstehen sollen."

Das nächste Projekt für die BI ist laut Fariba Nilchian ein ornithologisches Gutachten für die Pritzwalker Seite der Hohen Heide. Die Heiligengraber haben dies bereits vor zwei Jahren veranlasst und sich als Gemeinde gegen die Bebauung positioniert. "Wir haben hier leider geschlafen", bedauert Fariba Nilchian mit Blick auf die Stadt Pritzwalk.

Von Beate Vogel

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