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Fast 500 potenzielle Spender registriert

Pritzwalk Fast 500 potenzielle Spender registriert

Die Registrierungsaktion von potenziellen Stammzellenspendern für Sophie Kukuk am Samstag in Pritzwalk war ein voller Erfolg: Fast 500 Prignitz gaben eine Blutprobe ab. Zu den Organisatoren gehörten Sophies Freundin Maike Hasak, Lehrerin Ines Dallmann und die Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS.

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Viel Schreibarbeit war eine Voraussetzung für die Aufnahme in die DKMS-Datenbank. Der Ablauf in der Goethehalle II war hervorragend organisiert.

Quelle: Beate Vogel

Pritzwalk. 486 neue potenzielle Stammzellenspender sowie 3148 Euro an Geldspenden – das ist das Ergebnis der Registrierungsaktion am Samstag in der Pritzwalker Goethehalle II, zu der für Sophie Kukuk aufgerufen worden war. Die 23-Jährige leidet unter der seltenen Krankheit PNH, die die Blutneubildung stört. Eine Stammzellenspende kann ihr helfen (die MAZ berichtete).

Mit Liebe gebacken

Mit Liebe gebacken: Die Torte mit dem „S“ blieb lange unberührt.

Quelle: Beate Vogel

Wie bei einem Parcours leiteten Helfer die Spender durch die Stationen: Datenerfassung, Zwischenkontrolle, Blutabnahme, Endkontrolle. Den Leitfaden für den Ablauf hatten die Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) vorgegeben. Schon gegen 10 Uhr hatten etwa 100 Freiwillige eine Blutprobe abgegeben, erzählte Maike Hasak, ehemalige Schülerin des Goethe-Gymnasiums und Freundin von Sophie. Sie hatte die Aktion vor Ort mitorganisiert. „Wir sind überglücklich über die Resonanz“, sagte sie auch mit Blick auf die rund 100 Helfer, die kaum alle aufgezählt werden können. Schirmherr war Vize-Landrat Christian Müller.

Frank Müller lässt sich typisieren – ohne Wenn und Aber

Frank Müller lässt sich typisieren – ohne Wenn und Aber: „Halbe Sachen gibt es nicht.“

Quelle: Beate Vogel

Franziska Schubert (15) und Gila Gräbnitz (18) empfingen die Registrierungswilligen bei der Datenerfassung, informierten sie über die Kriterien für die Spender. Lehrerin Ines Dallmann konnte in der Nacht zum Samstag vor Aufregung kaum schlafen, erzählte sie. „Wir hätten schon am Freitag anfangen können, als in der Halle alles aufgebaut war.“ Am Samstag war sie überwältigt vom Erfolg der Aktion. „Sophie, die leider nicht dabei sein kann, wird ständig auf dem Laufenden gehalten“, so Dallmann.

Tombola für ein Trikot

Tombola für ein Trikot: die Mitarbeiter von Glatfelter.

Quelle: Beate Vogel

Einer, der eine Blutprobe abgab, war Frank Müller. Er hatte aus der Zeitung und von einem Freund aus Schönhagen von der Aktion erfahren. „Man kann nur hoffen, dass ein passender Spender gefunden wird“, meinte er, während ihm Kerstin Noack von der KMG-Klinik fünf Milliliter Blut abnahm. Dass die mögliche Stammzellenspende nicht so einfach ist wie der kleine Pieks, ist Müller klar: „Halbe Sachen gibt es nicht“, betont er. Unter denen, die eine Blutprobe abgaben, war auch Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD).

Franziska Schubert und Gila Gräbnitz  informierten  bei der Datenerfassung

Franziska Schubert und Gila Gräbnitz informierten bei der Datenerfassung. Die rote Karte heißt: Wir sind frei und können helfen.

Quelle: Beate Vogel

Die Registrierung sei aber noch keine Verpflichtung, erklärt Benjamin Lieb von der DKMS: „Man kann jederzeit absagen, ohne die Angabe von Gründen.“ Viele, die als Spender abgelehnt werden mussten, gaben Geld. Auch das ist nötig, denn jede Typisierung kostet die DKMS 40 Euro. Geld kam auch bei der Tombola zusammen, die die Mitarbeiter der Falkenhagener Firma Glatfelter auf die Beine gestellt hatten. Verlost wurde ein handsigniertes Trikot des Fußball-Nationalspielers Jerome Boateng. „Wir haben ihn einfach angeschrieben, weil er Botschafter der DKMS ist, erzählt Viola Gärtner-Goosmann, Mitarbeiterin der Firma. Zur Halbzeit waren 340 Lose für je 5 Euro verkauft. Spenden kamen auch beim Kuchenbasar und am Imbiss der Neudorfer Fleischerei zusammen.

Von Beate Vogel

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