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Prignitz Fast zwei Drittel aller Taten aufgeklärt
Lokales Prignitz Fast zwei Drittel aller Taten aufgeklärt
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00:35 19.03.2018
Quelle: dpa
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Perleberg

Nirgendwo im ganzen Land Brandenburg werden so viele Straftaten aufgeklärt wie im Bereich der Polizeiinspektion Prignitz – 2017 lag die Aufklärungsquote bei 62,7 Prozent. Mit diesem erfreulichen Ergebnis wartete Polizeiinspektionschef Dieter Umlauf bei seinem ersten Bericht vor dem Prignitzer Kreistag auf. Allerdings ist anzumerken, dass die Werte für den Monat Dezember noch auf Prognosen beruhen – die Gesamtdaten müssen für Dezember noch auf Prignitz-Ebene heruntergebrochen werden. Dennoch ist festzuhalten, dass sich damit der Trend der vergangenen Jahre bestätigt.

Die schlimmsten Fälle sind gelöst

Zufrieden zeigte sich Umlauf, der Anfang als Polizeiinspektionsleiter die Nachfolge von Peter Schröder angetreten hatte, dass vor allem die beiden schlimmsten Vorkommnisse des Jahres aufgeklärt werden konnten. So wurde die Brandstifterin, die Wittenberge im Frühjahr in Atem gehalten hatte, auf frischer Tat ertappt und nun auch tatsächlich bereits verurteilt.

Auch beim Tötungsdelikt in Perleberg, als ein Tschetschene bei einer Auseinandersetzung mit Afghanen zu Tode kam, wurde ein 17-Jähriger als Tatverdächtiger ausgemacht. Die Sache sei noch in Bearbeitung, es gehe dabei um Totschlag.

Keine Massenunterkünfte – weniger Kriminalität bei Flüchtlingen

Grundsätzlich beurteilte er in Sachen Kriminalität die Lage bei Flüchtlingen in der Prignitz positiv. „Hier gibt es nicht die Massenunterkünfte“, begründete er dies.

Doch spiele der Grundkonflikt zwischen Afghanen und Tschetschenen immer wieder eine Rolle. So war die Polizei alarmiert, als es kurz nach der Tat in Perleberg zu einer Zusammenkunft von Tschetschenen aus dem ganzen Bundesgebiet gekommen sei. Doch erwiesen sich Befürchtungen als unbegründet. Umlauf: „Die haben nur Geld für die Familie gesammelt.“

Wenige durchreisende Tätergruppen

In Sachen Kriminalität sieht Umlauf für die Prignitz insgesamt eine „relativ stabile Lage“. Inklusive der Prognose für Dezember bezifferte er die Zahl der Straftaten 2017, gleich welcher Art, mit 4781, von denen 2981 aufgeklärt worden seien.

Die Aufklärungsquote von 62,7 Prozent sei „absolute Spitze im Land Brandenburg – ganz zu schweigen vom Bund“. Einen Grund dafür sieht er darin, dass „wir es wenig mit durchreisenden Tätergruppen zu tun haben“. Viele Täter seien ortsansässig und infolgedessen der Polizei auch bekannt.

So sind die Zahlen für Einbruchsdelikte in der Prignitz vergleichsweise gering. Ende November lag ihre Zahl für 2017 bei 108, 2016 waren es zum selben Zeitpunkt 112. Die Zahl der Einbrüche in Firmen sank zum selben Stichtag von 120 auf 105. Verständnis für das Bedrohtheitsgefühl vieler Betroffener hat Umlauf übrigens aus eigener Erfahrung – auch er selbst wurde einmal Opfer eines Einbruchs.

„Schulen tun sich oft schwer, offen damit umzugehen“

Weniger positiv fiel seine Bilanz in Sachen Körperverletzung aus. Hier gebe es eine Zunahme und eine sehr negative Entwicklung, in erster Linie verursacht durch alkoholisierte und unter Drogeneinfluss stehende Personen.

In diesem Zusammenhang kritisierte er, dass es „kaum ein Problem“ sei, an den Schulen an Betäubungsmittel zu gelangen, und äußerte Verständnis für beunruhigte Eltern. „Schulen tun sich oft schwer, offen damit umzugehen“, weiß er aus Erfahrung. Schließlich gehe es sehr schnell um den Ruf der Schule.

Von Bernd Atzenroth

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