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Prignitz Erich Honecker kam überraschend ins Museum
Lokales Prignitz Erich Honecker kam überraschend ins Museum
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02:15 22.07.2015
Ein Publikumsmagnet war zweifelsohne der Auftritt des Honecker-Doubles Horst-Erich Rissmann. Quelle: Jens Wegner
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Beuster

Zum großen Museumsfest lud der Verein Blaulichtmuseum Beuster am vergangenen Wochenende nach Beuster (Altmark) ein. „Unsere Sonderausstellung konzentriert sich diesmal auf Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsfahrzeuge. Armeefahrzeuge sind in kleinerem Rahmen aufgestellt. Es sind viele Fahrzeuge dabei, die der Öffentlichkeit bis jetzt noch nicht präsentiert wurden”, sagte der Vereinsvorsitzende, Ralf von Hagen.

Zusammen mit den Staatskarossen waren etwa 110 Fahrzeuge zu sehen. Unter anderem konnten auch die zwei Hafenkräne aus dem Hafen Wittenberge besichtigt werden. Sie wurden instand gesetzt und sind wieder einsatzbereit.

Neben der Polizeitechnik von einst, wie Geschwindigkeitsmessgeräte und Funkgeräte, wurde auch moderne Technik präsentiert.

Kriminalist Peter Habedank erklärte Kriminaltechnik und gab Tipps zum Schutz vor Langfingern. Quelle: Jens Wegner

Peter Habedank, Kriminalhauptkommissar im Bereich Prävention der Polizeiinspektion Prignitz, zeigte aktuelle Kriminaltechnik. Er erklärte interessierten Besuchern den Diebstahlschutz mittels Markierung mit künstlicher DNA. Es gibt zum einen ein Home-Kit für den Innenbereich. Damit können Schmuck oder hochwertige elektronische Geräte markiert werden. Künstliche DNA für den Außenbereich zeichnet sich dadurch aus, dass sie hitzebeständig bis 1000 Grad Celsius ist. Aufgetragen wird künstliche DNA in einer durchsichtigen Markierungsflüssigkeit, als Klebstoff oder als Spray. Die ausgehärtete Markierungssubstanz ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. UV-Licht ausgesetzt, fluoresziert sie. Jedes Kit enthält Microdots mit einem weltweit einmaligen DNA-Code. Der Code kann mit einem Mikroskop ausgelesen werden, womit der rechtmäßige Besitzer des Diebesguts schnell ermittelt wird. Diese Methode basiert auf Abschreckung. Markierte Gegenstände werden mit einem entsprechenden Aufkleber versehen, der auf die DNA-Markierung hinweist. Selbst wenn die Microdots entfernt werden, befindet sich im Klebstoff ein DNA-Strang, der ausgelesen werden kann.

Ein Spurensicherungskoffer wie er sich in jedem Polizeifahrzeug befindet, wurde ebenfalls präsentiert. Er wird zur Spurensicherung von leicht zu behandelnden Tatorten verwendet. In ihm befinden sich alle Utensilien, die man braucht, um Fingerabdrücke zu sichern.

Ist man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Kriminalitätsopfer geworden, hilft der Weiße Ring. Eine von bundesweit 420 Außenstellen des Weißen Rings gibt es seit drei Jahren in Perleberg. Der Weiße Ring hilft Opfern vorsätzlicher Straftaten, wenn das Vorliegen der Straftat plausibel erscheint. Zur Prävention wurden Kinderbücher angeboten, die etwa vor den Gefahren aus dem Internet warnen oder Tipps geben, wie man mit Gewalt umgehen kann.

„40 Opfern konnte der Weiße Ring in Perleberg bereits helfen”, sagte Henk van Essen, einer von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Weißen Rings.

Um die Prävention im Straßenverkehr kümmerten sich die Schutzpolizistin Sandra Hahndorf und Grit Weber von der Prävention der Polizeiinspektion Prignitz. „Beim Autofahren schleifen sich Fehler ein. Oft wird zu dicht aufgefahren”, sagte Grit Weber. Ein Testgerät ermittelt den Anhalteweg bei bestimmten Geschwindigkeiten, abhängig von der Reaktionszeit des Fahrers und der Wetterlage. So beträgt der ermittelte Anhalteweg bei 100 Stundenkilometern, bei nasser Fahrbahn und einer Reaktionsgeschwindigkeit von einer halben Sekunde bereits 90 Meter. Beliebt bei den Gästen war auch das Ausprobieren der Rauschbrillen, die das Sehverhalten unter Alkoholeinfluss simuliert. Am Brandschutzmobil des Kreisfeuerwehrverbands Prignitz informierten Brandschutzfachwart Ralf Arnold und seine Frau Franka über den Nutzen von Rauchmeldern. „Wir haben jedes Jahr 600 Rauchtote. Das ist zu viel. Nach drei Atemzügen Rauch wird man bewusstlos und ist nicht mehr handlungsfähig”, warnte Ralf Arnold. Deshalb sollten Rauchmelder in allen Ruheräumen wie Schlafzimmer und Wohnzimmer sowie auf Fluchtwegen angebracht sein.

Ein Publikumsmagnet war zweifelsohne der Auftritt des Erich-Honecker-Doubles Horst-Erich Rissmann. Zur Belustigung des Gäste hielt er eine Rede über nichtvorhandene Materialengpässe, die Pünktlichkeit der Maurer, die es kaum noch gibt, und die gute Qualität der Pkw Trabant und Wartburg, die noch auf den westdeutschen Straßen rollen.

Von Jens Wegner

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