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Prignitz Feuer in Neubaublock – Stromleitungen zerstört
Lokales Prignitz Feuer in Neubaublock – Stromleitungen zerstört
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20:54 07.02.2016
Im Schnelleinsatzzelt des DRK wurden alle Bewohner auf Rauchvergiftung untersucht. Quelle: Feuerwehr Pritzwalk
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Pritzwalk

„Gebäudebrand groß.“ Am Samstagabend um 20.10 Uhr ging die Alarmierung durch die Leitstelle in Potsdam bei der Pritz­walker Feuerwehr ein. Aus dem Keller eines Neubaublocks an der Straße Meyenburger Tor drang starker Rauch. Wie Einsatzleiter Thomas Lesker berichtete, hatten einige Bewohner das Gebäude schon verlassen. Da aber keine unmittelbare Gefahr für das Leben der noch im Gebäude Verbliebenen bestand, entschied die Feuerwehr, sie nicht zu evakuieren. Dies wäre nur über eine Drehleiter möglich gewesen, da das Treppenhaus stark verraucht war. Neben den Pritzwalkern rückten auch die Wehrleute aus Sadenbeck, Beveringen und Buchholz an.

Quelle: FFW

Nach bisherigem Ermittlungsstand war im Keller des Neubaublocks mit drei Aufgängen und 30 Wohnungen ein Brand ausgebrochen. Die Ursache ist unklar. Was brannte, konnte Thomas Lesker nur erahnen. „Das war sicher lauter Unrat. Wir haben nur noch einer schwarze Masse vorgefunden.“ Das Feuer griff auf die an der Decke befindliche Stromleitung über, was zu einem elektrischen Kurzschluss im gesamten Wohnblock führte. Durch die Lüftungsschlitze zwischen den einzelnen Kellerbereichen verteilte sich der Rauch in allen Aufgängen des Mehrfamilienhauses.

Quelle: FFW

Nachdem der Brand gelöscht war, setzten die Wehrleute Überdrucklüfter ein, um die giftigen Gase aus dem Gebäude zu vertreiben. Alle Bewohner mussten das Haus verlassen. Das DRK hatte ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut, in dem Notarzt und Rettungssanitäter die Bewohner betreuten und untersuchten. Sechs Bewohner erlitten eine Rauchgasintoxikation, zwei mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Der Energieversorger musste den Strom im Wohnblock abstellen.

Mehrere Bewohner kamen bei Verwandten und Bekannten unter, andere bekamen von der Stadt – auch Bürgermeister Wolfgang Brockmann war zugegen – eine Unterkunft gestellt. Einige zogen es vor, bei Kerzenschein in ihren Wohnungen zu verbleiben, da die Heizung weiter funktionierte. Alle Wohnungen sind weiterhin bewohnbar.

Von Michael Beeskow

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