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Prignitz Feuerwehr für alle Fälle
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02:15 07.02.2016
Einen Großbrand hatten die Pritzwalker Kameraden im Juni in der Wallstraße zu löschen. Im Stadtgebiet gab es insgesamt 48 Brände. Quelle: Bihler
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Perleberg

„Die Freiwilligen Feuerwehren werden zunehmend zu Aufgaben herangezogen, für die sie ureigenst gar nicht geschaffen wurden, manche Partner machen es sich leicht“, sagt Erich Schlotthauer, Leiter des Sachbereiches Brand- und Katastrophenschutz in der Kreisverwaltung Prignitz, im Pressegespräch zur Vorstellung des Einsatzgeschehens der Feuerwehren im Landkreis im Jahre 2015.

Aus der von seinem Mitarbeiter Marcus Bethmann geführten Statistik geht hervor, das von den insgesamt 947 Einsätzen im vergangenen Jahr 646 Technische Hilfeleistungen waren. Mit 301 Alarmierungen machten die Brandeinsätze nur 32 Prozent aus. Im Jahre 2014 gab es 266 Alarmierungen zu Bränden und 503 zu Hilfeleistungen. Gebäudegroßbrände gab es voriges Jahr 62, Kleinbrände 75, Flächenbrände 35 und Waldbrände 11. In 23 Fällen musste ein Fahrzeug abgelöscht werden.

Mit 247 war die Zahl der Alarmierungen 2015 sehr hoch. Die Feuerwehren mussten auch Sturmschäden auf den Straßen beseitigen Quelle: Gerd-Peter Diederich

Was die Brandeinsätze betrifft, hätten, wie der stellvertretende Kreisbrandmeister und Pritzwal-ker Stadtbrandmeister Volker Lehmann erklärte, nicht wenige vermieden werden können. Abgesehen von Vorsatz spiele auch Fehlverhalten eine Rolle. So gab es erstaunlich viele Fehlauslösungen von Brandmeldeanlagen durch Unachtsamkeit, beispielsweise Staubaufwirbelung, durch falsche Sensoren oder aber mangelnde Pflege und Wartung. Feuerwehren wurden 78-mal alarmiert, weil so eine Anlage ein Feuer meldete.

Von den kreisweit 646 Hilfseinsätzen werden 247 der Kategorie Hilfeleistung Natur zugeordnet. Besonders in den Monaten Januar, März, Juli und August waren dies vorwiegend Einsätze zur Beseitigung von Sturmschäden auf Straßen. Vom Gesetz her dafür zuständig sind eigentlich die Straßenlastträger, doch ein Bereitschaftsdienst rund um die Uhr fehlt denen. „Ähnlich sieht es mit der Beseitigung von Ölspuren aus, doch wenn Gefahr im Verzug ist, ist die Zuständigkeit für uns natürlich kein Thema“, sagte Volker Lehmann.

Als neues Problem nennt er die mit 78 hohe Zahl von Türnotöffnungen, zu denen die ehrenamtlichen Kräfte gerufen wurden, weil ein Nachbar eine gewisse Zeit nicht gesehen wurde. Zunächst, so Lehmann, sollte man überlegen, ob nicht der Vermieter, ein Verwandter oder anderer Nachbar einen Schlüssel haben könnte und der Vermisste vielleicht verreist oder im Krankenhaus ist.

Als erfreulich sieht Sachbereichsleiter Schlotthauer an, dass die Zahl der Aktiven in den Feuerwehren des Landkreises relativ stabil ist. Ende 2050 waren es 3150 Frauen und Männer.

Mit Hilfe einer 50-prozentigen Landesförderung war für die Jahre 2015/2016 der Kauf von fünf neuen Einsatzfahrzeugen geplant. Ausgeliefert wurde noch keines.

Voriges Jahr wurde der Digitalfunk noch getestet.   Quelle: Bürstenbinder

Eine Erfolgsgeschichte ist, wie von Marcus Bethmann zu erfahren war, die Einführung des digitalen Sprechfunks und der digitalen Alarmierung mit einem vom Mobilfunk unabhängigen eigenen Netz. Innerhalb von sieben Wochen wurden die etwa 250 Fahrzeuge der Feuerwehren, des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes komplett umgerüstet. Seit Ende Juni sind alle Feuerwehren mit digitalen Handsprechfunkgeräten ausgerüstet. Nachdem im vorigen Jahr noch Probebetrieb war, wird der digitale Funk jetzt als Hauptfunk genutzt. Der analoge bleibt zunächst zur Sicherheit noch erhalten.

Von Ulrich Fischer

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