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Feuerwehr startet Spendenaktion

Kunow Feuerwehr startet Spendenaktion

Mit Hilfe einer Spendenaktion wollen die Kunower Feuerwehrleute die Anschaffung einer Schmutzwasserpumpe realisieren. Bei Unwettern könne sich so etwas bezahlt machen, erklären sie. Schon jetzt wurde das ursprüngliche Spendenziel überschritten. Aber an Vorhaben herrscht kein Mangel.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastain Steineke (r.) übergab den Kunower Feuerwehrleuten gestern eine Spende. Quelle: Alexander Beckmann

Kunow. Wer nicht fragt, bleibt ungehört. Nach dem Motto hat die Freiwillige Feuerwehr Kunow kürzlich einen Aufruf auf ihrer Internetseite gestartet: „Es gibt die eine oder andere Sache, die wir gern noch hätten, unter anderem eine Schmutzwasserpumpe für gewisse Einsatzlagen zum Beispiel nach Unwettern.“

„Wir hatten ja dieses Jahr ein Unwetter hier“, berichtet der stellvertretende Wehrführer Thomas Pettke. Innerhalb von 20 Minuten seien die Gräben voll gewesen. Dann suchte sich das Wasser den Weg dorthin, wo man es gar nicht haben wollte. Mit einer eigenen Schmutzwasserpumpe könnte die Feuerwehr auf solche Situationen flexibler reagieren. Bislang gibt es in der Gemeinde Gumtow nur ein Gerät speziell für solche Fälle. „Das teilen sich die Stützpunktfeuerwehr in Gumtow und der kommunale Dienstleistungsbetrieb.“

Das winzige Kunower Gerätehaus, in das kaum das Löschfahrzeug hineinpasst, täuscht über die vielfältigen Aktivitäten der Feuerwehr hinweg

Das winzige Kunower Gerätehaus, in das kaum das Löschfahrzeug hineinpasst, täuscht über die vielfältigen Aktivitäten der Feuerwehr hinweg.

Quelle: Alexander Beckmann

Mindestens 250 Euro, so haben Nachfragen der Kunower Feuerwehrleute ergeben, kostet eine Pumpe, die sich für den professionellen Einsatz beispielsweise in Gräben eignet. Nach oben seien natürlich keine Grenzen gesetzt.

Die Feuerwehr habe mit Spendenaufrufen gute Erfahrungen gemacht, sagt Thomas Pettke. Unter anderem habe man so den Kompressor, Zelte, einen Schwenkgrill oder auch einen Laptop anschaffen können. „Das Nächste wäre vielleicht noch ein Beamer. Alles, was man für die Ausbildung braucht. Wir haben immer die Sparbüchse dabei, wenn wir unterwegs sind. Die aktuelle Aktion startete die Feuerwehr erstmals über eine spezielle Spendenplattform im Internet (www.leetchi.com). „Wir haben uns das bei Stadtfeuerwehren abgeguckt. Wir sind jetzt schon bei 250 Euro“, freut sich der stellvertretende Wehrführer. „Die Gemeinde findet unsere Aktion gut. Die wollen mal sehen, ob sie auch noch was beitragen können.“

Unterstützung durch die Gemeinde Gumtow gelobt

Die Unterstützung durch die Gemeinde Gumtow lobt Thomas Pettke nachdrücklich: „Wir haben da eine sehr gute Zusammenarbeit.“ Aber die Kommune komme ja beispielsweise auch schon für Fahrzeuge und Einsatzbekleidung auf. Alles gehe eben nicht. Und so sei jede Unterstützung willkommen. Außerdem, so Pettke, kämen die Anschaffungen nicht allein der Feuerwehr zugute. Man stelle sie auch anderen Vereinen oder der Kita im Dorf zur Verfügung. „Ist ja Quatsch, wenn sich jeder alles kaufen muss.“

Idee zog weite Kreise

Auf jeden Fall haben die Kunower mit ihrer jüngsten Idee weite Kreise gezogen. Am Donnerstag kam der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke zu Besuch und brachte eine Spende von 250 Euro vorbei. Sein Büro sei auf die Internetaktion der Feuerwehr aufmerksam geworden, die zum Wahlkreis des Politikers gehört. „Wir finden gut, was Sie da machen“, sagte Steineke, der sich auf einer Tour durch die Region befand. „So was hatten wir im Wahlkreis noch nicht.“ Und schließlich gehe es den Feuerwehrleute ja ums Wohl der Bürger und nicht ums eigene Vergnügen. „Machen Sie das weiter so“, riet der Politiker den Feuerwehrleuten und lobte: „Nicht alle Feuerwehren sind so kreativ.“

Thomas Pettke und seine Kameraden freuten sich natürlich. Das Jahr verlief für sie besser als erwartet. Noch bei der Jahresdienstversammlung im Januar war der Mitgliederschwund ein Hauptthema. „Im Moment sind wir in der glücklichen Lage, dass die Feuerwehr wieder wächst“, berichtete der stellvertretende Wehrführer. Speziell tagsüber, bleibe die Einsatzbereitschaft aber ein Problem. Das gilt nicht nur für Kunow.

Das wahre Zentrum des Dorfes

Die freiwillige Feuerwehr gehört in Kunow zu den aktivsten Gruppen, gerade auch abseits von Lösch- und Rettungseinsätzen.

Derzeit zählt die Feuerwehr 24 Mitglieder, von denen maximal 19 für Einsatze zur Verfügung stehen.

Drei Mitglieder bilden die Alters- und Ehrenabteilung. Hinzu kommt ein Jugendlicher.

n diesem Jahr konnte die Feuerwehr drei neue Mitstreiter begrüßen. Für 2017 haben sich weitere angekündigt.

Letzte öffentliche Veranstaltung war das Herbstfeuer im Oktober. Ab dem nächsten Frühjahr sind weitere geplant.

Von Alexander Beckmann

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