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Feuerwehr will Wittenberge nachbauen

Schienen, Fahrzeuge, Häuser für Planspiele gesucht Feuerwehr will Wittenberge nachbauen

Den Blick für Einsatzszenarien schulen – das möchte die Wittenberger Feuerwehr ihren Mitgliedern ermöglichen. Zu diesem Zweck soll eine Planspielplatte gebaut werden, die wichtige Einrichtungen der Elbestadt im Modell nachbildet. Die Kameraden bitten um Sachspenden: gesucht werden Schienen, Straßen, Gebäude, Fahrzeuge, Figuren, Pflanzen im Maßstab 1:87.

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Eine Planspielplatte wie die der Landesfeuerwehrschule Eisenhüttenstadt suchen die Wittenberger Feuerwehrleute für ihre Einsatzübungen.

Quelle: Privat/Andreas König

Wittenberge. Wenn es brennt oder anderweitig heiß hergeht, sind kühle Köpfe gefragt. Vor allem in einer Stadt mit so vielfältiger Infrastruktur wie Wittenberge ist ein planvolles koordiniertes Vorgehen der Einsatzkräfte der Feuerwehr Voraussetzung für den Erfolg. Die Wittenberger Wehr möchte eine Planspielplatte bauen und sucht noch Requisiten in Form von Sachspenden. Wie Norman Rauth, Presseverantwortlicher der elbestädtischen Feuerwehr informiert, sind zwar bereits erste Zuwendungen eingegangen. Aber das reicht noch nicht. Denn einen geübten Blick für die Einschätzung der Lage bekommt man nur vom Üben. Und das lässt sich mit Hilfe eines maßstabsgerechten Stadtmodells nun einmal besser als mit Hilfe von Karten. Ein bewährtes Hilfsmittel sind sogenannte Planspielplatten. Man kennt solche modellhaften Darstellungen der Realität aus den berühmt-berüchtigten Sandkastenspielen des Militärs, aber die Wittenberger möchten mit den realen Gegebenheiten ihrer Stadt planen können, wenn es um Rettung von Menschenleben sowie Hab und Gut geht.

„Eine Planspielplatte ermöglicht die visuelle Simulation von Schadensereignissen in Miniaturform. So können verschiedene Szenarien erstellt und besprochen werden“, sagt Norman Rauth. Die Wittenberger Feuerwehr ist daher auf der Suche nah Sachspenden aus dem Modellbaubereich. Gefragt sind Modelle des Maßstabs H0 (1:87) wie man ihn aus dem Modelleisenbahnbau kennt. „Egal ob Schienen, Straßen, Gebäude, Fahrzeuge, Figuren, Pflanzen, Farben, Kleber und vieles mehr – all das hilft uns weiter“, sagt Norman Rauth. Der Zustand der Miniaturgegenstände muss dabei nicht der beste sein, es geht vor allem um die Anschaulichkeit.

Erfahrung im Modellbau

Als Vorbild haben die elbe­städtischen Kameraden die Planspielplatten aus der brandenburgischen Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt gewählt. Dort ist man natürlich bestens ausgestattet und verfügt sogar über originalgetreue Modelle aktueller Feuerwehreinsatztechnik.

Auf einen gewissen Erfahrungsschatz können die Wittenberger Feuerwehrleute allerdings auch zugreifen. Bis vor wenigen Jahren existierte in den Reihen der Wehr eine eigene Modellbaugruppe. Sie befasste sich mit dem Nachbau authentischer Feuerwehrtechnik im Modellmaßstab. „Die Gruppe als solche ist zwar aufgelöst, aber wir können noch immer auf das Wissen und Können einiger Mitglieder zurückgreifen“, erklärt Norman Rauth. Eine Fachgruppe hat bereits die Arbeiten begutachtet. So ist er zuversichtlich, dass – Spendenbereitschaft vorausgesetzt – bereits im nächsten Jahr mit dem Bau der Planspielplatte begonnen werden kann. Allerdings ist ein Modell Wittenberges nicht ganz einfach zu bauen. Die Stadt verfügt über einen großen Bahnknotenpunkt, mehrere Industriebetriebe, eine aus mehreren Vierteln bestehende Innenstadt, mehrere Häfen und verschiedenen Bundesstraßen. Auch die künftig bei Wittenberge verlaufende A 14 muss beim Modellieren berücksichtigt werden. Dennoch sollen die für die Einsatzplanung der Feuerwehr notwendigen wesentlichen Elemente des städtischen Inventars auf einer normalen Modellplatte von ungefähr zwei mal drei Metern Größe angeordnet werden.

Hinweis : Sachspenden können in der Wache, Weisener Straße 59, abgegeben werden. Um Anmeldung wird gebeten unter robert.kaliske@feuerwehr-wittenberge.de, 0172/1 02 40 21 (Ortswehrführer Lars Wirwich).

Von Andreas König

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