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Feuerwehrdenkmal ist saniert

Perleberg Feuerwehrdenkmal ist saniert

Das „Heldendenkmal für die gefallenen Feuerwehrmänner des Ersten Weltkriegs“ in Perleberg ist restauriert. 4000 Euro hat der Bürgerverein, unterstützt vom Lions Club dafür aufgewendet. Das Gesicht konnte Restauratorin Liviana Scholz der Skulptur allerdings nicht zurückgeben. es war nur auf einem alten Foto zu sehen, jedoch ohne Details erkennen zu lassen.

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Das Denkmal am Wallgebäude  in Perleberg für die im I. Weltkrieg gefallenen Perleberger Feuerwehrleute wurde auf Betreiben des Bürgervereins Perleberg restauriert und seiner Bestimmung übergeben.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Es ist ein in grünlichem Stein gehaltener Mann in Uniform, der von der Giebelseite des Perleberger Wallgebäudes auf die Betrachter hinunterblickt. Doch „blicken“ trifft es nicht, denn der Feuerwehrmann hat kein Gesicht. Die Skulptur ist zwar gerade erst restauriert worden, aber genau dieses wichtige Detail blieb ausgespart – aus gutem Grund, wovon noch zu reden sein wird.

Der Perleberger Bürgerverein hatte sich des vom Zahn der Zeit arg benagten „Heldendenkmals für gefallene Feuerwehrmänner des Ersten Weltkriegs“ angenommen und restaurieren lassen. Das war kein ganz leichtes Unterfangen, wie Malte Hübner-Berger, Vorsitzender des Bürgervereins Perleberg andeutete. Die Beschaffenheit des aus der Zeit nach 1918 stammenden Denkmals musste zunächst festgestellt werden. Das dazu notwendige petrographische (gesteinskundliche) Gutachten wurde vom Besitzer des Wallgebäudes, Hanno Reck, bezahlt.

Gesicht war nicht zu erkennen

Auch der Denkmalschutz brachte sich in das Projekt ein. Auf seine Entscheidung geht auch die Tatsache zurück, dass der restaurierte Feuerwehrmann keine erkennbaren Gesichtszüge mehr hat. „Es gibt eine historische Schwarz-Weiß-Fotografie, aber die ist sehr unscharf, weswegen das Gesicht nicht zu erkennen ist“, berichtete Malte Hübner-Berger.

Die Denkmalschutzbehörde habe sich dafür entschieden, lieber den verwitterten, gesichtslosen Zustand beizubehalten als zu spekulieren, wie das Antlitz ausgesehen haben könnte und womöglich etwas nicht Authentisches zu schaffen.

Unklar, wie viele Perleberger Feuerwehrleute gefallen sind

Derlei lag auch der Konservatorin Liviana Köhn aus Berlin fern. Behutsam und in hoher Qualität gab sie dem Feuerwehrmann seine Gestalt zurück – nur eben ohne Gesicht. Ein Glasdach bewahrt den Feuerwehrmann vor den schädlichen Einflüssen von Niederschlägen. Zwar zeigt die Skulptur im Hintergrund einen Stahlhelm und Grabkreuze, doch außer dem Begriff „Heldendenkmal“ hat das Mahnmal wenig militaristisch-heroisches an sich. Auch die Inschrift unter der Skulptur ist bemerkenswert sachlich gehalten. „Gewidmet der Freiwilligen Feuerwehr“ ist dort zu lesen. „Wie viele Perleberger Feuerwehrleute im Ersten Weltkrieg gefallen sind, wissen wir nicht genau“, sagte Malte Hübner-Berger. Es dürften jedoch einige gewesen sein.

Der Bürgerverein hat sich bewusst dafür entscheiden, dieses Denkmal wieder herrichten zu lassen, wohl wissend, dass Kriegerdenkmäler umstritten sind. „Unserem heutigen Sprachgebrauch würde es nicht mehr entsprechen, die Erinnerung an die gefallen Feuerwehrleute des Ersten Weltkrieges mit ’Heldendenkmal’ zu bezeichnen“, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins. „Aber die Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Feuerwehrmänner ist auch heute angemessen.“ Eine Delegation der Perleberger Feuerwehren erwies dem Denkmal die Ehre. 4000 Euro hat die Restaurierung gekostet. Der Förderverein des Lions Club hat 10000 Euro beigesteuert.

Von Andreas König

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