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Prignitz Feuerwehrmann rettet Nachbarn vor Feuer
Lokales Prignitz Feuerwehrmann rettet Nachbarn vor Feuer
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00:21 06.11.2017
Aus der Brandwohnung drang dunkler Rauch. Die Bewohner des Eingangs waren bereits in Sicherheit. Quelle: Norman Rauth
Wittenberge

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz mussten am Donnerstagabend die Mitglieder der Wittenberger Feuerwehr ausrücken. In einem mehrgeschossigen Plattenbau in der Dr.-Salvador-Allende-Straße war ein Brand ausgebrochen. 16 Menschen wurden aus dem betroffenem sowie dem daneben befindlichen Aufgang in Sicherheit gebracht. Als die Feuerwehr Wittenberge eintraf, waren freilich die Bewohner bereits in Sicherheit gebracht. René Formella, eingesetzter Gruppenführer bei der elbestädtischen Wehr, hatte die Betroffenen selbst benachrichtigt und ins Freie gebracht.

René Formella in Montur. Quelle: Andreas König

„,Als mein Pieper ging, stand ich gerade in der Schlange im Supermarkt“, sagt René Formella. „Gebäudebrand groß in der Salvador-Allende-Straße 7 – lautete die Meldung. Das ist doch meine Wohnung’ schoss es mir durch den Kopf. Ich bin sofort hin und habe gesehen, wie Rauch aus der Wohnung im vierten Obergeschoss drang“, sagt der Feuerwehrmann. Ohne zu zögern, ging er von Wohnungstür zu Wohnungstür, forderte seine Nachbarn auf, ihre Quartiere und den bereits stark nach Rauch riechenden Block zu verlassen. „Vorwiegend sind es ältere Mitbewohner, die älteste Dame ist 83“, berichtet René Formella. Aber auch eine Mutter mit zwei kleineren Kindern und ein Flüchtlingspärchen gehörten dazu.

Als die Feuerwehr kam, waren die Personen in Sicherheit

Seine Nachbarn erkannten seine Autorität als Feuerwehrmann natürlich trotz der fehlenden Uniform sofort und folgten der Aufforderung. Lediglich eine ältere Dame huschte in einem unbeobachteten Moment noch einmal in ihre Wohnung, „weil sei ihre Medikamente brauchte“, erklärt René Formella. Zum Glück ist der Frau nichts passiert. Das gilt für alle 16 Bewohner, die René Formella in Sicherheit gebracht hat. „Kamerad Formella hat sehr umsichtig und völlig korrekt gehandelt“, lobte Norman Rauth, der bei der elbestädtischen Wehr für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Er hat im Grunde das wichtigste organisiert, nämlich die Personennrettung und konnte dem Einsatzleiter auf diese Weise nicht nur wertvolle Zeit sparen helfen, sondern auch noch wichtige Informationen geben.“

Die Einsatzkräfte konnten auf diese Weise sofort mit der Brandbekämpfung beginnen, während ein zweiter Trupp unter schwerem Atemschutz ins Gebäude ging, um die restlichen Bewohner in Sicherheit zu bringen.

Der Brand brach vermutlich an einer defekten Steckdose aus. Die Polizei ermittelt die genaue Ursache noch. Während die meisten Bewohner des Blocks einige Zeit nach dem Einsatz wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, verbrachten der Mieter der Brandwohnung und zwei weiter Mieter die Nacht bei Verwandten und Bekannten. Auch die Wohnung von René Formella wurde vom Löschwasser so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er zunächst bei Verwandten unterkam. „Das hätte auf jeden Fall schlimmer ausgehen können“, ist Norman Rauth überzeugt. René Formella sagt bescheiden: „Ich habe getan, was nötig war, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Dafür bin ich Feuerwehrmann.“

Von Andreas König

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