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Fiesen Stoffen auf der Spur

Forscher testet Belastung von 15 Wittenberger Kindern Fiesen Stoffen auf der Spur

Weichmacher, Duftstoffe, Farben ‒ vieles von dem, womit Erwachsene in Kontakt kommen, hat ernste gesundheitliche Auswirkungen. Noch stärker gefährdet sind Kinder. Das ist einer der Gründe, warum das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut Studien zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durchführt. Kürzlich waren die Forscher in Wittenberge.

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Bereits 2010 wurden Wittenberger Kinder untersucht.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Vor einigen Wochen bereits waren Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts in Wittenberge wie in 167 anderen deutschen Städten unterwegs, um die Gesundheit von repräsentativ ausgewählten Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren zu untersuchen. In einem weiteren Schritt soll vom 27.Juni bis 5. Juli die konkrete Belastung mit Schadstoffen und anderen Chemikalien im häuslichen Umfeld gemessen werden, wie Marike Kolossa sagte. Sie ist Leiterin des Fachgebiets Toxikologie und gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung im Umweltbundesamt und verantwortlich für die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

"Darin werden neben bekannten Schadstoffen auch weltweit erstmalig neue Stoffe untersucht", sagt die Expertin. Dazu gehören technische Lösungsmittel, neue Weichmacher, die nach dem Verbot ihrer gefährlichen Vorgängerstoffe eingesetzt werden, oder bestimmte UV-Filter, die unter anderem in Sonnenschutzmitteln verwendet werden. Untersucht wird jedoch nicht nur die häusliche Umgebung selbst, sondern auch, inwiefern Kinder und Jugendliche diese Stoffe in ihren Körpern aufgenommen haben. "Zwingend nötig für solche Angaben ist die Untersuchung von Blut- und Urinproben", erklärt Marike Kolossa. "Wir haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche fiese Stoffe ausfindig gemacht, die dann verboten worden sind", sagt die Wissenschaftlerin. "Aber statt der alten werden neue Chemikalien eingesetzt. Deren Gefahrenpotenzial müssen wir ergründen. Genau das schaffen wir mit der Studie."

Neben der Untersuchung der Kinder selbst werden auch Proben aus dem Trinkwasser, der Luft und dem Staub genommen, um sie zu untersuchen. "Sollte irgendetwas Bedenkliches in der Umgebung sein, erfahren es die Teilnehmer der Studie nach einer gewissen Zeit", sagt Marike Kolossa. Wegen der aufwändigen Untersuchungen könne das zwischen vier und sechs Monaten dauern.

Deutschlandweit werden 2500 Kinder und Jugendliche untersucht.

Von Andreas König

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