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Filmfest in Meyenburg wird fortgesetzt

Auftakt im Schloss begeisterte Filmfest in Meyenburg wird fortgesetzt

Das erste Kinderfilmfest in Meyenburg begeisterte nicht nur die Kinder, sondern auch die Begleitpersonen. Für Axel Voigt, Leiters des Modemuseums, und Erzieherin Petra Hahn, ist klar: Es soll eine Fortsetzung geben. Den Kindern wurde ein Rundumpaket geliefert: ein toller Film, Entdeckungen im Schloss und Geschichte zum Anfassen.

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Spannend war der Rundgang durchs Museum nach dem Film. So begeisterten etwa die Hüte.

Quelle: privat

Meyenburg. Kinder im Meyenburger Modemuseum? Das klingt ein bisschen anstrengend – aber auch nach unheimlich viel Spaß. Erlebt haben den die Teilnehmer des ersten Meyenburger Kinderfilmfestes in den Winterferien. Nach dessen Auswertung ist jetzt für die Organisatoren klar: Es soll in den Sommerferien eine Neuauflagen geben. „Der Ansatz soll sein, eine pädagogische Museumsarbeit mit Kindern und Jugendlichen anzubieten und die Kooperationen vor Ort zu stärken“, sagte Museumsleiter Axel Voigt.

Die Idee, die Zusammenarbeit zwischen der Kita und den Einrichtungen im Schloss zu intensivieren, hatte Voigt. Er holte neben der Kita und dem Schlossmuseum auch die Bibliothek und das Kreismedienzentrum mit ins Boot. Dort konnte auch der als pädagogisch wertvoll eingestufte Film ausgeliehen werden: „Stella und der Stern des Orients“. Das Mädchen Stella entdeckt in einem alten Kleiderschrank eine Zeitmaschine und landet in der Zeit um 1900. Sie lernt ihre Großmutter als Kind kennen und sieht, wie die Kinder damals lebten. Alte Kleider, Lampen, Grammophon, die Registrierkasse, ein riesiger Reisekoffer und andere historische Alltagsgegenstände – alles Dinge, die sich im Museum finden und die die Filmbesucher vor und nach der Vorstellung, die übrigens unterm Dach stattfand, erkunden konnten.

„Die Kinder hatten dazu verschiedene Aufgaben bekommen“, so Voigt: So sollten sie sich nicht nur für den Tag festlich anziehen. Im Film galt es zu beobachten, was den Menschen im Alltag um 1900 zur Verfügung stand: „Heute kennen die Kinder Handys, Autos und Flugzeugen“, so Voigt. So kamen alle miteinander ins Gespräch: über Zeit, die Sprache, die damals gesprochen wurde und vieles mehr. Ebenso wie der Film begann auch der Tag für die Kinder auf dem Dachboden, den sie über eine Wendeltreppe erreichten. „Sie kamen in Ecken im Schloss, die sonst niemand zu sehen bekommt“, erinnerte Voigt. Und dort endete er auch, nach einer spannenden Schatzsuche durchs Schloss.

Erzieherin Petra Hahn setzt ebenfalls auf eine Fortsetzung des Projektes, das so viele Bereiche streifte. „Die Kinder erzählten es ihren Eltern und brachten sie ins Museum.“ Sie lobte die tolle Atmosphäre, die Museumsleiter Voigt hinbekommen habe. Sogar einen Abstecher in die altdeutsche Schrift habe es gegeben. Hahn lobte die Begleitung durch das Kreismedienzentrum. „Schade nur, dass die Kinderfilmtage immer nur in Perleberg stattfinden, das ist für entfernte Kommunen sehr schwierig.“

Die Kinder selbst erzählen auch noch Tage nach dem Erlebnis begeistert von dem Filmtag im Museum. „Wir haben so viele Sachen gesehen, Hüte, einen Riesenkoffer und eine alte Kasse“, erzählt der siebenjährige Eddy Lounas Möller. Die neunjährige Emely Kuschinski fand die Kleider toll, die sie im Film und im Museum gesehen hat. „Das würden wir gern noch mal machen“, sagen die beiden.

Von Beate Vogel

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