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Prignitz Filmkunst am Feldrand
Lokales Prignitz Filmkunst am Feldrand
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00:49 24.08.2014
Jules läuft konzentriert auf die Kamera zu. Der Drehort in Rohlsdorf passte perfekt für das Team. Quelle: Beate Vogel
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Rohlsdorf

Hinter dem alten Bauernhaus in Rohlsdorf herrscht angespannte, aber ruhige Geschäftigkeit. Es wird gedreht. Alle Blicke richten sich auf den Hinterausgang des Hauses. "Action", ruft einer - alle sind still. Die Tür öffnet sich, ein Junge in brauner Strickjacke und mit einem alten Fußball unter dem Arm hopst die Treppe herunter. Er geht direkt auf die Kamera zu, deren Display die Kameraleute mit ihren Jacken vor der Sonne schützen, damit es nicht blendet.

Am Set, ein Stück die Dorfstraße herunter, sprechen die Teammitglieder gefühlte 15 Sprachen: Englisch natürlich, Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch... Die Crew, die die beiden Regisseure Yu Watanabe aus Japan und Krishna Siriam aus Indien zusammengestellt haben, kommt aus der halben Welt. Neben den Europäern sind Filmstudenten aus den USA dabei, die Kostümbildnerin ist sogar aus Uruguay. Viele leben oder lebten in Berlin. Yu Watanabe und Krishna Siriam kennen sich aus der Highschool in Singapur. Jetzt drehen sie den Kurzfilm "The Edge" (frei übersetzt: die Grenze).

Es ist ihr erster Film, erklärt Florian Wenzel, der im Team für die Organisation zuständig ist. Sie haben auch das Script selbst geschrieben. "Der Altersdurchschnitt am Set liegt bei 24 Jahren." Gefunden hat sich die internationale Crew übers Internet. "Das ist ja heute über Facebook völlig unproblematisch", meint Florian Wenzel. Der Jüngste im Team ist mit 13 Jahren Jules Salter. Er spielt den Jungen Simon und ist mit seinem Vater und seiner Schwester am Filmset. Es ist seine erste Rolle.

Jeff Burell, der in dem Low-Budget-Film den Vater des Jungen verkörpert, drehte dagegen schon mit ganz Großen: "Nymphomaniac" von Lars von Trier, "The Ghost Writer" von Roman Polanski oder zuletzt "A Hologramm for the King" von Tom Tykwer. Auch namhafte deutsche Regisseure stehen in seiner Vita, etwa Frank Beyer mit "Das letzte U-Boot". Der Dreh mit den jungen Regisseuren macht ihm aber großen Spaß, sagt Burell, der in Berlin lebt: "Ich weiß ja vorher, dass es hier und da am Set ein bisschen chaotisch ist. Aber ich bin gern dabei, auch wenn ich kein Geld bekomme." Mit seiner Erfahrung kann der Mime dem Team hier und da ein paar Tipps geben. "Aber ich vergesse dabei nie, dass es ihr Film ist."

Die Crew arbeitet hart, erzählt Florian Wenzel. Um 7 Uhr gibt es Frühstück, dann wird etwa zwei Stunden lang der Drehort vorbereitet. Bis 20 Uhr, 20.30 Uhr wird gedreht. Am Montag war der erste Drehtag. Die Ausrüstung haben die jungen Regisseure ausgeliehen, weiß Florian Wenzel. Am Donnerstag wurden acht Szenen gedreht.

Nur zehn Minuten lang wird der Kurzfilm "The Edge" von Yu Watanabe und Krishna Siriam. Im Oktober soll er fertig sein. Mit dem Film wollen sich die beiden jungen Regisseure auf verschiedenen Festivals bewerben. In dem Drama wird es darum gehen, wie der junge Simon sich gegen seinen Vater auflehnen muss, um sich selbst zu finden. Dieser hält ihn im Haus fest, nachdem die Mutter gestorben ist - er hat Angst vor einem weiteren Verlust. Die Privatlehrerin Miss Diane unterstützt Simon. Es geht um die eigene Identität und ums Loslassen. "The Edge" symbolisiert die Feldgrenze am Wald, in den Simon hineinläuft.

Von Beate Vogel

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