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Prignitz Filmwohnung wird für Dreh entkernt
Lokales Prignitz Filmwohnung wird für Dreh entkernt
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18:44 15.03.2017
Mit mächtigen Hieben rückt Stefan Vorghein der Wand in der Plattenbauwohnung am Meyenburger Tor in Pritzwalk zu Leibe. Das Filmteam benötigt Platz für die Dreharbeiten. Quelle: Andreas König
Pritzwalk

Wenn Stefan Vorghein den Hammer schwingt, erzittert das gesamte Treppenhaus. Der Hüne aus Berlin schlüpft gemeinsam mit Armin Rosenlehner gegenwärtig in die Rolle eines Abrisskommandos. Dabei kümmern sich die beiden sonst um die Sanierung von Altbauten. Doch der Einsatz am Meyenburger Tor in Pritzwalk geschieht vor allem der Kunst willen. Lea Pech, Armin Rosenlehners Ziehtochter, wie er sagt, ist Kamerafrau bei der Filmproduktion von Studenten der Filmuniversität Babelsberg. Die Studenten bereiten den Dreh für ihren Zweitjahresfilm in Pritzwalk vor (MAZ berichtete).

Laut Drehbuch stürzt ein älterer Mann in einer Plattenbauwohnung morgens beim Duschen so schwer, dass zwei seiner Wirbel brechen und er von der Brust abwärts gelähmt ist. Regisseur Ali Tamim will den 15-minütigen Streifen als Kammerspiel inszenieren, das nicht nur den Überlebenskampf des einsamen Mannes zeigt, sondern auch die großen Fragen des Lebens aufgreift.

Platz für Kameras und Technik

Doch bevor die erste Klappe fällt, muss die Wohnung zum Drehort umgestaltet werden. Und das heißt vor allem: Wände raus. Die Wohnungsbaugesellschaft „Vereinte Kraft“ Pritzwalk hat den Studenten insgesamt drei Wohnungen zur Verfügung gestellt. Während in einer der Film gedreht werden soll, stehen die beiden anderen dem Filmteam als Basis zur Verfügung. Insgesamt zwei Wände müssen herausgebrochen werden.

„Zum einen brauchen wir Platz für die Kameras und andere Technik, zum anderen muss das doch recht kleine Badezimmer so erweitert werden, dass wir überhaupt drehen können“, erklärt Judith Prollius, die als Szenografin dafür verantwortlich ist, dass alles technisch funktioniert und ein stimmiges Gesamtbild abgibt. Zwar haben die Studenten klar zugewiesene Verantwortlichkeiten, doch lege sie jederzeit mit Hand an, wenn es darauf ankommt. Szenenbildnerin Florence Stadelmann und Kamerafrau Eva Pech räumen beispielsweise den Bauschutt zusammen.

Drehbeginn rückt näher

Nachdem Stefan Vorghein die Wand mit dem riesigen Hammer malträtiert hat, will Armin Rosenlehner lieber eine Steinsäge einsetzen. „Es ist unglaublich, wie stabil diese Wände sind“, sagt der Fachmann. Die Wände in den DDR-Plattenbauten standen ja früher in dem Ruf, nicht besonders dick zu sein. Hellhörig sind sie noch immer, wie man an dem Lärm merkt, der fast ungehindert durchs Haus dröhnt. Aber der Bewehrungsstahl in den Wänden erfordert einigen Aufwand, um eine filmgerechte Kulisse zu erzielen. „Wir gehen durch das Haus, stellen uns vor und bitten um Verständnis“ erklärt die Szenografin Judith Prollius. Sie ist derzeit am häufigsten in Pritzwalk unterwegs.

Unterdessen rückt der Drehbeginn näher. Am 3. April soll es losgehen. Produktionsleiter Fridolin Lehmann führte in Potsdam bereits Gespräche mit Schauspielern. Namen konnte er noch nicht nennen, aber es soll ein bekannter Schauspieler die Hauptrolle spielen. „Ich muss mich zunächst noch mit dem Regisseur besprechen“, eher eine Entscheidung getroffen werden kann“, sagt Fridolin Lehmann. „Doch die Suche nach dem geeigneten Darsteller ist ja nicht das einzige. Bei solch einem Film sind sehr viele Dinge vorzubereiten und in die Wege zu leiten“, berichtet der junge Mann.

Von Andreas König

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