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Prignitz Firma putzt Queen Mary mit Hochdruck
Lokales Prignitz Firma putzt Queen Mary mit Hochdruck
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02:15 22.04.2017
Gernot Buchendorf (Mitte), Geschäftsführer der Firma Aquatec, begrüßte gestern Landrat Torsten Uhe (l.) und Steffen Kammradt. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Wenn große Energiekonzerne die Masten ihrer Windkraftanlagen entsorgen wollen, wenden sie sich immer öfter an ein Unternehmen aus Wittenberge. Vor allem, wenn es um Off-Shore-Anlagen geht, sind die Spezialisten um Geschäftsführer Gernot Buchendorf und Projektmanager Christoph Steffen gefragt.

Einsatz vor der Nord- und Ostseeküste

Die Firma Aquatec ist zwar noch nicht auf allen Weltmeeren zu Hause, aber mit ihrer Hoch- und Niederdrucktechnik hat sie sich mittlerweile einen Namen gemacht, wenn es ums „Schneiden mit Wasser“ unter schwierigsten Bedingungen geht. Zum Beispiel, wenn es gilt, einen konstruktiven Fehler in der Gründung von großen Windkraftanlagen vor der Nord- und Ostseeküste zu beheben. Es waren höchst abenteuerliche Geschichten, von denen Gernrot Buchendorf erzählte. In Steffen Kammradt, dem Chef der Wirtschaftsförderung Brandenburg (vormals Zukunftsagentur), Landrat Torsten Uhe, dem Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann und dem Chef der kreislichen Wirtschaftsfördergesellschaft Uwe Büttner fand er ein interessiertes Publikum.

25-mal so viel Druck wie ein normaler Hochdruckreiniger

Aquatec ist inzwischen zu einer Firmengruppe gewachsen. Keimzelle ist die Aquatec Hoch- und Niederdrucktechnik, hinzu kommt Aquatec Energy und die Firma Aquatec On- und Offshore Service. Bis auf die Energiesparte setzt Aquatec auf die Kraft des Wassers. Mit bis zu 2500 Bar, 25-mal mehr als ein handelsüblicher Hochdruckreiniger, schießt der scharfe Strahl aus feinen Düsen und beseitigt nahezu alles, was ihm in die Quere kommt. Mit dieser Technik ist es beispielsweise möglich, Beton, oder sogar Stahl zu schneiden.

Roboter halfen bei der Reparatur von Windrad-Masten

In den vergangenen Jahren haben die Wittenberger ihre Verfahren erweitert. Gegenwärtig arbeiten sie mit Suspensionen, also Stoffgemischen, vor allem um eine größere Kontinuität beim Abtragen unerwünschter Kanten oder eben beim Trennen von Werkstoffen zu erreichen. Zum Einsatz kam die Technologie aus Wittenberge beispielsweise im ersten 400-Megawatt-Windpark, Bard I, in der Nordsee. Bei einigen Anlagen musste der Füllbeton in den Fundamentmasten der Windkraftanlagen erneuert werden. Mit Hilfe von Robotern, Kränen und Schiffen meisterten die Aqua-Techniker diese Aufgabe, und das sogar unter Wasser.

„Dockboy“ putzt die „Queen Mary 2“ von unten

Ein anderer schwieriger Fall ist die Säuberung von Kreuzfahrtschiffen. „Vor allem der Schiffsrumpf muss gereinigt werden“, erklärte Gernot Buchendorf. Für die Queen Mary II, eines der größten Passagierschiffe der Welt, modifizierte Aquatec einen „Dockboy“ genannten Reinigungsroboter so, dass er 60 Zentimeter unter dem Schiffsrumpf arbeiten konnte.

Wirtschaftsförderer findet Leistung beeindruckend

„Es ist wirklich sehr beeindruckend, was sie hier leisten“, lobte der oberste Brandenburger Wirtschaftsförderer Steffen Kammradt. „Ideen haben wir eine ganze Menge“, sagte Gernot Buchendorf. Beim Umsetzen hilft neuerdings ein Innovationsassistent aus der Prignitz. Die Wirtschaftsförderung übernimmt im ersten Jahr 60 Prozent der Lohnkosten.

Von Andreas König

Voll des Lobes über die Entwicklung der Prignitz war am Mittwoch Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (vormals Zukunftsagentur) bei einem Unternehmensbesuch in Wittenberge. Vor allen in den vergangen fünf Jahren sei es gelungen, hochkarätige Industrie­ansiedlungen „nahezu im Jahrestakt“ in die Region zu holen.

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