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Prignitz Fischer: kein Grund für Eilantrag
Lokales Prignitz Fischer: kein Grund für Eilantrag
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00:18 26.10.2013
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Perleberg

Es gehe lediglich darum, die von einem Architekten ausgearbeitete Alternative zur Ausbauvariante des Kulturbundes vorzustellen. Er kritisierte, der Kulturbund habe sich einzig mit der baulichen Umgestaltung der Garage zu einem Besucherzentrum befasst. Das Projekt Judenhof sei jedoch von Beginn an weiter gefasst gewesen. Es gehe um die Aufwertung des gesamten Areals, so Fischer. Die Alternative zeige verschiedene Möglichkeiten auf: Der Eingang zum Judenhof könnte als Tor gestaltet werden, die marode Backsteinmauer auf der rechten Seite des Hofes soll stabilisiert und gestaltet werden.

Die Garage würde bis auf die Grundplatte abgerissen werden, auf der dann eine offene Ständerkonstruktion aus Stahlträgern errichtet werden könne. Es entstünde eine kleine Bühne für Veranstaltungen, die zum Hagen offen ist. Mit Planen könnte der Raum aber auch geschlossen und auch überdacht werden. An den Seiten sollen dann Informationstafeln angebracht werden. Geplant sei auch eine Gestaltung des Uferbereiches. Dort sollen Bänke die Möglichkeit zum Verweilen bieten. Der neu gestaltete Bereich wäre frei zugänglich, während das Besucherzentrum für Besucher immer erst aufgeschlossen werden müsste. "Eine Herberge für Vortragsreisende bringt nicht mehr Besucher in die Stadt", erklärte Fred Fischer.

Der Bürgermeister kritisierte, aus dem Eilantrag gehe nicht hervor, über welche Förderung der Kulturbund Brandenburg 50.000 Euro für die Innenausgestaltung des Besucherzentrums aufbringen will. Auch könne der SPD-Fraktionsvorsitzende Hartmut Schneider den Eilantrag gar nicht stellen, weil er als Mitglied des Kulturbundes in der Sache befangen sei. Eine Entscheidung zum Judenhof könne noch im Dezember erfolgen, da die ASZ-Fördermittel erst bis Ende 2014 abgerufen werden müssen.

Von Michael Beeskow

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