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Prignitz Flaute auf dem Fluss, Boom beim Bau
Lokales Prignitz Flaute auf dem Fluss, Boom beim Bau
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02:17 14.11.2015
Die Nedwighafen in Wittenberge. Die Linden auf dem Deich im Hintergrund müssen geköpft werden.
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Wittenberge

In Zeiten niedriger Wasserstände muss man Hochwasserschäden vorbauen. Das ist im langsam zu Ende gehenden Jahr geradezu wörtlich zu nehmen, wie der erste Tag der Herbstdeichschau in der Prignitz zeigte. Laut Stefan Blechschmidt, Referatsleiter Gewässer- und Anlagenunterhaltung im Landesumweltamt, herrschten in diesem Jahr für den Deichbau geradezu ideale Bedingungen. Der Tiefststand der Elbe war am 16. August erreicht, als der Fluss am Pegel Wittenberge noch lediglich 79 Zentimeter in der Tiefe maß.

Wenn es allerdings um die Bauvorhaben der nächsten Jahre geht, könnten die Pegel ruhig noch eine Weile niedrig bleiben, sagte Gerald Neu, der Ordnungsamtsleiter des Amtes Bad Wilsnack/Weisen am Rande der Deichschau. Tatsächlich sind auch in diesem Jahr wiederum Millionen in den Hochwasserschutz an der Elbe und den Nebenflüssen gesteckt worden. Marko Oelze, beim Landesumweltamt für Hochwasserschutz und investiven Wasserbau zuständig, stellte die laufenden und künftigen Projekte vor. An der kombinierten Deich- und Straßenbaustelle Breese sollen noch im Dezember Bäume gefällt und gerodet werden, um zwei Mäander anzulegen. In diesem Bereich müssen umfangreich Leitungen verlegt werden, um Baufreiheit zu schaffen. Dass sich die Arbeiten dort von geplanten 1,5 Millionen auf 2 Millionen Euro verteuert haben, ist vor allem auf die Entsorgung aggressiver Schlacke zurückzuführen. Die stark sulfathaltigen Altlasten, die vermutlich noch aus Zellwolle-Zeiten stammen, lagern inzwischen in einem stillgelegten Salzschacht in Thüringen.

Voran geht es mit dem Bau der Kreisstraße von Bälow nach Sandkrug. Bis März 2016 sollen die Pläne fertiggestellt sein, im Januar Februar werden auch dort Bäume gefällt. Ende 2017 soll die Straße inklusive Asphaltschicht fertiggestellt sein.

Nachdem das Schöpfwerk Kar­thane in diesem Jahr nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit für 15,8 Millionen Euro generalsaniert wurde, kommt jetzt das Schöpfwerk Cumlosen an die Reihe. 3,5 Millionen Euro soll der Ersatzneubau kosten. Begonnen werden soll das Vorhaben im zweiten Quartal 2016. Eine zeitweise Brückensperrung ist erforderlich, was Ausweichpläne für den Elberadweg erforderlich macht.

Auch der Hochwasserschutz in der Stadt Wittenberge wird weiter verbessert. So soll eine weitere Spundwand das Industriegebiet Süd schützen.Gleiches ist für das Bahnwerk vorgesehen. Für das 1200 Meter lange Bauwerk müssen erneut Bäume gefällt werden – 77 Stück, erfuhren die Teilnehmer der Deichschau.

Den Erhaltungszustand der Deiche und anderen Hochwasserschutzanlagen bewerte Bernd Lindow von der Kreisverwaltung Prignitz als „sehr positiv“. Probleme gab es vor allem am Haveldeich bei Gnevsdorf. Dort treiben Wildschweine ihr Unwesen und wühlen den Deich kaputt. Vergrämungsmaßnahmen würden nicht viel bewirken, dort seien Abschüsse gefragt, forderte Lysann Jacob vom Landesumweltamt. Gleiches treffe auf den Dachs zu. Auch diese Tiere schaffen sich ihre Baue im Deichkörper. Eine Ausgrabung bei Lenzen förderte ein 31 Meter langes verzweigtes Gängesystem zutage.

Von Andreas König

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