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Prignitz Flucht, Asyl und Menschenrecht
Lokales Prignitz Flucht, Asyl und Menschenrecht
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02:15 09.11.2015
Tafel der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“.
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Perleberg

Das Flüchtlingsthema beschäftigt viele Menschen. Doch häufig kommen die eigentlichen Probleme viel zu kurz, werden verdrängt von aufgeregten Debatten um Transitzonen und Einreisezentren. Mehr Hintergrund will nun die Stadt Perleberg vermitteln durch eine Ausstellung. Unter der Überschrift „Asyl ist Menschenrecht“ wird tiefer gehenden Fragen nachgegangen: Warum fliehen Menschen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten, welche Hindernisse überwinden? Wo und unter welchen Umständen finden sie Schutz?

Die unabhängige Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat die Ausstellung erarbeitet, mit der ein Bild von der Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen gegeben wird. Sie informiert über Fluchtursachen und Fluchtwege. Dargestellt wird die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas und Deutschlands, wie sie im Dezember 2014 bestand.

Nachzulesen ist das Leid eines kurdischen Syrers. Als die Demonstrationen gegen die Assad-Regime begannen, dient er in der Armee. Völlig grundlos geriet er als Kurde unter Verdacht, ein Attentat zu planen. Er wurde verhört und misshandelt, bis er es nicht mehr aushielt und floh. Fünf Jahre lange dauerte seine Flucht, er kam nach Zypern, dann nach Norwegen, wurde wieder abgeschoben und in Zypern inhaftiert. Schließlich endete seine Odyssee in Deutschland, wo er als politisch Verfolgter Anerkennung fand. Das ist ein Schicksal von vielen anderen.

Die Ausstellung wurde gemeinsam durch die Initiative Prignitzer Frauenforum und Martin Osinski vom Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ zum Willkommensfest „Heimat Los! Prignitz“ am 17. Oktober 2015 eröffnet. Ein Teil der Ausstellung ist nun bis Ende November in Perleberg zu sehen. Nicole Drescher, in der Stadtverwaltung für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, hatte eigentlich beabsichtigt, dass sich die Ausstellung quer durch die Stadt zieht, leerstehende Schaufenster für sie genutzt werden. „Doch das hat sich zerschlagen“, sagte sie. Daher sind Tafeln im Stadt- und Regionalmuseum sowie im Restaurant „Paradies“ in der Bäckerstraße zu sehen. Nicole Drescher hofft, dass diese Möglichkeit rege genutzt wird und sich viele Bürger über die Themen Flucht, Asyl und Menschenrecht informieren; aber auch Vereine, Organisationen, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen sind angesprochen.

Von Michael Beeskow

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