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Förderkreis will Museumspädagogen

Prignitzer Museen tun sich zusammen Förderkreis will Museumspädagogen

Die Museen in der Prignitz halten viele Schätze bereit, doch die Zahl der Besucher ist gering. Ein Förderkreis will nun für alle Häuser gemeinsam die Stelle für einen Museumspädagogen schaffen. Durch spezielle Angebote und Projekte für Schulen und Schüler soll insbesondere bei der jungen Generation das Interesse für Geschichte geweckt werden.

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Über den Förderkreis berichteten Bernhard von Barsewisch, Annett Jura und Katja Rosenbaum (v,l.).

Quelle: Beeskow

Perleberg. In nicht mal einem Jahr hat der Förderkreis Prignitzer Museen schon einiges auf die Beine gestellt. Immerhin haben sich bereits 13 institutionelle Einrichtungen der Idee einer Vernetzung angeschlossen: vom Archäologischen Park Freyenstein bis zum Wittenberger Stadtmuseum, vom Museum im Kloster Stift Heiligengrabe bis zum Modemuseum in Meyenburg.

Bei einem Treffen am Dienstag im Perleberger Stadt- und Regionalmuseum zeigte sich Bürgermeisterin Annett Jura über zwei Neuigkeiten hocherfreut. Denn der Förderkreis stellt sich nun auch mit einem eigenen Flyer und einer Homepage im Internet vor. „Es besteht eine so große Vielfalt von Museen in der Prignitz, die durch Flyer und Homepage nun wunderbar nach außen getragen wird.“ Museen seien kein Selbstzweck, es gelte Besucher in die Häuser zu ziehen. Eine große Bedeutung komme der Museumspädagogik zu, um vor allem Kinder und Jugendliche in die Häuser zu ziehen.

Katja Rosenbaum, Vorsitzende des Förderkreises und Leiterin des Stadt- und Brauereimuseums in Pritzwalk, erinnerte an die Gründung am 18. Februar 2015 im Wittenberger Stadtmuseum. Erklärtes Ziel des Förderkreises sei die gemeinsame Schaffung einer Stelle für einen Museumspädagogen, die sich ein Museum alleine nicht leisten kann. „Das ist bisher aber noch nicht gelungen“, stellte Katja Rosenbaum fest. Mit dem Förderkreis bestehe aber eine antragsfähige Institution, die auch Fördermittel beantragen kann. Ein halbes Dutzend Fördermittelanträge sei inzwischen gestellt worden. „Wir hoffen jetzt auf einen Rücklauf im ersten Quartal des Jahres“, berichtete sie. Dabei sei man nicht gleich auf eine große Summe aus gewesen. „Wir wollen zunächst eine halbe Stelle, um erst einmal in Tritt zu kommen.“ Damit solle gezeigt werden, dass es geht, um weiterführende Förderanträge untermauern zu können. Dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist es im übrigen schon gelungen, für einen Museumspädagogen eine Stelle einzurichten. Bernhard von Barsewisch sprach von einem „fabelhaften Schutz“, den die Prignitzer Museen darstellen. Alle litten aber unter zu wenig Personal und würden im eigenen Saft kochen. Ein Museumspädagoge sei für alle wichtig, um die Möglichkeiten der Museen in den Schulunterricht zu integrieren. Vorstandsmitglied Hannelore Franek war viele Jahre Geschichtslehrerin. Sie berichtete von einem recht unterentwickelten Geschichtsbewusstsein bei vielen Schülern. Zu ihren großen Bedauern werde jetzt auch noch in Brandenburg das Fach Geschichte für die Klassen 5 und 6 abgeschafft. Museen könnten aber sehr anschaulich Geschichte vermitteln. Ähnlich äußerte sich Frank Riedel, Leiter des Perleberger Museums. Gerade werde die Landwirtschaftsausstellung im Haus neu gestaltet mit vielen historischen Arbeitsgeräten. In Städten hätten Schüler vielfach keine Vorstellung davon, was Landwirtschaft überhaupt bedeute.

Den neuen Flyer des Förderkreises stellte Wolf-Dietrich Meyer-Rath vom Förderkreis Alte Kirchen in Brandenburg vor. „Er gib eine allererste Information über die beteiligten Museen und er dient der Mitgliederwerbung.“

Wie Vorstandsmitglied Wolfgang Simon erklärte, sind inzwischen auch Gesichtsvereine im Förderkreis vertreten. Aber auch Privatpersonen können zu moderaten Konditionen (25 Euro im Jahr) Mitglied werden.

Die professionell gestaltete Homepage informiert ausführlich über den Förderkreis und bietet zudem eine neue Übersicht von Veranstaltungen in den Musseen.

Von Michael Beeskow

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