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Fördermittel für die Wunderblutkirche

Bad Wilsnack Fördermittel für die Wunderblutkirche

Die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack ist zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung erklärt worden. Der Gemeindekirchenrat hat nun die Fördermittel bekommen, um den Sakralbau zu sanieren. Bald wird ein riesiges Gerüst die Kürche umhüllen.

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Das Fördergeld für die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack ist endlich da. Im September sollen die Bauarbeiten beginnen.

Quelle: Andreas König

Bad Wilsnack. Freude in der Kur­stadt: Der Fördermittelbescheid des Bundeskulturministeriums für die Wunderblutkirche ist in dieser Woche eingetroffen. Das teilt der Gemeindekirchenratsvorsitzende Christian Richter mit. „Seit Mittwoch halten wir das Papier endlich in den Händen“, sagte Christian Richter. Zwar war den Wilsnackern schon zuvor immer wieder versichert worden, die Sankt-Nikolai-Kirche werde zum Kulturdenkmal nationaler Bedeutung erklärt, doch hatte eine schriftliche Bestätigung bislang noch gefehlt.

„Im Vertrauen auf die Zusage haben wir dennoch bereits in der Vorwoche einen Bauantrag bei den zuständigen Genehmigungsbehörden gestellt“, erklärte Christian Richter. Die zügige Bearbeitung sei den Gemeindegliedern zugesichert worden.

Noch im September werde mit den Arbeiten am Westportal der riesigen Kirche begonnen. Zunächst wird eine Rüstung gestellt, deren Ausmaße der Kirche in nichts nachstehen. „Bei dieser Gelegenheit wollen wir Teile des Daches bereits aufnehmen und uns auch des Taubenproblems annehmen“, kündigte Christian Richter an. Die Kofinanzierung der ersten 200 000-Euro-Tranche sei gesichert, sagte der Gemeindekirchenratsvorsitzende. „Die Kirchengemeinde hat somit einen für die gesamte Stadt und Region wichtigen Zwischenschritt erreicht – der Startschuss für die kommenden sieben Jahre Sanierungsarbeit ist gefallen“, verkündetet Christian Richter.

Die Dombaumeisterin Regine Hartkopf und die Bauingenieure Axel Seemann und Annette Schulze gehen jetzt in die Feinplanung und werden demnächst weitere Details vorstellen.

Die Dachkonstruktion ist die größte Schwachstelle des Sakralbaus. Daher gilt das Augenmerk der Planer und Bauleute auch zunächst dem Dach. „Es kommt eine binderartige Konstruktion zum Einsatz, welche die statischen Probleme beseitigen wird“, erklärt die Bad Wilsnacker Bauingenieurin Annette Schulz. Neben der Statik und den Kosten gilt es auch, den Artenschutz im Blick zu haben. „Wir haben ja unter dem Dach einen Turmfalken“, sagt Annette Schulz. Dessen Brut werde weitgehend abgeschlossen sein, wenn die Bauarbeiten beginnen. Zudem bietet die Kirche genügend Raum für die Tiere, sich von den Bauarbeiten fern zu halten.

Zum Gesamtkonzept für die Wunderblutkirche gehört aber noch weitaus mehr als die bloße Sanierung. Die Verantwortlichen möchten dem Gemeindeleben neue Impulse geben. Ein neues Tagungszentrum soll als Treffpunkt sowohl für die vielen gemeindlichen Gruppen dienen als auch für die Besucher von außerhalb. Indem die musealen Exponate der Kirche einen eigenen Platz erhalten, sollen die alten liturgischen Beziehungen und Sichtachsen in der Kirche wiederhergestellt werden. Ebenfalls auf der Wunschliste, aber mit Nationaldenkmalmitteln nicht finanzierbar, ist die Neubebauung der Schlossplatte, auf der bis 1976 das Schloss derer von Saldern stand.

Von Andreas König

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