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Frank Schöbel begeistert Fans in Wittenberge

400 Zuschauer bei Konzert Frank Schöbel begeistert Fans in Wittenberge

Vom ersten Lied an klatschten die Fans im Wittenberger Kultur- und Festspielhaus: Schlagerstar Frank Schöbel gab dort am Freitagabend vor etwa 400 Zuschauern ein vielumjubeltes Konzert. Mit auf der Bühne stand seine Tochter Dominique Lacasa.

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Frank Schöbel wurde bei dem Konzert im Kultur- und Festspielhaus von einer Band begleitet.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Die rund 400 Gäste im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge jubelten, als Frank Schöbel am Freitagabend die Bühne betrat. Von Anfang an klatschten und sangen sie mit. „Das ist der Moment” sang er als erstes Stück. „Das ist mein neues Lied. Es ist auf meiner neuen CD ,Unvergessen – die Hits unserer Herzen’, die irgendwann raus kommt. Wann genau, weiß ich nicht”, sagte er und begrüßte das Publikum.

„Vielleicht sind Sie auch gekommen, um ein paar ältere Lieder zu hören”, fragte er das jubelnd zustimmende Publikum. Es folgten Stück wie „Mädchen, du bist schön” und „Schreib es mir in den Sand”. Letzteres ist eine Coverversion des Stücks „Gyöngyhajú lány” von der ungarische Gruppe „Omega”, das später auch von der deutschen Hardrockband „Scorpions” gecovert wurde. Mit dem Gassenhauer „Mit mir könn’ se ’s ja machen” bewies er Mut zur Selbstironie. Für Fernsehaufnahmen bat er das Publikum, bis an die Bühne nach vorn zu kommen. Und er trällerte sein neuestes Lied „Das ist der Moment” unter dem Beifall der Gäste noch einmal.

Im Duett

Im Duett: Frank Schöbel und seine Tochter Dominique Lacasa.

Quelle: Jens Wegner

Dann folgte der Auftritt seiner Tochter Dominique Lacasa. „Ich gehe meinen Weg”, sang sie, die, wie ihr Vater sagte, den Jakobsweg gegangen sei. „Mit einem Lächeln” und „Spiegelbild” sangen Tochter und Vater schließlich gemeinsam. Die vorgesehene Pause ließ Frank Schöbel dann ausfallen. Er versprach dem Publikum dafür, im Anschluss eine Autogrammstunde zu geben. Weitere Schöbel-Klassiker wie „Wie ein Stern” und „Ich geh’ vom Nordpol zum Südpol” wurden von den Zuhörern mit reichlich Applaus und hochgehaltenen Feuerzeugen honoriert.

Sehr gut gefiel das Konzert Rolf Helm aus Perleberg. „Man merkt, dass der Mann gut ausgebildet ist”, sagte er. Seine Frau Irene ist Frank-Schöbel-Fan. Sie war von dem Auftritt begeistert. „Wir haben viel mitgesungen”, sagte sie und wartete am Schluss des Konzerts auf den Künstler, um sich ein Autogramm von ihm zu holen. Die Eintrittskarten waren ein Geschenk ihres Mannes zum Valentinstag.

Mit den Liedern von Frank Schöbel in der DDR großgeworden

Ganz große Schöbelfans sind Angelika Wockenfuß aus Parchim sowie ihre Töchter Dorit Genkel und Ines Koch. „Ich bin ja in der DDR mit seinen Liedern großgeworden. Meine Liebe zu der Musik von Frank Schöbel ist auf meine Töchter abgefärbt”, erzählte die Mutter. Mindestens einmal pro Jahr fahren sie zu einem Konzert von ihm. Und immer sitzen sie in der ersten Reihe.

Die Familie hat alle Schallplatten, Bücher und CDs, die über Frank Schöbel veröffentlicht wurde. „Weihnachten ohne Frank Schöbel geht bei uns gar nicht”, sagte Tochter Dorit. „Es war ganz entzückend. Frank war heute richtig gut drauf”, stellte Ines Koch fest. „Wir bleiben immer bist zum Schluss. Wir sind die letzten”, sagte die Mutter lachend. „Wir warten, bis sich der Trubel gelegt hat und die meisten Gäste gegangen sind. Dann bleibt meist noch genug Zeit für ein paar persönliche Worte und ein Foto mit Frank.”

Vorbereitungslehrgang für den Thomanerchor

Eine Liveband begleitete den Schlagerstar und seine Tochter während des Konzerts. Seit mehr als fünf Jahrzehnten begeistert Frank Schöbel seine Fans – als Sänger, Komponist, Texter, Produzent, Schauspieler, Buchautor und Moderator. Sein Weg zum Sänger begann schon als Siebenjähriger im Vorbereitungslehrgang zum Thomanerchor. Nach Gitarren-, Klavier- und Gesangsausbildung begann 1962 seine Karriere als professioneller Künstler. Frank Schöbel blickt auf 53 erfolgreiche Jahre im Musik- und Filmgeschäft zurück – so viel wie kaum ein anderer Künstler aus den neuen Bundesländern.

Tochter Dominique Lacasa wurde somit das Talent sprichwörtlich in die Wiege gelegt. 1985 nahm sie als Sängerin neben ihren Eltern und ihrer Schwester Odette an den Aufnahmen zu „Weihnachten in Familie” teil. Sie studierte Jazzgesang in Berlin. 2003 erlangte sie ihr Gesangsdiplom. Ihr Repertoire umfasst Latino-Stücke ebenso wie Pop-Balladen.

Von Jens Wegner

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