Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Frau soll im Wohnzimmer Feuer gelegt haben
Lokales Prignitz Frau soll im Wohnzimmer Feuer gelegt haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 19.01.2018
Feuerwehrleute aus Wittenberge und Weisen waren bei dem Brand am 16. Juli im Einsatz. Quelle: Norman Rauth/Feuerwehr Wittenberge (Archiv)
Anzeige
Neuruppin

Wegen schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung muss sich seit Dienstag eine 27-jährige Frau vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll die gebürtige Perlebergerin am 16. Juli vergangenen Jahres in Wittenberge im Wohnzimmer ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer gelegt haben. Wohl in der Absicht, sich das Leben zu nehmen.

Dann soll sie davon aber Abstand genommen und das Haus verlassen haben, ohne jedoch die Feuerwehr zu rufen oder ihre Mitbewohner zu alarmieren. Ein Nachbar soll eine Rauchgasvergiftung erlitten haben. Die Wohnung der 27-Jährigen sei unbewohnbar geworden. Es sei ein Sachschaden von rund 34 000 Euro entstanden.

54 Rettungskräfte waren seinerzeit vor Ort

Nach dem Brand, der im ersten Obergeschoss des Hauses ausgebrochen war, wurde die mutmaßliche Brandstifterin auf der Straße gefunden. 54 Rettungskräfte waren seinerzeit vor Ort, Mitglieder der Wittenberger Wehr und Einsatzkräfte aus Weisen. Sechs Rettungstrupps der Feuerwehr waren mit schwerem Atemschutz in dem betroffenen Haus unterwegs, um gegebenenfalls Bewohner zu retten. Zunächst wurde vermutet, dass sich auch die junge Frau noch im Gebäude befand. Das war aber nicht der Fall.

Nachdem die Frau gefunden worden war, wurde sie noch am selben Tag festgenommen. Es folgte eine Unterbringung nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz. Danach kann die Unterbringung angeordnet werden als eine Schutzmaßnahme, wenn wegen einer psychischen Krankheit Anhaltspunkte für eine Selbstgefährdung oder eine Gefährdung Dritter besteht. Derzeit befindet sich die Angeklagte in einem Fachklinikum in Dahme-Spreewald.

Möglicherweise ist die Angeklagte psychisch krank

„Wie kommen Sie in der Klinik zurecht?“, wollte der Vorsitzende Richter Udo Lechtermann wissen. „Ganz gut“, erwiderte die junge Frau, die hoch schwanger ist.

Da sie wohl psychisch krank ist, steht die Frage im Raum, ob und inwieweit sie für ihr Tun verantwortlich war. Ein Psychiater hat sie untersucht und wird sein Ergebnis vor Gericht vortragen. Die Richter haben dann ihre Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus zu prüfen.

Öffentlichkeit wurde bei der Verhandlung ausgeschlossen

Die Verteidigerin stellte gleich zu Beginn der Verhandlung den Antrag, die Öffentlichkeit auszuschließen, eben, weil es um die Erkrankung ihrer Mandantin gehe. Der Staatsanwalt konnte das nicht so ganz nachvollziehen. Er meinte, dass man das vielleicht auf die Aussage des psychiatrischen Gutachters beschränken könne.

Die erste große Strafkammer gab dem Antrag der Verteidigung Recht und vernahm die Angeklagte, nachdem die Öffentlichkeit den Gerichtssaal verlassen hatte.

Am Donnerstag wird weiter verhandelt.

Von Dagmar Simons

Mit einer Reihe von Vorhaben und Ideen warteten die Mitglieder der IG Innenstadt bei ihrer Versammlung am Montag auf. Bei einem ganzen Veranstaltungsreigen, angefangen vom musikalischen Frühling im April bis hin in die nächste Adventszeit, wollen sich die hier organisierten Einzelhändler mit ihren Ideen einbringen.

19.01.2018

Das blau-weiß gestreifte Zebra und viele Weggefährten begeisterten am Dienstag Grundschüler der der Prignitz. Mit einer Mischung aus Märchen und Verkehrsregeln sollen die Kinder der Klassenstufen eins bis drei auf den Straßenverkehr vorbereitet werden. Die Theatertour ist Teil der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ des Verkehrsministeriums.

19.01.2018

Straßen und Plätze haben Namen, die nicht gleich jeder versteht oder zuordnen kann. Mit Zusatztafeln an den Straßenschildern soll es in Perleberg nun nähere Informationen geben. Bereits sechs Straßen und Plätze hat eine Arbeitsgemeinschaft dafür ausgesucht. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten.

18.01.2018
Anzeige