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Prignitz Frau stirbt bei Hausbrand
Lokales Prignitz Frau stirbt bei Hausbrand
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00:50 05.03.2018
Ein Bagger musste das Einfamilienhaus in Wolfshagen wegen Einsturzgefahr abtragen. Die 79-jährige Bewohnerin starb in dem Gebäude. Quelle: Andreas König
Wolfshagen

Der schwere Brand eines Einfamilienhauses in Wolfshagen hat ein Menschenleben gefordert. Beamte der Kriminalpolizei fanden in den Trümmern des Gebäudes einen Leichnam. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelte es sich um die 79-jährige Bewohnerin des Hauses am Pankower Weg.

Die eisige Kälte erschwerte die Löscharbeiten der Feuerwehrleute. Die 79-jährige Bewohnerin kam in dem Haus ums Leben. Den ganzen Tag lang suchten die Einsatzkräfte nach der Frau.

Den ganzen Tag über war nicht klar, ob sich die Frau drinnen aufgehalten hatte, als das Feuer ausbrach. Am späten Nachmittag wurde dann der Leichnam gefunden. Die Kriminalpolizei hatte lange versucht, ins Gebäudeinnere zu gelangen, um die Frau zu finden und mit den Ermittlungen zur Brandursache zu beginnen.

Bagger trug vorsichtig das eingestürzte Haus ab

Doch an ein Betreten der noch immer rauchenden Ruine war über Stunden nicht zu denken. Um die Mittagszeit brach der mittlere Teil des Dachstuhls zusammen. Kurz zuvor hatte die Kripo den Hubsteiger der Feuerwehr Pritzwalk angefordert, um sich aus der Höhe ein Bild vom Zustand des Brandortes zu machen. Ebenfalls auf Betreiben der Kripo wurde dann ein Bagger aus Lellichow bei Kyritz geholt, der das Brandhaus von den verkohlten Resten des Dachstuhls beginnend, abtragen sollte. Das gestaltete sich äußerst schwierig, weil zunächst die Stromleitung gekappt und die Löschwasserversorgung unterbrochen werden musste.

Gegen 0.47 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und zu dem brennenden Haus beordert. Dort angekommen, begann die Wehr so schnell es ging mit den Löscharbeiten. Allerdings gestaltete sich das wegen der eisigen Kälte sehr schwierig.

Wasser musste ständig laufen, wegen der großen Kälte

Die Feuerwehrleute aus Groß Pankow, Wolfshagen, Kuhsdorf, Seddin legten eine Löschwasserleitung aus einer einige hundert Meter entfernten Zisterne. Wegen der niedrigen Temperaturen musste das Wasser die ganze Zeit über laufen, sonst wäre es in den Schläuchen gefroren, sagte Olaf Kordelle, Einheitsführer der Feuerwehr Wolfshagen. Zu seinem Bedauern fiel das Einsatzfahrzeug der Wolfshagener Wehr wegen Problemen bei der Elektroversorgung aus.

Zwar herrschte am Brandherd enorme Hitze, doch mussten sich die Feuerwehrleute, die in etwas größerer Entfernung postiert waren dennoch an einer Feuerschale wärmen. Die Familien Leppin, Teut und Gericke stellten Verpflegung und heiße Getränke zur Verfügung, um den Einsatzleuten ihre Arbeit etwas zu erleichtern.

Strom- und Wasserleitungen mussten gekappt werden

Parallel waren Unternehmen und Behörden damit beschäftigt, den Einsatz abzusichern. Mitarbeiter des Energieversorgers Wemag kappten die unmittelbar in der Nähe des Brandhauses verlaufende Freileitung, der Westprignitzer Trinkwasser- und Abwasserzweckverband legte den Wasseranschluss des Hauses still, und der Landesbetrieb für Straßenwesen sperrte die komplette Ortsdurchfahrt Wolfshagen. Die Polizei musste Kraftfahrer energisch zurückweisen, die trotz des Verbotsschildes bis zur Einsatzstelle vorgefahren waren.

Zunächst hatten die Einsatzkräfte vermutet, dass sich die Bewohnerin in der Wohnstube befand. Daher setzte der Bagger erst dort an, um nach und nach die Trümmer abzutragen. Später wurde der Leichnam dann im Bereich des Flurs gefunden. Am späten Nachmittag kam ein Bestatter zum Brandort, um den Leichnam abzuholen.

Brandwache war nicht nötig

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache war am Freitag noch nicht eindeutig festzustellen.

Der Brand der Trümmer war vollständig gelöscht, so dass die Feuerwehr auf eine Brandwache verzichten und den Tatort der Kripo übergeben konnte. Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord, bezifferte den Schaden auf über 100 000 Euro. Angrenzende Häuser wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Von Andreas König

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