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Freie Fahrt für Fische

Die Dömnitz ist nun auch in Streckenthin wieder passierbar Freie Fahrt für Fische

Statt wie bisher an einem Mühlenwehr stoppen zu müssen, ist in der Dömnitz wieder freie Fahrt für Fische angesagt. Möglich wurde dies, nachdem das brandenburgische Landwirtschaftsministerium eine marode Stauanlage an der Dömnitz beseitigt hat - bisher war das Wehr für Fische unpassierbar.

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An der Dömnitz bei Streckenthin wurden eine Sohlgleite und ein Amphibienteich angelegt. Fische können jetzt auch den Oberlauf des Flüsschens erreichen.

Quelle: Claudia Bihler

Streckenthin. Statt wie bisher an einem Mühlenwehr stoppen zu müssen, ist in der Dömnitz wieder freie Fahrt für Fische angesagt. Möglich wurde dies, nachdem das brandenburgische Landwirtschaftsministerium eine marode Stauanlage an der Dömnitz beseitigt hat - bisher war das Wehr für Fische unpassierbar: Die Höhendifferenz hatte 70 Zentimeter betragen und war damit ein Hindernis, das die Tiere von ihrem Weg zu ihren Laichgewässern im Oberlauf der Dömnitz fernhielt. Das Mühlenwehr war dagegen schon seit den 1920er Jahren nicht mehr in Betrieb.

Geld gab es für den Umbau aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds Eler. Aus Natursteinen verschiedener Größe wurde das Wehr auf 85 Metern Länge zu einer Sohlgleite umgebaut und auch ein neuer Durchlass gebaut. Neben der Sohlgleite wertet auch ein Amphibien-Laichgewässer den Gewässerlauf auf. Erosionen und Sedimentverlagerungen werden durch den nunmehr stabilisierten Ablauf vermindert.

Gestaltet wurde die Sohlgleite mit Feldsteinen unterschiedlichen Formats sowie Pflanzungen, die der Artenvielfalt an der Dömnitz entsprechen. Das Flüsschen ist mit seinen 29 Kilometern Länge ein linker Nebenfluss der Stepenitz, in die es nordwestlich von Wolfshagen (Groß Pankow) mündet. Damit hat die Dömnitz auch Bedeutung für das Projekt Elbelachs 2000, mit dem seit 1999 die Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle betrieben wird.

Für den Umbau des Wehres wurden 184749Euro aufgewendet. 116449 Euro stellte die EU zur Verfügung, weitere 68300Euro gab das Land hinzu. Die Stadt Pritzwalk hat ergänzend zur Baumaßnahme einen Weg wieder hergestellt, der auch für die Landwirtschaft wieder passierbar ist.

Von Claudia Bihler

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